Wien meldet plötzlich 13 Corona-Tote mehr

127 Menschen an Covid-19 verstorben

Wien meldet plötzlich 13 Corona-Tote mehr

Insgesamt sind in der Bundeshauptstadt nun schon 127 Menschen an Covid-19 verstorben.

Aktuell gibt es in Wien 2.435 Personen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das teilten die Landessanitätsdirektion und der medizinische Krisenstab der Stadt am Dienstag in einer Aussendung mit (Stand: 8.00 Uhr). Im 24-Stunden-Vergleich wurden 30 Neu-Erkrankungen verzeichnet. Einen Zahlensprung gab es bei den gemeldeten Todesfällen - nach 113 Montagfrüh waren es heute 127.
 
+++ Unten im Artikel finden Sie den LIVE-Ticker zum Nachlesen +++
 
In der Aussendung wurde auf den Zuwachs eingegangen: Grund für den auffälligen Anstieg ist, dass nunmehr 13 im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stehende Todesfälle zwischen Mitte März und Anfang April "nachgemeldet" worden seien. Verstorben waren Personen mit Vorerkrankungen im Alter von 68 bis 95 Jahren. Zuletzt erlag ein 88-jähriger Mann den Folgen des Virus, ebenfalls mit Vorerkrankungen. Was die Neu-Infektionen anbelangt, so sind in den vergangenen 24 Stunden 30 hinzu gekommen. Das bedeutet einen Anstieg von 1,25 Prozent. Aktuell an einer Erkrankung laborieren 527 Personen. Wieder gesund sind 1.781 Wiener.

Wien mit den meisten Todesfällen

Mit den nachgemeldeten Toten ist Wien nun auch das Bundesland mit den meisten Todesfällen. Dahinter liegen die Steiermark (111) und Tirol (101).
 

Wien hat auch die meisten aktuellen Fälle

Die Zahl der aktuell am SARS-Cov-2-Virus Erkrankten in Österreich ist am Dienstag auf 2.208 Personen gesunken. Der Rückgang im 24-Stunden-Vergleich beträgt somit 6.6 Prozent oder 155 Personen weniger (Stand 9.30 Uhr). 561 dieser Erkrankten werden in einem Spital behandelt, 136 davon auf einer Intensivstation.
 
Die diesbezügliche Spitze wurde am 8. April mit 267 gemeldeten Intensivpatienten erreicht. Bisher gab es in Österreich laut Innenministerium 15.357 positive Testergebnisse (plus 0,5 Prozent) auf das Coronavirus. 12.580 sind nach einer Infektion wieder genesen. 569 Personen sind österreichweit an den Folgen einer Erkrankung an Covid-19 verstorben, womit im 24-Stundenvergleich 20 neue Todesfälle dazu gekommen sind, der Großteil davon in Wien mit 14 Toten.
 
Die meisten aktiven Infektionen meldet Wien mir 527 Infektionen. Dahinter folgen die Steiermakr (507), Niederösterreich (396) und Tirol (315).

Reisen. Auch wenn die Pandemie noch lange nicht ausgestanden ist, die heimischen Erfolge werden international beachtet. Sie sind ein sehr wichtiger Faktor bei künftigen Grenzöffnungen, auf die besonders unsere Tourismusbranche hofft.

Gestern sagte der tschechische Außenminister Tomáš Petříček in der Finanzzeitung HN: "Wir wollten die Grenzen nach Österreich ab Juli für Touristen öffnen. Wenn die Situation positiv bleibt, geht es vielleicht sogar noch schneller."

 22:48

Das war's vom LIVETICKER

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellen Entwicklungen rund um das gefährliche Coronavirus. Vielen Dank an die Leser!

 22:37

IWF gewährt Nigeria Milliardenhilfe

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt Nigeria wegen der Coronakrise Nothilfe in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar (3,13 Milliarden Euro). Der westafrikanische Staat sei sowohl vom drastischen Verfall der Ölpreise als auch von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen, erklärte der IWF am Dienstag.

Die Unterstützung des Fonds solle helfen, Wirtschaft und Währung in Afrikas bevölkerungsreichstem Staat zu stabilisieren, hieß es weiter.

