Sechs weitere Coronavirus-Tote in Tirol

Aktuelle Kennzahlen: 12.635 Erkrankte, 258 Tote

Sechs weitere Coronavirus-Tote in Tirol

'Der Kurs stimmt auch heute', so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zur Zunahme von 2,56 Prozent zum Vortag.

Innsbruck. In Tirol hat die Zahl der vom Coronavirus Genesenen am Dienstag weiter signifikant zugenommen und sich immer mehr jener der Infizierten angenähert. 1.370 Personen waren im Bundesland bereits wieder genesen, 1.551 infiziert. Indes starben weitere sechs ältere Personen mit Vorerkrankungen.

+++ Unten im Artikel finden Sie den LIVE-Ticker zum Nachlesen +++

Bei den mit oder an einer Covid 19-Erkrankung Verstorbenen handelte es sich um einen 96-Jährigen und eine 87-Jährige aus dem Bezirk Kitzbühel, eine 89-Jährige und eine 96-Jährige aus dem Bezirk Schwaz, einen 84-Jährigen aus dem Bezirk Innsbruck-Land und einen 93-jährigen Mann aus dem Bezirk Imst. Alles wiesen positive Testungen auf.
Indes stieg die Zahl der Genesenen von Montagabend bis Dienstagabend um 132 Personen an. 50 Menschen erkrankten neu. In Tirol wurden bisher bereits 25.958 Tests durchgeführt.
 
Auch im bisher am stärksten vom Virus betroffenen Bezirk Landeck entspannte sich die Situation weiter. Dort verzeichnete man mit Stand Dienstagabend 234 Infizierte und 470 Genesene.

Vier weitere Todesfälle im Bundesland Salzburg

Die Gesundheitsbehörden im Land Salzburg haben am Dienstag vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronapandemie gemeldet. Im Uniklinikum verstarben ein 67-jähriger und ein 77-jähriger Mann und eine 79-jährige Frau, die Landeshauptstadt meldete eine 92-jährige Tote. Die Zahl der mit oder an einer Covid-19-Erkrankung in Salzburg gestorbenen Personen stieg damit auf 20.

Im gesamten Bundesland wurden bisher (Stand 17.00 Uhr) 1.127 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, davon waren zuletzt 746 im Bundesland aufhältig. 360 Patienten sind mittlerweile wieder genesen. 90 Personen befanden sich im Krankenhaus, davon 20 auf der Intensivstation.

In einer Videopressekonferenz am Nachmittag sprach Gesundheitslandesrat LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) ein weiteres Mal über das Problem, am Weltmarkt ausreichend Schutzausrüstung für den medizinischen Bereich und für die Pflegekräfte zu bekommen. Aktuell seien laut einer Liste des Zentraleinkaufs in Salzburg 3,3 Millionen Paar Handschuhe, 2,7 Tonnen Desinfektionsmittel, 330.000 OP-Masken, 150.000 Masken der Klasse FFP-1, 42.000 Masken der Klasse FFP-2 und 5.000 FFP-3-Masken vorhanden.
 
Um diese Zahlen in eine Dimension zu setzten: Der Leiter des medizinischen Covid-Einsatzstabes des Landes, Richard Greil, hatte Ende März erklärt, dass am Uniklinikum vor Corona etwa 500 Stück der Schutzklasse FFP-3 pro Woche verbraucht wurden. Bei der derzeit belegten Zahl an Intensivbetten für Covid-Patienten seien es mehr als 20.000 Stück pro Woche. "Es werden hier wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um an Ware zu kommen", erklärte Stöckl. Ein Problem sei auch, dass sich die höherwertigen Schutzmasken der Klassen FFP-2 und FFP-3 in kurzer Zeit kaum in Österreich herstellen lassen.

Todesfälle in Oberösterreich stiegen auf 28

In Oberösterreich ist die Zahl der Corona-Todesfälle am Dienstag um fünf auf 28 gestiegen. Nach Angaben des Landes sind ein 84-Jähriger und ein 79-Jähriger aus Linz, ein 85-Jähriger und ein 65-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land sowie eine 87-jährige Frau aus dem Bezirk Steyr-Land - alle mit Vorerkrankungen - mit oder an den Folgen des Virus gestorben.
 
In 27 Alten- und Pflegeheimen waren insgesamt 34 Bewohner und 59 Mitarbeiter von dem Virus betroffen. In den oberösterreichischen Spitälern war aktuell keine einzige Station gesperrt. Von den insgesamt 9.500 Landesbediensteten waren 22 an Corona erkrankt. Eine Häufung gebe es nur in der Bezirkshauptmannschaft Braunau mit neun Fällen binnen der vergangenen 14 Tage, teilte der Krisenstab mit.

Zahl der Neuerkrankungen gesunken

Die Zahl der aktuell am neuartigen Coronavirus Erkrankten in Österreich ist den vierten Tag in Folge gesunken, diesmal um 3,4 Prozent auf 8.043 Fälle. Seit Montag galten 583 zusätzliche Personen als genesen, gegenüber 332 Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen lag Dienstagnachmittag bei insgesamt 12.635, 4.046 Betroffene waren wieder gesundet, 258 Patienten gestorben.

Derzeit gibt es 12.635 Coronavirus-Fälle in Österreich. Die am schwersten betroffenen Bundesländer sind nach wie vor Tirol (2.843), Niederösterreich (2.072), Oberösterreich (1.995) und Wien (1.815). In der Steiermark wurden 1.384 und in Salzburg 1.095 Fälle vermeldet. In Vorarlberg (768), Kärnten (341) und im Burgenland (234) gibt es die wenigsten Coronavirus-Erkrankten. (Quelle: Gesundheitsministerium, Stand: 07.04.2020, 16.00 Uhr)

Neun Personen starben über Nacht

Wie oe24 aus Kreisen des Gesundheitsressorts Wien erfuhr verstarben in der Nacht auf Dienstag neun Personen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung. Die Zahl der Todesopfer in Wien stieg somit von 44 auf 53 – Knapp ein Viertel der insgesamt an Corona verstorbenen Personen in Österreich. Aber: 100 Prozent aller Todesopfer litten bereits unter Vorerkrankungen. Die älteste Person, die dem Sars-CoV2-Virus erlag war 92 Jahre alt.

Die aktuellen Zahlen

Gesundheitsministerium: Derzeit gibt es 12.635 Coronavirus-Fälle in Österreich (Stand 16 Uhr). Die am schwersten betroffenen Bundesländer sind nach wie vor Tirol (2.850), Niederösterreich (2.075), Oberösterreich (1.995) und Wien (1.819). In der Steiermark wurden 1.393 und in Salzburg 1.108 Fälle vermeldet. In Vorarlberg (777), Kärnten (341) und im Burgenland (234) gibt es die wenigsten Coronavirus-Erkrankten. (Quelle: Gesundheitsministerium, Stand: 07.04.2020, 22.58 Uhr)

Innenministerium: Bisher gab es in Österreich 12.635 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 258 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 4.046 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.100 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 258 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Bisher wurden 115.235 Corona-Testungen durchgeführt. (Stand: 07.04.2020, 09.30 Uhr)
 
Die Corona-Todesfälle teilen sich wie folgt auf die Bundesländer auf: Burgenland (3), Kärnten (4), Niederösterreich (39), Oberösterreich (28), Salzburg (20), Steiermark (60), Tirol (46), Vorarlberg (5), Wien (53).
 
Information zum Dashboard des Gesundheitsministeriums: Das Dashboard des Gesundheitsministeriums unter der URL info.gesundheitsministerium.gv.at ist ein dynamisches System und bezieht seine Daten aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Insbesondere morgens kann es hier zu Verzögerungen bei den Eintragungen kommen. Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz, diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.
 

 

 

Anschober: Der Kurs stimmt weiter

Die Entwicklung der Zahlen bei den Covid-19-Erkrankungen gibt weiter Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Mit Stand Dienstagnachmittag (15.00 Uhr) gab es in Österreich 12.635 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung mit. Das bedeutete eine Zunahme von 2,56 Prozent zum Vortag.
 
In den vergangenen vier Tagen, jeweils Stand 15.00 Uhr, nahmen die Erkrankungsfälle in Österreich täglich im Durchschnitt um 2,41 Prozent zu. Die Tage bis zur Verdoppelung der Fallzahlen sind ebenfalls gestiegen: von etwa 3,7 Mitte März auf über 21 in den vergangenen sieben Tagen.
 
Den vierten Tag in Folge gab es mehr Neugenesene als Neuinfizierte: Mit Stand 10.30 Uhr war die Zahl der neuen Fälle laut den Daten des Innenministeriums um 314 gestiegen. Die Zahl der Neugenesenen stieg hingegen um 583.
 
