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In Wien und Niederösterreich

Noch mehr Corona-Fälle in Postverteilzentren

In Hagenbrunn wurde die ganze Belegschaft durchgetestet. 79 Mitarbeiter sind Corona-positiv. 

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Wien in der vergangenen 24 Stunden um 48 gestiegen. Damit sind mit Stand Samstag, 8.00 Uhr, bisher 2.934 positiv befundete Tests zu verzeichnen, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien per Aussendung mit. Die neuen Ansteckungen kämen hauptsächlich aus dem Umfeld der Post-Mitarbeiter, die sich in den Verteilerzentren Inzersdorf und Hagenbrunn angesteckt haben, sagte Krisenstab-Sprecher Andreas Huber auf APA-Nachfrage. Letzteres liegt zwar in Niederösterreich, viele Beschäftigte hätten ihren Wohnsitz allerdings in Wien, erklärte Huber.
 
In Hagenbrunn wurden alle 371 Mitarbeiter gestetet, 79 davon haben sich angesteckt. Die Verbindung mit einem Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Erdberg mit einem Mitarbeiter im Postzentrum war hier Ursache, dass man auf die Fälle aufmerksam wurde. Das berichtete Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstagabend in "ORF - Wien heute" unter Hinweis auf eine neue Teststrategie der Stadt. Die Fälle in Inzersdorf bestätigte Andreas Huber vom Krisenstab der Stadt Wien gegenüber der APA.
 
Ein Sprecher der Post sagte gegenüber der APA, dass nicht nur die neuen Krankheitsfälle derzeit eine Belastung sind, denn zudem habe man seit dem Shut Down im Zuge der Coronavirus-Pandemie nur ein "Geschäft wie zu Weihnachten" und weitere Krankenstände beim Personal. Lieferverzögerungen von ein bis zwei Tagen seien derzeit die Folge. Die Situation werde jedoch mit Leihpersonal und Neueinstellungen bewältigt werden.


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