Der IWF unterstützt wegen der Coronavirus-Pandemie zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Finanzierung für Nigeria ist aber das bisher größte IWF-Hilfspaket für ein einzelnes Land.

Sobald die Krise überstanden sei, müsse Nigeria seinen Staatshaushalt wieder konsolidieren, um eine zu hohe Verschuldung zu vermeiden, mahnte der IWF. Nigeria ist Afrikas größte Volkswirtschaft - die Regierung ist jedoch sehr abhängig von Einnahmen aus Ölexporten.

Dutzende Länder haben wegen der Corona-Krise bereits Nothilfen oder Kredite beim in Washington ansässigen IWF beantragt. Dessen Gespräche über Finanzhilfen mit größeren Schwellenländern wie Ägypten und Südafrika laufen dem Vernehmen nach noch.

 22:00

US-Vize Pence verzichtete bei Klinikbesuch auf Maske

US-Vizepräsident Mike Pence hat ungeachtet einer entsprechenden Vorschrift bei einem Klinikbesuch in der Coronakrise keine Atemschutzmaske getragen. Auf Videos war zu sehen, wie Pence am Dienstag am Bett eines Patienten in dem Krankenhaus in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota stand. Alle Personen um ihn herum hatten Nase und Mund mit Masken bedeckt.

Die Mayo Clinic schrieb auf Twitter, Pence sei vor seiner Ankunft über die Richtlinie zum Tragen von Masken informiert worden. Wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Tweets wurde dieser wieder gelöscht. Seit Mitte April verlangt die Klinik von allen Patienten und Besuchern, eine Atemschutzmaske zu tragen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Vizepräsident Pence leitet die Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Die Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt seit Anfang April, dass im Kampf gegen das Coronavirus auch gesunde Menschen ohne Symptome Stoffmasken in der Öffentlichkeit tragen sollten. Dies gelte vor allem für Situationen, in denen es schwierig sei, stets genügend Distanz zu anderen Menschen zu halten. US-Präsident Donald Trump hatte im Anschluss an die Bekanntgabe der Empfehlung gesagt, die Maßnahme sei freiwillig und er habe sich dazu entschieden, keine Maske zu tragen.

 21:18

Nationalrat: Gutscheine für Sport und Kultur

Der Nationalrat hat mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und NEOS die Entschädigungen für ausgefallene Kultur- und Sportevents geregelt. Kern des Beschlusses: die Veranstalter werden im Regelfall nicht mehr als 180 Euro bezahlen müssen.

Konkret werden Summen bis 70 Euro und über 250 Euro in Gutscheinen abgegolten. Summen zwischen diesen beiden Werten (also maximal 180 Euro) muss von den Veranstaltern in Cash ausgezahlt werden. Bis Ende 2022 können die Gutscheine eingelöst werden. Passiert das nicht, können die Gutscheine in Geld umgewandelt werden.

Für die FPÖ ist diese Bestimmung empörend. Hier müssten Konsumenten den Veranstaltern einen Kredit einräumen - und das erzwungen, unverzinst und weder wert- noch insolvenzgesichert, ärgerte sich der freiheitliche Mandatar Volker Reifenberger.

Die SPÖ wiederum sträubte sich gegen Zustimmung, weil sie für Minderjährige und GIS-befreite Personen jedenfalls eine Auszahlung wollte. Dies wurde von der ÖVP mit Blick auf zusätzliche Bürokratie abgelehnt.

 20:22

Noch 240 Infizierte in Tirol, 105 Menschen verstorben

In Tirol ist die Zahl jener Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind, weiter gesunken. Mit Stand Dienstagabend waren noch 240 Menschen infiziert, 81 Menschen konnten in den vergangenen 24 Stunden wieder für gesund erklärt werden. Im selben Zeitraum kam es im Bundesland zu zehn Neuinfektionen. Insgesamt 105 Menschen starben mit oder an einer Covid-19-Erkrankung, teilte das Land mit.

Am Dienstag starben ein 75-jähriger und ein 83-jähriger Mann aus dem Bezirk Schwaz, beide litten an Vorerkrankungen. In Tirol wurden bisher 50.210 Tests durchgeführt, 1.467 Testergebnisse waren noch ausständig. 3.151 Menschen überstanden in Tirol die Erkrankung.