Anschober bezeichnete diese Werte als "großen Erfolg". Der Gesundheitsminister sagte: "Vor ein paar Wochen lagen die Zuwachsraten bei über 40 Prozent, in den vergangen Tagen liegen sie konstant im unteren einstelligen Prozentbereich. Die bisherige Abflachung der Kurve war ein schwieriger Kraftakt, der dem Einsatz und der Konsequenz aller Österreicherinnen und Österreicher zu verdanken ist."

 23:01

Das war's vom LIVETICKER

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellsten Entwicklungen rund um das gefährliche Coronavirus. Vielen Dank an die Leser!

 22:41

Acht Millionen aus China in München eingetroffen

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa hat acht Millionen Schutzmasken aus China nach Deutschland gebracht. Die Boeing 777F landete am Dienstagnachmittag in München, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Maschine war demnach am Montag in Shanghai gestartet und nach einem Zwischenstopp in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul weiter nach München geflogen.

Die Masken waren in 4000 Kartons verpackt. Die Ladung hatte ein Gesamtgewicht von 26 Tonnen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (beide CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr nahmen das Flugzeug am Münchner Flughafen im Empfang. Wegen der Coronavirus-Pandemie bestehen derzeit massive Engpässe bei medizinischer Schutzkleidung.

 21:48

Johns-Hopkins-Uni: Weltweit bereits über 80.000 Tote

Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 80.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) weltweit auf rund 1,4 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging.

In Italien starben demnach mehr als 17.000 Corona-Infizierte, in Spanien rund 13.900, in den USA mehr als 12.000 und in Frankreich mehr als 10.000.

 21:36

Formel 1: Auch Grand Prix von Kanada verschoben

Mit dem Grand Prix von Kanada in Montreal ist der nächste auf dem ursprünglichen Kalender stehende WM-Lauf der Formel 1 auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das Rennen könne wegen der Coronavirus-Pandemie nicht am 14. Juni stattfinden, gab der Veranstalter am Dienstag bekannt.

In der vergangenen Wochen waren bereits die ersten acht Rennen der Saison verschoben oder abgesagt worden. Damit steht derzeit vor dem Grand Prix von Österreich am 5. Juli in Spielberg nur noch jener am 24. Juni in Le Castellet in Frankreich im ursprünglichen Kalender.

 20:09

Kogler will zur gerechten Krisenfinanzierung Erbschaftssteuer

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) fordert zur "gerechten Krisenfinanzierung" eine Erbschafts- und Schenkungssteuer. "Ich bin für einen rigorosen Beitrag von Millionen und Milliarden-Erben", sagt er in der " Tiroler Tageszeitung" (Mittwochausgabe). Für Coronabonds ist er nur dann, wenn es klare gemeinsame Regeln gibt. Die Stopp-Corona-App hat er sich bereits heruntergeladen.

"Immer, wenn es in Millionenhöhe zu Erbschaften und Schenkungen kommt, soll auch eine Steuer eingehoben werden. Ich hoffe schon, dass der Corona-Schock hier in Österreich zu einem Umdenken führen wird. Große Vermögensüberträge zu besteuern ist jedenfalls vernünftig, weil es dem Wirtschaftswachstum nicht schadet, und es ist ein Beitrag zur gerechten Krisenfinanzierung", so Kogler. "Ich bin für einen rigorosen Beitrag von Millionen- und Milliardenerben."

 20:08

Mündliche Matura könnte entfallen

Die mündliche Matura soll laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" (Online) heuer entfallen. Stattdessen sollen in jenen Fächern, in denen die Maturanten antreten wollten, die Noten des Abschlussjahrs im Maturazeugnis stehen, heißt es in dem Bericht allerdings ohne Quellenangabe. Im Bildungsministerium verwies man Dienstagabend auf APA-Anfrage auf eine Pressekonferenz am Mittwoch.

Die schriftliche Matura soll dagegen nach Angaben der "Zeit im Bild" nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit für die Maturanten an den Schulen ab 25. Mai stattfinden. Die Schüler sollen laut "SN" für die Bearbeitung mehr Zeit bekommen, damit zwischendurch gelüftet werden kann. Wer erst im Herbst maturieren möchte, kann dies außerdem ohne Entfall einer Antrittsmöglichkeit.

Bei den Berufsschülern sollen zunächst nur der theoretische Teil der Lehrabschlussprüfung abgenommen werden. Der praktische Teil findet dann erst im Spätsommer statt.

 20:08

Russische Forscher wollen ab Juni Impfstoffe testen

Ein russisches Forschungszentrum will bereits ab Juni Corona-Impfstoffe an Menschen testen. Schon ab dem 29. Juni sei eine erste Phase klinischer Tests von drei Impfstoffen an 180 Freiwilligen geplant, sagte Rinat Maxjutow, Leiter des staatlichen Forschungszentrums Vektor, bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chefs von mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen am Dienstag.

"Die Gruppen von Freiwilligen sind bereits aufgestellt", sagte Maxjutow. Die Einrichtung habe mehr als 300 Bewerbungen erhalten.

 20:01

Mündliche Matura könnte entfallen

Die mündliche Matura soll laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" (Online) heuer entfallen. Stattdessen sollen in jenen Fächern, in denen die Maturanten antreten wollten, die Noten des Abschlussjahrs im Maturazeugnis stehen, heißt es in dem Bericht allerdings ohne Quellenangabe. Im Bildungsministerium verwies man Dienstagabend auf APA-Anfrage auf eine Pressekonferenz am Mittwoch.

Die schriftliche Matura soll dagegen nach Angaben der "Zeit im Bild" nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit für die Maturanten an den Schulen ab 25. Mai stattfinden. Die Schüler sollen laut "SN" für die Bearbeitung mehr Zeit bekommen, damit zwischendurch gelüftet werden kann. Wer erst im Herbst maturieren möchte, kann dies außerdem ohne Entfall einer Antrittsmöglichkeit.

Bei den Berufsschülern sollen zunächst nur der theoretische Teil der Lehrabschlussprüfung abgenommen werden. Der praktische Teil findet dann erst im Spätsommer statt.

 19:32

Statt Shopping-Kunden bummelten Rehe in Parndorf

Wegen der Coronakrise ist derzeit der sonst pulsierende Kundenstrom auch in der Shoppingmetropole im burgenländischen Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) vorübergehend abgeebbt. Statt einkaufsfreudiger Touristen haben nun anscheinend Hirsche und Rehe die Gunst der Stunde genutzt und einen Bummel vorbei an den Geschäften genommen - nicht ohne einen Blick in die eine oder andere Auslage zu werfen.

 19:10

234 Erkrankte im Burgenland

Im Burgenland gibt es 234 an Covid-19 erkrankte Personen, um zwei mehr als am Montag, teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes am Dienstag (Stand: 18.00 Uhr) mit. Insgesamt sind bisher 67 Personen wieder genesen, das sind um sieben mehr als am Montag.

686 Menschen stehen im Burgenland derzeit unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Im Spital Oberpullendorf werden neun Erkrankte behandelt, davon werden drei intensivmedizinisch betreut. Eine positiv getestete Person wird in der Covid-19-Anstalt Bad Tatzmannsdorf betreut.

 19:06

Epidemiekurve in Italien beginnt zu sinken

In Italien ist am Dienstag die Zahl der Coronavirus-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um 604 auf insgesamt 17.127 gestiegen. Der Höhepunkt war am 26. März mit 969 Gestorbenen an einem Tag verzeichnet worden. Die Zahl der Infizierten kletterte um 880 Personen auf 94.067, das ist der niedrigste Anstieg von neuen Fällen seit Beginn der Pandemie am 20. Februar, teilte der Zivilschutz mit.

Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation lag bei 3.792 Personen. Am vierten Tag in Folge war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen rückgängig, was eine wichtige Entlastung für die Krankenhäuser bedeute, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli. 28.718 Covid-Patienten befanden sich noch in den italienischen Spitälern. Die Zahl der Genesenen kletterte auf 24.392.

 18:54

US-Senat will Paket um 200 Mrd. Dollar aufstocken

Das riesige US-Konjunkturpaket soll einem führenden Senator zufolge nochmals um 200 bis 250 Milliarden US-Dollar (185,34 bis 231,67 Mrd. Euro) aufgestockt werden. Die für kleinere und mittlere Unternehmen vorhergesehene Kreditsumme von rund 350 Milliarden Dollar müsse wegen großer Nachfrage rasch aufgestockt werden, erklärte der Republikaner Marco Rubio am Dienstag.

Die Kredite können bei Erfüllung bestimmter Bedingungen nach einer gewissen Zeit erlassen werden. Damit sollen in den Firmen möglichst viele Jobs erhalten bleiben.

