Studien-Teilnehmer: So ging es mir nach der Corona-Impfung | Wie sich mRNA-Impfstoff anfühlt

Was der mRNA-Impfstoff mit dem Körper macht

Studien-Teilnehmer: ''So ging es mir nach der Corona-Impfung''

Ein Proband, der den mRNA-Impfstoff bereits erhielt, erzählt von seinen Erfahrungen damit.

Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna stehen kurz vor der Zulassung in der EU, in Großbritannien ist jenes Vakzin von Pfizer schon durch. Hier soll nächste Woche mit der Impfaktion gestartet werden. Ab Jänner soll dann auch in der EU und damit auch in Österreich der Impfstart erfolgen. Alle warten bereits gebannt auf die Dosen.

Die neuen Vakzine basieren auf einem neuen Verfahren. Sowohl bei Biontech/Pfizer als auch Moderna handelt es sich um einen neuartigen mRNA-Impfstoff. Dabei wird einem nicht etwa das Coronavirus gespritzt, um Antikörper zu bilden, sondern die für uns an sich ungefährlichen Spike-Proteine. Diese Proteine braucht das Virus, um in die Zelle einzudringen. Bei der Impfung wird nun also die RNA, also das Erbgut dieser Spike-Proteine, injiziert und aktiviert das Immunsystem Antikörper zu bilden. Dadurch wird man immun, ohne jemals mit dem Virus in Kontakt gekommen zu sein.

Proband schildert: So fühlt sich Corona-Impfung an

Einer der wenigen auf der Welt, die bereits wissen, wie sich diese Impfung anfühlt, ist Yasir Batalvi. Der 24-jährige College-Absolvent lebt in der Nähe der US-Stadt Boston und war einer der Probanden der Corona-Impfstudie. Er wollte durch seine Teilnahme einen kleinen Beitrag in der Coronakrise leisten, wie er gegenüber CNN erzählt. Aber wie fühlt sich die Impfung an? Die Impfung selbst ist zu Beginn wie eine Grippe-Impfung, schildert Batalvi. Noch am selben Abend wurde der Schmerz im Arm aber stärker. "Es war definitiv auszuhalten, aber ich konnte den Arm eben nicht allzu hoch heben. Aber ich verspürte keine sonstigen Nebenwirkungen", so der 24-Jährige. "Ich meine, es ist nur der eine Muskel im Arm. Das war's. Es beeinflusst nichts andere, man fühlt sich gut", erklärt er.

Um einen Immunschutz aufzubauen, braucht man ein paar Wochen später eine zweite Injektion. Bei Batalvi war diese aber anders. "Ich hatte ein paar eindeutige Symptome, nachdem ich die zweite Dosis bekam. Als ich im Krankenhaus war, ging es mir gut, aber der Abend war hart. Ich hatte leichtes Fieber, Erschöpfungssymptome und Schüttelfrost", so seine Schilderung gegenüber CNN. Am nächsten Morgen war er aber wieder fit. Er informierte die leitenden Ärzte der Studie über seine Symptome, allerdings beruhigten sie ihn prompt. Er müsse sich keine Sorgen machen.

Antikörper nach Moderna-Impfung über Monate nachweisbar

Die durch den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna ausgelöste Immunantwort ist mehrere Monate deutlich im Blut nachweisbar. Das zeigen Daten aus einer sogenannten Phase-I-Studie, die im "New England Journal of Medicine" ("NEJM") veröffentlicht wurden. Das Ergebnis könnte darauf hindeuten, dass die Moderna-Impfung über einen längeren Zeitraum Schutz gegen Covid-19 bietet. Ein Nachweis ist das aber nicht.

Der Impfstoff mit dem Namen "mRNA-1273 produzierte hohe Mengen an bindenden und neutralisierenden Antikörpern, die erwartungsgemäß mit der Zeit leicht abnahmen, aber bei allen Teilnehmern drei Monate nach der Auffrischungsimpfung weiterhin erhöht waren", schreiben Experten um Alicia T. Widge vom US-Nationalen Institut für Infektionskrankheiten (NIAID). "Diese Daten stimmen uns weiterhin optimistisch, dass das hohe Maß an Wirksamkeit, das kürzlich durch mRNA-1273 zur Verhinderung der COVID-19-Krankheit nachgewiesen wurde, dauerhaft sein wird", sagte Tal Zaks von Moderna laut einer Mitteilung.
 



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