 18:23

Pandapaar nutzte Parkschließung in Hongkong zur Paarung

Das Pandapaar Ying Ying und Le Le hat die ungewöhnliche Stille in einem Tierpark von Hongkong zur Paarung genutzt. Obwohl die beiden Tiere schon seit 2007 im Ocean Park leben und seit 2010 versucht wird, sie auf natürlichem Wege zur Fortpflanzung zu bewegen, brauchte es erst die Parkschließung aufgrund der Corona-Krise, um Ying Ying und Le Le in die richtige Stimmung zu versetzen.

Der Zoo veröffentlichte Fotos der beiden Pandas, auf dem sie sich umklammern und paaren, ohne dass zahlreiche Augenpaare und Kameras von Zoobesuchern auf sie gerichtet sind. Pandas gelten als ausgesprochene Sexmuffel, vor allem in Gefangenschaft. Doch in der diesjährigen Paarungszeit, die von März bis Mai dauert, entwickelten Le Le und Ying Ying plötzlich Interesse aneinander.

 18:02

Trump: WHO hat Kampf gegen Covid-19 "vermasselt"

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umgang mit dem Coronavirus Versagen und übermäßige China-Hörigkeit vorgeworfen. Die Organisation habe es "wirklich vermasselt", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Obwohl die USA einen großen Teil des WHO-Budgets zahlten, sei die Organisation zu sehr auf China ausgerichtet. "Wir werden uns das gut ansehen", schrieb er weiter. Die Empfehlung der WHO, die Grenzen nicht für Reisende aus China zu schließen, sei "falsch" gewesen. "Wieso gaben sie uns so eine falsche Empfehlung?", fragte Trump.

Im von Trump geschätzten konservativen Nachrichtensender Fox News kritisierten mehrere Experten zuletzt, dass die in Genf ansässige WHO im Bann Chinas stehe. Die Organisation hätte die Welt früher und drastischer warnen müssen, argumentierten sie. Zudem stieß ihnen übel auf, dass die WHO China wiederholt für den Umgang mit der eigenen Epidemie des neuartigen Coronavirus gelobt hatte.

 17:48

Anschober: Der Kurs stimmt weiter

Die Entwicklung der Zahlen bei den Covid-19-Erkrankungen gibt weiter Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Mit Stand Dienstagnachmittag (15.00 Uhr) gab es in Österreich 12.519 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung mit. Das bedeutete eine Zunahme von 2,56 Prozent zum Vortag.

In den vergangenen vier Tagen, jeweils Stand 15.00 Uhr, nahmen die Erkrankungsfälle in Österreich täglich im Durchschnitt um 2,41 Prozent zu. Die Tage bis zur Verdoppelung der Fallzahlen sind ebenfalls gestiegen: von etwa 3,7 Mitte März auf über 21 in den vergangenen sieben Tagen.

Den vierten Tag in Folge gab es mehr Neugenesene als Neuinfizierte: Mit Stand 10.30 Uhr war die Zahl der neuen Fälle laut den Daten des Innenministeriums um 314 gestiegen. Die Zahl der Neugenesenen stieg hingegen um 583.

 17:48

Bisher höchster Anstieg in New York - 731 neue Tote

Die Zahl der neuen Todesopfer in der Corona-Krise hat im Bundesstaat New York von Montag auf Dienstag einen weiteren Höchststand erreicht. In der Zeit seien 731 infizierte Menschen gestorben, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Insgesamt lag die Zahl der Toten in dem besonders heftig getroffenen Bundesstaat damit bei etwa 5.500.

In den Vortagen waren um die 600 Patienten gestorben. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten New Yorker bei über 138.000. Cuomo bekräftige erneut, dass der Höhepunkt der Krise in New York scheinbar erreicht sei. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten sei zuletzt nicht mehr stark angestiegen.

 17:25

Norwegen lockert Maßnahmen

Nach einer Reihe anderer Länder in Europa wagt auch Norwegen eine erste Lockerung seiner Corona-Maßnahmen. Kindergärten werden in dem skandinavischen Land am 20. April wieder geöffnet, sieben Tage später sollen dann die ersten bis vierten Klassenstufen von Schulen folgen, wie Ministerpräsidentin Erna Solberg am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte.

Ziel sei es, alle Schüler noch vor dem Sommer zurück in die Schulen zu bringen, ergänzte Bildungsministerin Guri Melby. Auch in ihren geliebten Hütten sollen die Norweger ab dem 20. April wieder übernachten dürfen. Wichtig sei der Regierung, dass ihr Land eine einheitliche, kontrollierte und allmähliche Strategie verfolge, sagte Solberg.

 13:22

Alltours beginnt mit Rückerstattung von Kundengeldern

Der deutsche Reiseveranstalter Alltours hat mit der Rückerstattung von Kundengeldern für Reisen begonnen, die wegen der Corona-Pandemie storniert wurden. Das gelte für alle Reisen aus dem Pauschal- und Individualprogramm des Konzerns mit Abreisedaten zwischen dem 17. März und dem 30. April 2020, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Wer per Lastschrift gezahlt habe, erhalte das Geld umgehend zurück. Die Rückerstattungen an Kunden, die den Reisepreis überwiesen hätten, würden in der Reihenfolge nach Abreisedatum, beginnend mit dem 17. März erfolgen, kündigte Alltours an. Gleiches gelte für Kunden, die mit Kreditkarte gezahlt hätten.

Die Verbraucherzentrale Hamburg beklagte unterdessen, viele Pauschalreiseanbieter und Fluggesellschaften hielten die Verbraucher zurzeit hin und leisteten kaum noch Rückzahlungen. Die Reisebranche spiele auf Zeit und hoffe, dass die deutsche Regierung die Rückzahlungspflicht durch ein Gutschein-Modell ersetzte, berichtete die Verbraucherschützerin Julia Rehberg. "Wir sehen den Vorstoß der Politik kritisch", betonte sie. "Pauschalreisende sollten zumindest die Wahl zwischen einem Gutschein mit staatlicher Insolvenzabsicherung und der Auszahlung ihres Geldes haben."

 13:14

Dunkelziffer bei Toten in Österreich derzeit unklar

Datenauswertungen in der Provinz Bergamo legen den Verdacht einer hohen Dunkelziffer bei Covid-19-Todesfällen in Italien nahe. Ob es auch in Österreich eine solche Dunkelziffer gibt, also dass Patienten dem Coronavirus ohne ärztliche Untersuchung zu Hause erliegen und damit nicht in die offizielle Statistik eingehen, darüber kann man derzeit noch keine seriöse Auskunft geben, so ein Experte.

"Zur Zeit lassen sich noch nicht wirklich allzu valide Aussagen über Veränderungen im Sterbegeschehen in Österreich aufgrund von Covid-19 treffen", erklärte Erich Striessnig vom Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auf Anfrage der APA. Bei den Gesamttodeszahlen würde sich bisher nicht viel zeigen. Das liege einerseits an der hierzulande bisher sehr geringen Anzahl an mit dem Virus assoziierten Todesfällen. Andererseits lasse sich aufgrund der Tatsache, dass Covid-19 größtenteils bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen tödlich endet, nicht sagen, ob diese Menschen nicht auch ohne das Virus gestorben wären. Wenn man aber die Veränderungen in wesentlich stärker von der Pandemie betroffenen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich oder Großbritannien beobachte, "kann man doch schlussfolgern, dass die frühzeitig getroffenen Quarantänemaßnahmen Österreich vor Schlimmerem bewahrt haben dürften".

Man könne natürlich nicht ausschließen, dass ein Todesfall aufgrund einer bereits bestehenden Vorerkrankung mit einer Covid-19 Infektion in Zusammenhang stehe. Dazu müssten flächendeckende Obduktionen durchgeführt werden, um die genaue Todesursache zweifelsfrei festzustellen. Die derzeit vom Sozialforschungsinstitut SORA durchgeführte Zufallsstichprobe werde helfen, zumindest für die Anzahl der Erkrankten die Dunkelziffer besser abschätzen zu können. Für die Todeszahlen werde sich das aber wohl erst im Nachhinein sagen lassen, verweist Striessnig auf die monatlich exakte Erfassung der Sterbefälle in allen europäischen Ländern. "Wenn es hier eine Erhöhung über die offiziell bestätigten Covid-19 Toten hinaus gibt, dann geht dies vermutlich auf die Dunkelziffer zurück", so der Demograph.

Er gibt auch zu bedenken, dass es durch die Quarantänemaßnahmen beispielsweise zu einer starken Reduktion des Straßenverkehrs gekommen sei, wodurch es auch weniger Verkehrsunfälle mit Todesfolge gebe. Das würde einen eventuellen Anstieg in den Todeszahlen aufgrund der Pandemie ebenfalls zumindest teilweise verschleiern. Dasselbe gelte auch für die verringerte Gefahr einer Ansteckung mit der gewöhnlichen Grippe. "Umso wichtiger ist es, dass der Wissenschaft möglichst bald der bestmögliche Zugang zu den vorhandenen Daten gewährt wird", so Striessnig.

 12:52

Forscher unterstützen Krisenstab mit Logistiksimulation

Eine Simulation der Transport- und Handelsströme in Österreich - ähnlich epidemiologischen Modellrechnungen - wollen Forscher von Fraunhofer Austria und der Technischen Universität (TU) Wien aufbauen. Damit könnten sie dem staatlichen Krisenstab in einigen Wochen wichtige Informationen zur Sicherheit der Grundversorgung in der Coronakrise liefern, wie es am Dienstag in einer Aussendung hieß.

Im Rahmen des Projekts "PRognosemodellE zur SIcherung der DaseinsvorsorgE" (PRESIDE) geht es den Forschern darum, "verschiedene Handelsunternehmen zu kontaktieren und in den Wochen darauf einen standardisierten Datenpool" zu erstellen. Gleichzeitig arbeiten Partner an den mathematischen Optimierungsmodellen. Schlussendlich sollen dann alle Informationen zu den Lieferketten, über die Waren in Geschäfte gelangen, sowie Daten über Warenmengen und Lagerkapazitäten gebündelt werden.

"Erst Berechnungen und Simulationen der Lieferketten versetzen uns in die Lage, Risiken in der Logistik zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung abzuleiten", so Fraunhofer Austria-Geschäftsführer Wilfried Sihn. So ließen sich dann etwa die Auswirkungen von Grenzschließungen, der Wegfallen von Arbeitskräften oder auch erhöhte Nachfragen bei gewissen Produkten vorwegnehmen. Bis dahin müssten allerdings die auf sehr unterschiedliche Weise vorliegenden Daten von Handels- und Logistikunternehmen verfügbar und verwertbar gemacht werden, heißt es.

 12:50

Kurios: Outlet-Center Parndorf von Rehen eingenommen

 12:28

Japan beschließt größtes Konjunkturpaket aller Zeiten

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt zu dämpfen, hat Japans Regierung ein Konjunkturpaket im Volumen von 108 Billionen Yen (919 Mrd. Euro) abgesegnet - das größte aller Zeiten. Damit sollen vor allem in Not geratene Familien und kleine Firmen geholfen werden.

Das Konjunkturpaket ist noch größer, als eines, das Japan während der globalen Finanzkrise 2008 geschnürt hatte. Dieses hatte damals ein Volumen von rund 57 Billionen Yen. Der Kabinettsbeschluss fiel am Dienstag zusammen mit der Ausrufung des Notstands für den Großraum Tokio sowie andere Provinzen angesichts steigender Infektionszahlen.

Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Schlussquartal 2019 auf das Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent gesunken, so stark wie seit dem Quartal April bis Juni 2014 nicht mehr. Grund war vor allem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr. Nun kommt noch die Coronakrise hinzu. Daher fürchten einige Analysten bereits, dass Japan in eine Rezession abgerutscht ist. Von einer Rezession spricht man, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge zurückgeht. Wegen der Pandemie wurden auch die ursprünglich für diesen Sommer in Tokio geplanten Olympischen Spiele kürzlich um ein Jahr verschoben.

Das Konjunkturpaket sieht unter anderem Barmittel in Höhe von 300.000 Yen für einkommensschwache Familien vor, deren Einkommen wegen der Coronavirus-Krise um mehr als die Hälfte geschrumpft ist. Haushalte mit Kindern bekommen einmalige Zahlungen von 10.000 Yen pro Kind. Weitere bis zu zwei Millionen Yen bekommen Inhaber kleiner Firmen sowie mittelgroßer Unternehmen, deren Umsätze eingebrochen sind.

Auch in der japanischen Großindustrie sorgt die Angst vor den Folgen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft erstmals seit Jahren für Pessimismus. Wie aus einer kürzlich veröffentlichten Quartalsumfrage ("Tankan") der Notenbank unter rund 10.000 Unternehmen des Landes hervorging, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen zum März erstmals seit sieben Jahren ins Negative, und zwar von Null auf minus 8. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten jetzt in der Mehrheit sind.

 12:26

Kärnten reserviert Kuranstalten für Pflegebedürftige

Das Land Kärnten hat bis Ende Juni 120 Plätze in Kuranstalten für Pflegebedürftige reserviert. Wie Sozialreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Dienstag nach der Sitzung der Kärntner Landesregierung sagte, sind die Plätze für Menschen vorgesehen, deren 24-Stunden-Betreuung wegen des Coronavirus nicht möglich ist, aber auch Infizierte, die Betreuung brauchen, können hier unterkommen.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) betonte am Dienstag erneut, dass Kärnten die am Montag verkündeten Maßnahmen der Bundesregierung mittragen werde: "Österreich ist innerhalb der EU eines der ersten Länder, das einen Zeitplan mit einer positiven Perspektive bieten kann." Insgesamt sind in Kärnten mit Stand Dienstag 333 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, was eine Zunahme von zehn Fällen bedeutet - im selben Zeitraum wurden allerdings zwölf Personen in Kärnten neu als genesen gemeldet.

 12:22

Spanien meldete wieder deutlichen Anstieg bei Toten

Im besonders hart von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien ist die Zahl der Todesfälle wieder deutlich angestiegen. Binnen eines Tages wurden 743 neue Corona-Tote gemeldet, wie das spanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zuvor hatten rückläufige Todeszahlen vier Tage in Folge die Hoffnung keimen lassen, dass Spanien das Schlimmste hinter sich habe.

Das Land hatte am Montag 637 Corona-Tote binnen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt sind in Spanien bisher bereits 13.798 Menschen mit oder an dem neuartigen Coronavirus gestorben.

Auch die Zahl der Neuinfektionen stieg in Spanien wieder schneller an - um 4,1 Prozent nach 3,3 Prozent am Vortag. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen lag nach den Zahlen des Gesundheitsministeriums nun bei 140.510. Experten des Ministeriums hatten bereits gewarnt, dass die Zahl der Todesfälle und Neuinfektionen vom Wochenende erst mit Verspätung gemeldet würden.

 12:21

Öffnung im Handel - Sozialministerium: 1. Mai wird kein Einkaufstag

Das Sozialministerium hat am Dienstag klargestellt, dass der 1. Mai trotz der für dieses Datum angekündigten weiteren Lockerung der Handels-Beschränkungen kein normaler Einkaufstag wird. Ein Sprecher von Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) versicherte auf APA-Anfrage am Dienstag, dass die bestehenden Feiertagsregeln nicht verändert werden sollen.

Die Regierung hatte am Montag angekündigt, kleinere Geschäfte bis 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Bau- und Gartenmärkte ab Dienstag nach Ostern wieder aufsperren zu lassen. Alle anderen Geschäfte sollen den Angaben zufolge ab 1. Mai wieder öffnen. Tatsächlich werden die meisten größeren Händler aber wohl am 2. Mai - einem Samstag - aufsperren. Denn der 1. Mai ist eine Feiertag - und dies wird laut Sozialministerium auch so bleiben.

 12:21

Coronavirus - Gut 90 Prozent der Arztpraxen geöffnet

Trotz der Corona-Krise funktioniert die Versorgung der Patienten mit allen anderen Krankheiten. Gut 90 Prozent der Ordinationen der niedergelassenen Ärzte sowie je nach Region zwischen 40 und 65 Prozent der Zahnarztpraxen haben derzeit geöffnet, teilten die Ärztekammern der APA mit.

Beide beklagen aber einen gravierenden Mangel an Schutzausrüstung für die Ärzte. Auch Patientenanwalt Gerald Bachinger berichtet von Kritik nur in Einzelfällen.

Der Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer, Johannes Steinhart, berichtete, dass derzeit 90 Prozent der Fachärzte und 92 Prozent der Allgemeinmediziner ihre Kassen-Ordinationen offen halten. Zugesperrt hätten aus Sicherheitsgründen vor allem Kollegen, die aufgrund ihres Alters oder einer Erkrankung selbst zu den Risikopatienten gehören. Er gesteht auch zu, dass vor allem bei den Fachärzten Routinekontrollen derzeit verschoben werden. Andererseits setzen viele Ärzte jetzt auf Telemedizin und beraten ihre Patienten nicht nur über Telefon, sondern auch über Internet und Video.

Ein großes Thema ist für den Ärztekammer-Vizepräsidenten der Mangel an Schutzausrüstung für die Mediziner. "Es fehlt hinten und vorne." Das bedeute für die Kollegen ein hohes Risiko. Und das gelte sowohl für die niedergelassenen Bereich als auch für die Spitalsärzte und auch für die Pfleger. Steinhart wünscht sich auch, dass die Patienten nicht nur im Supermarkt sondern auch beim Besuch in den Ordinationen Schutzmasken tragen müssen. Er verweist darauf, dass die Hygienemaßnahmen in den Praxen weiter verstärkt worden seien und man darauf achte, dass maximal zwei bis drei Patienten in den Wartezimmern sitzen.

"Vollkommen im Stich gelassen" fühlt sich die Zahnärztekammer in Sachen Schutzausrüstung. Weder das Gesundheitsministerium noch die Landessanitätsbehörden hätten bisher ihre Versprechen eingehalten, beklagte Pressereferent Claudius Ratschew. Für die Zahnärzte wären vor allem die sogenannten FFP3-Schutzmasken notwendig. In einigen Bundesländern hätten die Ärztekammern noch einige brauchbare Restbestände der Masken aus der Zeit der Vogelgrippe der damaligen Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bekommen, aber das sei nur "ein Tropfen auf dem heißen Stein". Auch von Seiten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) sei nichts passiert.

Die Zahnärzte versuchen trotzdem, die Versorgung der Patienten "so gut es geht aufrecht zu erhalten", versicherte Ratschew. Die Notfall- und Schmerzbehandlung sei auf jeden Fall gewährleistet. Dazu seien je nach Region zwischen 40 und 65 Prozent der Kassen-Ordinationen geöffnet. Wenn man mehr FFP3-Masken hätte, könnten auch mehr Praxen geöffnet sein. Ratschew fordert deshalb von den öffentlichen Stellen dringend Unterstützung.

"Verständnis für die schwierige Situation der Ärzte" äußerte auch der Sprecher der Patientenanwälte, Gerald Bachinger. Patienten hätten "nur in Einzelfällen" von Problemen berichtet oder Kritik geäußert. Wenn, dann betreffe das eher Wahlärzte, die keine Versorgungsverpflichtung haben, und nur selten Kassenärzte. Bachinger unterstützte die Ärzte auch in der Kritik an der mangelnden Schutzausrüstung. Und er lobte sie auch für ihre Angebote in Sachen Telemedizin. "Das kommt bei den Patienten gut an."

An den Dachverband der Sozialversicherungen richtet der Patientenanwalt einen Vorschlag. Dort sollte seiner Ansicht nach eine Hotline eingerichtet werden, wo sich vor allem chronisch Kranke, aber auch alle anderen Patienten, hinwenden könnten, um Unterstützung und Antworten zu bekommen.

 12:21

90.000 Bundesbedienstete arbeiten derzeit im Homeoffice

Zwei Drittel aller Bundesbediensteten, also rund 90.000 Personen, arbeiten wegen der Coronakrise derzeit von zuhause. Auch wenn die öffentliche Verwaltung im Krisenmanagement eine zentrale Rolle spiele, werde verstärkt auf Homeoffice gesetzt, teilte das Büro von Beamtenminister Werner Kogler (Grüne) am Dienstag mit. Der Vizekanzler appellierte auch an die Privatwirtschaft, das zu forcieren.

Sowohl die großen Bereiche Sicherheit und Bildung, die rund 75 Prozent des Personals ausmachen, sind nach wie vor im Einsatz - die meisten Lehrerinnen und Lehrer weitestgehend im Homeoffice. Auch in den ebenfalls großen Bereichen Finanzen und Justiz sei kein struktureller Arbeitsrückgang bemerkbar, hieß es in der Mitteilung. In der Finanz etwa würden Steuerstundungen für Unternehmen und ähnliche Maßnahmen abgewickelt, das geschehe im Homeoffice. In der Justiz werde vieles, das keinen Gerichtssaal brauche, aus dem Homeoffice erledigt - zum Beispiel Ausfertigungen und Bescheide. Viele Bundesbedienstete in der Personalverwaltung machen ihre Arbeit ebenfalls von zuhause.

Die Arbeit im Homeoffice funktioniere gut, hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Die ersten Erfahrungen würden außerdem zeigen, dass die Bevölkerung bei den angebotenen Serviceleistungen keinen oder kaum einen Unterschied bemerke.

Kogler hält Homeoffice und Telearbeit weiterhin für notwendig, um die Coronakrise einzudämmen. "Aufgrund der Maßnahmen und Empfehlungen der Bundesregierung und der aktiven Mithilfe aller in Österreich lebenden und arbeitenden Menschen sind wir derzeit im Vergleich zu anderen Ländern auf einem guten Weg", teilte er in einer Aussendung mit. "Damit dies so bleibt, gilt weiterhin die Empfehlung, wo immer es möglich ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Teleworking von zu Hause aus arbeiten zu lassen", appellierte er an die Arbeitgeber.

Homeoffice sei ein wirksames Mittel, um die physischen Kontakte und damit das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus so weit wie möglich zu reduzieren, ist Kogler überzeugt. Im Bundesdienst gelte der verbindliche Grundsatz, dass jene Bediensteten, die nicht zum unverzichtbaren Schlüsselpersonal in den Dienststellen und Schulen sowie zum Schutz der öffentlichen Sicherheit zählen, im Homeoffice arbeiten, teilte der Minister für öffentlichen Dienst mit. Gleichzeitig appellierte Kogler an die Verantwortlichen in der Privatwirtschaft, dem guten Beispiel zu folgen und die Mitarbeiter weiterhin von zu Hause aus arbeiten zu lassen, "wo immer das möglich ist".

 12:20

172 Menschen in Südtirol gestorben

In Südtirol ist am Dienstag die Zahl der Menschen, die mit oder an einer Covid 19-Erkrankung gestorben sind, auf 172 gestiegen. Am Vortag waren es noch 164. Insgesamt waren in der autonomen Provinz rund 1.792 Menschen mit dem Virus infiziert, in den Spitälern mussten 289 Patienten behandelt werden. 47 benötigten eine intensivmedizinische Betreuung, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit.

Neun Südtiroler wurden auf Intensivstationen außerhalb des Landes verlegt. Neben Österreich nahm auch Deutschland Patienten auf. In den Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebes waren 187 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert - dazu kamen noch zehn Basisärzte und zwei Basiskinderärzte, die sich ebenfalls angesteckt hatten.

Rund 9.302 Menschen wurden bisher in Südtirol getestet und 17.766 Abstriche untersucht. 290 Südtiroler galten wieder als geheilt.

 12:10

Ein weiterer Toter in Tirol

In Tirol ist die Zahl der mit oder an einer Covid 19-Erkrankung Verstorbenen auf mittlerweile 40 gestiegen. Montagabend verstarb ein positiv getesteter 87-jähriger Mann mit Vorerkrankungen aus dem Bezirk Imst, teilte das Land am Dienstag mit. Indes waren im Bundesland (exklusive der wieder Genesenen) 1.657 Personen infiziert.

Von Montagabend bis Dienstagvormittag lagen 40 neue Testungen vor. 22 Patienten waren wieder vollständig genesen - 1.260 waren es in Tirol bisher insgesamt. In Tirol wurden bereits über 25.163 Testungen durchgeführt. In Innsbruck und in Landeck, in den lange Zeit am meisten vom Coronavirus betroffenen Bezirken, überstieg die Anzahl der Genesenen unterdessen weiter jene der aktuell Infizierten.

 11:55

Polizei warnt: Mafia will aus Krise Profit schlagen

Der italienische Polizeichef Franco Gabrielli hat vor der Gefahr gewarnt, dass mafiöse Organisationen von der Coronavirus-Krise profitieren. "Die Experten im Dienste der Mafia sind schon an der Arbeit, um nach großen Profitgelegenheiten zu suchen", sagte Gabrielli in einem Dossier für die 194 Interpol-Mitgliedsstaaten.

Die Mafia habe schon seit längerer Zeit in lebenswichtigen Bereichen investiert, die nicht vom Produktionsstopp betroffen sind, wie Landwirtschaft, Lkw-Transport und Müllentsorgung. In den vergangen Jahrzehnten unterwanderten die Clans auch zunehmend den Dienstleistungssektor, etwa Kantinen, Reinigung und Desinfektion, Bestattungsunternehmen, Logistik für Öl und Lebensmittel. Sie seien in der Lage, Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigeren Preisen als legale Unternehmen anzubieten, die sich an alle Vorschriften in Sachen Umwelt und Arbeitsschutz halten.

Wegen der Krise und der darauffolgenden Liquiditätsengpässe könnte die Mafia Unternehmen in Schwierigkeiten mit Schwarzgeldern beliefern. "Die Kriminalität könnte die schwierige Phase nutzen, um in Unternehmen einzudringen und ihnen das notwendige Geld zum Produktionserhalt anzubieten. Oder sie könnten Geld zu Wucherpreisen anbieten. Damit können sie die Kontrolle vieler Unternehmen übernehmen, die bisher nicht von der Kriminalität unterwandert waren", berichtete Gabrielli.

Auch viele Familien in Not, Arbeitnehmer mit unsicheren Jobs oder Saisonarbeiter in Süditalien könnten sich in den Dienst der Mafia stellen. Die Clans würden schon heute Familien in Schwierigkeiten mit Lebensmitteln versorgen.

Gleichzeitig erschwert die Epidemie den Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Die Prozesse gegen hunderte Mafia-Angeklagte seien zum Stillstand gekommen, sagte Nicola Gratteri, Staatsanwalt in Kalabrien, der Heimat der mächtigen Mafiaorganisation 'Ndrangheta. Seit dem Auftreten des Coronavirus werden in Italien nur noch die dringendsten Prozesse weitergeführt. Alle Gerichtsverfahren sind bis zum 11. Mai stillgelegt.

 11:45

Einige folgen in Tirol Aufforderung zur Testung nicht

In Tirol kommen offenbar nicht alle der Aufforderung nach, sich testen zu lassen, nachdem sie sich bei der Gesundheitshotline wegen Coronavirus-Symptomen gemeldet hatten. Laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" (Dienstags-Ausgabe) sollen täglich "mehrere Dutzend" trotz Überweisung nicht die zugewiesene Screening-Station aufsuchen. Das Land sprach von Fällen im "einstelligen Prozentbereich".

Wenn ein Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht, werde von der Leitstelle Tirol gemeinsam mit dem Anrufer bestimmt, ob ein mobiles Screening-Team die Person zu Hause aufsucht oder ob sie selbstständig zu einer Screening-Station kommen soll. Eine SMS diene als Überweisung, mit der die Station besucht werden kann. An einem Tag im April hätten gar 40 Personen die Überweisung missachtet und seien nicht erschienen, hieß es.

Rund 8.000 Überweisungs-SMS seien bisher verschickt worden, so das Land. Wer die Aufforderung zur Testung ignoriere, müsse mit Verwaltungsstrafen und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, da das Coronavirus zu den meldepflichtigen Krankheiten zähle. Fehlende Befunde würden von der Landessanitätsdirektion aufgearbeitet und nachverfolgt.

 11:27

Land OÖ schnürte 580 Millionen Euro Corona-Hilfspaket

Das Land Oberösterreich hat ein 580-Mio-Euro Corona-Hilfspaket für Menschen und Betriebe geschnürt, das ergänzend zu finanziellen Unterstützungen des Bundes angelegt ist. Dafür sind laut Landehauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) 135 Millionen Euro "frisches und neues Geld" im Zuge eines Nachtragshaushalts nötig.

400 Millionen Euro sind für Bürgschaften und Landeshaftungen für Unternehmen reserviert. Für Sport- und Kulturvereine wurde ein Härtefonds von fünf Millionen Euro eingerichtet. Für Schutzmaterial für Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeberufe sind 80 Millionen Euro reserviert.

 11:23

Tennis-Saison könnte über November verlängert werden

Die Tennis-Saison könnte aufgrund der Coronavirus-Pandemie später enden als bisher geplant. Die ATP und WTA ziehen nämlich in Erwägung, die Saison über das ursprünglich im November vorgesehene Ende hinaus zu verlängern. Das bestätigten die Profiorganisationen der Nachrichtenagentur AP.

Derzeit ruht die Tennis-Tour, die wie kaum eine andere Sportart auf weltweises Reisen angewiesen ist, bis mindestens 13. Juli. Das prestigeträchtige Wimbledon-Turnier musste erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg abgesagt werden und wird nun erst 2021 wieder ausgetragen.

Die Macher der Australian Open bereiten sich unterdessen bereits für den Fall vor, dass auch im Jänner 2021 noch keine Normalität auf der Tennis-Tour eingekehrt ist. Wie Turnierchef Craig Tiley australischen Medien am Dienstag berichtete, wird auch der Notfall eines Grand-Slam-Turniers ohne Zuschauer geprüft. Auch auf die Möglichkeit, dass die Spieler vor dem Turnier in Quarantäne müssen, wolle sich das Turnier vorbereiten.

Die Organisatoren des von 25. Juli bis 1. August angesetzten Turniers in Kitzbühel treiben die Planungen noch programmgemäß voran. "Wir sind ready, wenn es geht. Wir wollen es natürlich veranstalten, die Spieler wollen spielen, aber es liegt nicht alleine in unserer Hand", sagte Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Eine Entscheidung der zuständigen ATP wird laut Antonitsch "Mitte Juni" erwartet. Dann werde man auch bezüglich eventueller Einschränkungen oder Vorgaben mehr wissen.

 11:17

Massiver Rückgang im deutschen Modehandel

Die Umsätze des Modehandels in den Einkaufsstraßen und Shoppingcentern in Deutschland sind im März aufgrund der Coronakrise gegenüber dem Vorjahresmonat um 60 Prozent eingebrochen. Das geht aus einer Branchenumfrage des Fachmagazins "Textilwirtschaft" im stationären Einzelhandel hervor.

Dabei machte sich nicht nur bemerkbar, dass im März aufgrund der angeordneten Ladenschließungen je nach Bundesland elf oder sogar zwölf Verkaufstage fehlten. Bereits in den ersten beiden Wochen des Monats lagen die Kundenfrequenzen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die Coronakrise traf den stationären Modehandel in einer ohnehin schwierigen Phase. Bereits im Jänner und Februar war die Umsatzentwicklung rückläufig. Allerdings waren die Einbußen mit minus 2 und minus 5 Prozent noch vergleichsweise überschaubar. Insgesamt summierten sich die Umsatzeinbußen im stationären Modehandel laut "Textilwirtschaft" im ersten Quartal auf 26 Prozent.

 11:03

Französischer Minister: Keine Lockerungen möglich

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hält eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie derzeit für noch nicht möglich. "Wir befinden uns immer noch in der Phase der Verschlechterung", sagte Véran am Dienstag dem Fernsehsender BFMTV. Zwar hätten Maßnahmen wie die strenge Ausgangssperre die Entwicklung abgebremst, die Pandemie halte aber weiter an.

Die Beschränkungen seien mehr denn je notwendig, da es immer mehr Kranke gebe, sagte der Minister. Verschiedene Möglichkeiten, die Beschränkungen aufzuheben, würden abgewogen, erklärte Véran. In Frankreich gilt seit mehr als drei Wochen eine strikte Ausgangssperre. Sie dauert noch bis mindestens 15. April.

Véran betonte, dass nun verstärkt Pflegekräfte in Altenheimen auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden sollten, um Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Véran hatte großflächige Tests in Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen am Montag angekündigt. Frankreich hat nach Angaben vom Montag seit dem 1. März 8911 Todesfälle in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus verzeichnet, darunter mindestens 2417 in Einrichtungen für alte Menschen.

 11:02

Schule und Unis - Psychologen erforschen Lernen in Corona-Zeiten

Ein Forschungsteam der Fakultät für Psychologie der Uni Wien erforscht derzeit das "Lernen unter Covid-19-Bedingungen". Dabei soll erhoben werden, wie Schüler und Studenten mit der derzeitigen Situation und dem Home-Learning zurechtkommen bzw. welche Herausforderungen damit verbunden sind, hieß es in einer Aussendung.

Seit Mitte März sind die Universitäten geschlossen und der reguläre Unterricht an Schulen ausgesetzt. Über 380.000 Studenten und 1,1 Million Schüler seien damit mehr oder weniger unvorbereitet auf Home-Learning umgestellt worden, so die Forscher um Christiane Spiel, Barbara Schober und Marko Lüftenegger in einer Aussendung. "Damit ist selbstorganisiertes Lernen und Studieren zur Notwendigkeit geworden."

Unter anderem soll erhoben werden, was gut und was nicht so gut funktioniert, welche Unterstützung beim Lernen daheim benötigt wird, welche Rolle Arbeitsplatz oder technische Ausstattung spielen und wie es Schülern und Studenten allgemein geht. Die Forscher setzen dabei auf eine möglichst zahlreiche Teilnahme - die entsprechenden Fragebögen können bis 24. April ausgefüllt werden. Darüber hinaus folgt ab 27. April eine zweite Phase, um herauszufinden, ob sich beim derzeitigen Home-Learning etwas geändert hat bzw. ob es leichter oder schwieriger wird.

 10:56

"Rote Nasen Clowndoctors" treten nun online in Aktion

Die "Rote Nasen Clowndoctors" setzen in der Coronavirus-Krise auf Online-Auftritte. Nach Bestehen der Organisation für 25 Jahre wird so ein neuer Weg beschritten, um kranken und leidenden Menschen zur Seite zu stehen. Über das "Booking-Tool" auf www.rotenasen.at/online werden laut Aussendung Kurz-Clips, Unterhaltungsgeschichten, eine Rätselrubrik und "Höhepunkte" von Live-Clown-Besuchen geboten.

Das Angebot gelte nicht nur für Patienten in Krankenhäusern. Die "Rote Nasen Clowndoctors" kommen online nach Terminvereinbarung via Homepage auch gerne in Wohn- und Kinderzimmer oder auch Home-Offices, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

 10:43

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus

Bisher gab es in Österreich 12.552 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 243 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 4.046 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.100 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 243 der Erkrankten auf Intensivstationen.

 10:42

Moderatorin Sonya Kraus hat Schwierigkeiten mit Corona-Homeschooling

Die deutsche Fernsehmoderatorin Sonya Kraus hat Schwierigkeiten mit dem Homeschooling ihrer beiden Söhne in der Coronakrise: "Ich habe zwischenzeitlich gedacht: Dann sollen sie eben das Jahr wiederholen, so geht es jedenfalls nicht weiter", sagte die 46-Jährige der "Bunten" über ihre Söhne im Alter von neun und sieben Jahren.

Karriereangst habe sie derzeit nicht, beteuerte sie. Sie könne dies locker sehen, sei ein alter Hase, es würden wieder bessere Zeiten kommen. "Ich habe mit 16 meine erste Steuererklärung abgegeben - mein Geld immer gut investiert, ich bin tiefenentspannt."

 10:42

Corona-Krise verstärkte Rückgang der Großhandelspreise im März

Die Corona-Pandemie hat im März den Rückgang der Großhandelspreise verstärkt, wie die Statistik Austria am Dienstag mitteilte. Die Coronavirus-Krise hat zu deutlichen Preisrückgängen bei Sprit und Mineralölen beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Großhandelspreise um 4,7 Prozent und damit deutlich stärker als im Februar mit minus 1,2 Prozent.

Stark gefallen sind im März im Jahresabstand die Preise für sonstige Mineralölerzeugnisse (minus 30,9 Prozent), für Altmaterial und Reststoffe (minus 18,1 Prozent) sowie Motorenbenzin inklusive Diesel (minus 17,7 Prozent). Preisrückgänge gab es unter anderem auch bei festen Brennstoffen (minus 8,5 Prozent), Eisen und Stahl (minus 7,0 Prozent) sowie Getreide, Saatgut und Futtermittel (minus 5,1 Prozent). Gestiegen sind etwa die Preise bei lebenden Tieren (plus 17,2 Prozent), Uhren und Schmuck (plus 11,3 Prozent), Zucker, Süßwaren und Backwaren (plus 4,7 Prozent) sowie sonstigen Nahrungsmitteln (plus 4,1 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat Februar sanken die Großhandelspreise im März um 3,2 Prozent. Rückgänge gab es unter anderem bei sonstigen Mineralölerzeugnissen (minus 23,0 Prozent), Motorenbenzin inklusive Diesel (minus 13,6 Prozent), Altmaterial und Reststoffe (minus 3,1 Prozent) sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln (minus 2,8 Prozent). Teurer wurden Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (plus 1,3 Prozent) sowie sonstige Nahrungsmittel (plus 1,1 Prozent).

 10:42

WhatsApp erschwert das Weiterleiten in der Krise

Der Chatdienst WhatsApp macht es in der Corona-Krise noch etwas umständlicher, Nachrichten weiterzuleiten. Das soll die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus bremsen. WhatsApp-Nachrichten, die bereits häufig verteilt wurden, können nur noch einzeln an einen Chat weitergeschickt werden, wie der zu Facebook gehörende Dienst am Dienstag mitteilte.

Bisher war das in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich. Die Nachrichten bei WhatsApp haben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - deshalb ist ihr Inhalt nur für die Nutzer im Klartext sichtbar, aber nicht für den Dienst selbst. Damit kann WhatsApp nicht direkt gegen Falschinformationen oder Hetzkampagnen vorgehen. Deshalb versucht die Firma, die Weiterverteilung von Nachrichten generell schwieriger zu machen. So werden bereits seit dem vergangenen Jahr häufig weitergeleitete Nachrichten markiert, und damals war auch die Beschränkung auf fünf Chats gleichzeitig beim Weiterschicken eingeführt worden.

In der Coronavirus-Krise wurde von WhatsApp-Nutzern unter anderem die falsche Behauptung über einen Zusammenhang mit dem 5G-Datenfunk verbreitet. Die Plattform richtete auch ein Informationszentrum mit Angaben unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation WHO ein.

 10:31

Ermittlungen nach Todesfällen in Mailänder Altersheim

In Italien wird wegen der Todesfälle in einem Seniorenheim ermittelt, in denen Hunderte Fälle von Covid-19-Infektionen gemeldet wurden. Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza entsendete Inspektoren in das Mailänder Pflegeheim "Pio Albergo Trivulzio", das mit 350 Patienten das größte Seniorenheim Italiens ist.

Vermutet wird, dass in der Einrichtung Covid-19-Fälle verheimlicht worden seien. Wenn das der Fall ist, wäre die Gesundheit von Patienten und Pflegepersonal gefährdet worden, geht aus einer Reportage der Tageszeitung "La Repubblica" hervor.

Nun wurde eine Untersuchung eingeleitet. Der Verdacht lautet auf Anschlag auf die öffentliche Gesundheit. Ermittelt wird gegen die Leiter der Einrichtung. 70 Senioren sind im März im 200 Jahre alten Mailänder Heim gestorben, in der ersten April-Woche starben weitere 30 Personen.

Die italienischen Grünen reichten eine Klage gegen die Region Lombardei ein. Diese habe zugelassen, dass Patienten mit geringen Covid-Symptomen in Abteilungen von Seniorenheimen behandelt werden. Dies habe zur Verbreitung der Krankheit in den lombardischen Altersheimen beigetragen. Der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera wies den Vorwurf zurück, die Lage in den Pensionistenheimen, in denen sich die Covid-Fälle vermehren, unterschätzt zu haben.

Die Lage in Italiens Pflegeheimen ist besorgniserregend. Experten bezeichneten diese Heime als "tickende Zeitbomben". Ein Drittel der 150 Bewohner eines Seniorenheims unweit der lombardischen Stadt Bergamo ist im Zeitraum eines Monats mit Covid-19 gestorben. 52 Todesopfer meldete das Seniorenheim "Sant' Andrea in Clusone" bei Bergamo. Besonders problematisch ist die Lage auch in einem Altersheim in Mediglia bei Mailand. Von 150 dort lebenden Senioren sind 62 der Krankheit erlegen.

 10:27

Umfragen: Aktuelle Bedrohung wird ernst genommen

Zwei repräsentative Umfragen von Ende März beschäftigen sich mit dem Leben in der Corona-Krise. Eine von Makam-Research unter 500 Personen von 15 bis 80 Jahren durchgeführte Erhebung zielt auf die aktuelle Situation in Österreich ab, eine von Integral vergleicht die Lage in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Hier wurden Personen von 18 bis 69 Jahren befragt, in Österreich exakt 972.

Einig ist man sich demnach in den drei Ländern, dass die Bedrohung durch Corona ernst zu nehmen ist. In Österreich und Deutschland bejahen das je 92 Prozent, in der Schweiz 93 Prozent. Stark mit positiven Folgen nach Corona wird für das Berufsleben bzw. für verstärktes Home-Office gerechnet. 85 Prozent der Österreicher, 81 Prozent der Schweizer und immerhin noch 66 Prozent der Deutschen erwarten in diesem Bereich Auswirkungen.

Auch bezüglich der Änderung des Umweltbewusstseins nach Ende der Krise stimmen die Deutschen mit 43 Prozent am wenigsten zu. In Österreich sind es hier 57, in der Schweiz 55 Prozent. Negative Folgeerscheinungen im Reiseverhalten sehen je 53 der Österreicher und Deutschen sowie 44 Prozent der Schweizer.

Letztlich wurde in dieser Umfrage die Krisenpolitik der jeweiligen Regierung bewertet. In Österreich und der Schweiz ist man da deutlich zufriedener als in Deutschland. So bewerten 81 Prozent der Österreicher die aktuellen Maßnahmen als sehr oder eher gut, bei den Schweizern sind es 70 Prozent, in Deutschland sind es nur 52 Prozent und damit etwa jeder Zweite.

In der Makam-Research-Umfrage gaben 30 Prozent der Österreicher und damit rund jeder Dritte an, trotz der derzeitigen Lage positiv gestimmt zu sein. Nur zehn Prozent sehen die Situation gänzlich negativ. Auf der zuversichtlicheren Seite sind vermehrt die Altersgruppen von 50 bis 59 Jahren sowie ab 70 Jahren, zudem Haushalte ohne Kinder unter 18 Jahren. Negative Gefühle ob der Pandemie-Situation haben demnach vor allem Personen unter 30 Jahren.

Jeder Fünfte berichtet von Hilflosigkeit, wobei mit den unter 40-Jährigen auch hier Jüngere mehr als Ältere betroffen sind. Gleichfalls Jüngere und rund jeder Fünfte fühlt sich einsam. Angst empfinden 18 Prozent der Österreicher, und zwar mehr die 30- bis 49-Jährigen sowie mehr Frauen als Männer. Dabei versuchen aber acht von zehn ruhig zu bleiben.

Etwa drei Viertel der Österreicher glauben laut der Umfrage, dass nach der Krise eine verstärkte Dankbarkeit für das, was wir haben, bestehen wird, dass Zeit für sich selbst und für die Familie an Stellenwert gewinnen wird. 70 Prozent erwarten einen verstärkten Fokus der Menschen auf das Schöne in der Natur und auf eine verstärkte Achtsamkeit der Menschen in Bezug auf Andere. Zwei Drittel glauben an eine Werteverschiebung in Richtung "weniger ist mehr".

 10:20

Markus Mair am Wort

Der Chef der Styria Media Group lobt die rasche Umstellung auf Digitalisierung. Um aus der Corona-Krise wieder "gut heraus zu kommen" wären Online-Marktplätze wie "Willhaben" oder "shöpping.at" von besonders großer Bedeutung. Es müsse ein größeres Augenmerk auf die kleineren Unternehmen gelegt werden.

 10:15

Post-Chef Pölzl: 70 Prozent Rückgang der Werbepost

Laut Post-Chef Georg Pölzl brach das Briefgeschäft mit Beginn des Coronavirus deutlich ein. Rund 70 Prozent weniger Werbepost (Reklame) ist das Ergebnis.

 10:11

Köstinger: Regionale Wirtschaft stärken

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger verweist während der Pressekonferenz auf die Webseite www.frischzumir.at – Hier können regionale Lebensmittel und Speisen bei Österreichs bäuerlichen Produzenten und Wirten direkt nach Hause bestellt werden. Interessierte Produzenten könnten sich auf der Seite registrieren und ihre Produkte online anbieten. Es muss somit auch in Krisenzeiten auf Regionalität verzichtet werden. Das Projekt erfreue sich großem Erfolg.

 10:10

Schulterschluss der kleinen & großen Unternehmen gefordert

"Kauft lokal. Das geht auch digital", lautete der Grundsatz von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Um einen wirtschaftlichen Aufschwung in Zeiten der Corona-Krise zu erleben benötige es einen wirtschaftlichen Schulterschluss zwischen den kleinen & großen österreichischen Unternehmen – Vor allem im E-Commerce.

 10:08

Pressekonferenz der Regierung

schramböck1.jpg © oe24.TV

 10:07

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Dienstag, 7. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 1.818 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 53. Eine Frau (79 Jahre) und acht Männer (59, 69, 69, 73, 75, 79, 82 bzw. 92 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

272 Personen sind gesundet und genesen.

Die Gesundheitshotline 1450 hat 1.661 Anrufe entgegengenommen. Informationen für die Bevölkerung erteilt auch die Service-Nummer der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter 0800 555 621.

 10:03

Florian Silbereisen auch in Coronazeiten offen für neue Beziehung

Moderator Florian Silbereisen zeigt sich trotz vieler Arbeit offen für eine neue Beziehung. "Liebe hat für mich nichts mit Zeit zu tun, und planen kann man sowieso nicht", sagte der 38-Jährige der "Bunten": "Flirten ist doch was Schönes - ich habe nicht vor, ins Kloster zu gehen." Er und seine Exfreundin Helene Fischer seien "beste Freunde" und tauschten sich regelmäßig aus, sagte Silbereisen.

In der Corona-Krise sieht der Moderator, Schlagersänger und Schauspieler seine Arbeit zwiespältig. "Als Unterhalter fühlt man sich zum einen völlig überflüssig - andererseits wird man gerade jetzt auch gebraucht", sagte er. Niemand wisse, wie die Welt danach aussehen werde. "Wir werden gemeinsam die Krise meistern und irgendwann wieder zusammen lachen und feiern", sagte Silbereisen.

 09:49

Finnland macht Grenze zu Schweden und Norwegen dicht

Finnland verschärft seine Grenzregeln gegenüber den beiden Nachbarländern Schweden und Norwegen. Erlaubt ist der Übertritt an diesen Grenzen nur noch für Gütertransporte und den "notwendigen Pendelverkehr" wie etwa Ärzte und Gesundheitspersonal. Die Maßnahme soll vorerst bis 13. Mai in Kraft sein.

Finnland eine nordeuropäischen Vergleich sehr strikte Corona-Politik. Gleichzeitig mit der Einführung der De-facto-Schließung der Außengrenze für den privaten Personenverkehr verlängerte die Regierung in Helsinki am Dienstag die bereits geltenden Reisebeschränkungen im Inland und führte eine allgemeine, 14-tägige Quarantänepflicht für alle einreisenden Personen ein. Bis Dienstag gab es in Finnland 2.308 bestätigte Corona-Fälle.

 09:48

Zwei weitere Tote in Spitälern in Niederösterreich

Die NÖ Landeskliniken-Holding hat am Dienstag zwei weitere Covid-19-Todesfälle in Krankenhäusern des Bundeslandes gemeldet. Eine 84-Jährige starb demnach in Amstetten, ein 88-Jähriger in Hollabrunn.

Beide Patienten litten laut Kliniken-Holding-Sprecher Jürgen Zahrl auch an Grunderkrankungen. Die Zahl der mit oder an einer Covid-19-Erkrankung in niederösterreichischen Spitälern Verstorbenen ist auf 38 gestiegen.

 09:20

Virologe Palese: Wir schaffen es, aber es dauert

Peter Palese, austro-amerikanischer Virologe und renommierter Influenzaforscher, ist angesichts der Fortschritte in der biomedizinischen Forschung und der "enormen Erfolge" bei der Bekämpfung von HIV, Hepatitis-C-, Masern- und Polioviren zuversichtlich für die Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. "Wir werden es schaffen. Aber es wird einige Zeit dauern", sagte er.

Auch bei der Entwicklung eines Impfstoffes hat Palese aufgrund der erfolgreichen Entwicklung anderer viraler Impfstoffe "keinen Zweifel daran", dass das machbar ist. "Tatsächlich sollte sogar ein bescheiden wirksamer Impfstoff das Gleichgewicht zum Überleben bei geimpften älteren und gefährdeten Personen verbessern", erklärte der Virologe in einem Interview auf der Homepage der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), deren Mitglied er ist.

Die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 liege daran, dass das Virus für den Menschen neu sei, "obwohl Coronaviren ziemlich häufig sind und wir alle mit dem einen oder anderen dieser Viren infiziert wurden". Dem aktuellen Coronavirus seien die Menschen aber noch nie ausgesetzt gewesen und hätten daher keine Immunität dagegen. Zudem seien ältere Jahrgänge normalerweise stärker betroffen als die jüngeren, wenn ein neuartiges Virus die menschliche Bevölkerung treffe, weil deren Immunsystem viel stärker geschwächt sei.

Eine der wichtigsten offenen Fragen ist für Palese, welchen Beitrag die verschiedenen Übertragungswege von SARS-CoV-2 zur Infektion anderer Menschen leisten. "Die Kenntnis des genauen Übertragungsmechanismus und die Entwicklung gezielter Methoden zur Reduzierung der Verbreitung würden unser Leben erheblich erleichtern."

Um zukünftige Epidemien oder Pandemien zu vermeiden, fordert Palese eine "rigorose Schließung" der offenen Wildtiermärkte in China, "dies würde die Häufigkeit wiederkehrender zoonotischer Infektionen, die zu Pandemien führen, drastisch reduzieren". Viele Virologen hätten China jahrzehntelang gebeten, diese offenen Märkte zu schließen, weil die Möglichkeit bestehe, dass Viren auf andere Spezies überspringen und so ihren Weg in den Menschen findet, so Palese, der das Influenzavirus H5N1, also die Vogelgrippe, als Beispiel für ein zoonotisches Virus nennt, das seinen Ursprung auf diesen Märkten hat.