 19:56

Corona-Krise könnte Hunger in Ostafrika massiv steigern

Die Zahl der von Nahrungsmittelknappheit betroffenen Menschen in Ostafrika könnte sich aufgrund der Corona-Pandemie mehr als verdoppeln. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) erklärte am Dienstag, die Versorgung mit Lebensmitteln sei derzeit bereits für rund 20 Millionen Menschen gefährdet. Ihre Zahl könnte innerhalb von drei Monaten auf bis zu 43 Millionen ansteigen.

Betroffen sind demnach neun Länder in der Region, darunter Äthiopien, Ruanda und Uganda. Diese hätten bisher im Vergleich zu anderen Ländern der Welt zwar nur wenige Coronavirus-Infizierte registriert. Jedoch seien diese Staaten aufgrund schlechter Gesundheitssysteme und schwacher Wirtschaftsleistung besonders anfällig für die Auswirkungen der Pandemie, sagte WFP-Sprecherin Elisabeth Byrs.

Um Menschen in Afrika in den kommenden drei bis sechs Monaten zu unterstützen, benötigt das Welternährungsprogramm nach eigenen Angaben dringend mehr als 500 Millionen Dollar (rund 460 Millionen Euro). Byrs nannte die Pandemie eine "beispiellose Krise".

 19:19

76 an Covid-19-Erkrankte und 242 Gesundete im Burgenland

Im Burgenland sind derzeit (Stand: Dienstag, 18.00 Uhr) 76 Menschen an Covid-19 erkrankt. 242 Personen, um sechs mehr als am Montag, sind wieder genesen, teilte der Koordinationsstab Coronavirus unter Berufung auf das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der positiv Getesteten blieb mit 321 in den vergangenen 24 Stunden unverändert.

282 Personen stehen unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Ihre Zahl ist in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen: Am Dienstag vergangener Woche hatten sich noch 455 Menschen in Quarantäne befunden. Zwölf an Covid-19 erkrankte Personen sind aktuell im Burgenland in stationärer Behandlung, davon werden zwei Personen intensivmedizinisch behandelt.

 19:00

Zehnter Infektionsfall im Vatikan

Im Vatikan ist der zehnte Coronavirus-Infektionsfall gemeldet worden. Bei dem jüngsten Fall handle es sich um einen Vatikan-Mitarbeiter, der unter Heimisolierung gestellt wurde und unter Beobachtung steht, wie Vatikan-Pressesprecher Matteo Bruni am Dienstag berichtete.

Die Personen, mit denen der Betroffene im Vatikan in Verbindung gekommen ist, seien von der Positivität des Vatikan-Mitarbeiters informiert worden. Alle Personen wurden negativ getestet. Der Infizierte hatte im März einige Symptome gemeldet und hatte im Home Office unter Quarantäne weitergearbeitet.

 18:08

Italiens Privatschulen befürchten Schließung

Die Coronavirus-Epidemie belastet Italiens Privatschulen, die meisten davon katholisch, äußerst schwer. Nachdem die italienische Regierung eine Schließung aller Schulen ab 5. März bis September angekündigt hat, bangen Privatschulen, die auf die Schulgelder der Familien angewiesen sind, um ihre Zukunft. Ein Drittel davon könnte im September nicht mehr öffnen.

"Ohne Staatshilfen sind mehrere Schulen zur Schließung verurteilt, einige von ihnen werden bereits im Mai bankrott sein. Es gibt kein Geld mehr für die Zahlung der Lehrergehälter", warnten die Präsidenten der Verbände katholischer Schulen in Italien.

 17:49

Mögliches Medikament von Wiener Unternehmen in Italien

Ein experimenteller Wirkstoff - Solnatide - des Wiener Biotech-Unternehmens Apeptico ist am Dienstag auch in Italien für die Behandlung schwerkranker Covid-19 Patienten im Rahmen eines Compassionate Use-Programms zugelassen worden. Das gab das Unternehmen in einer Aussendung bekannt.

Solnatide könnte einen Effekt bei Patienten mit akutem Lungenversagen haben. Das Peptid soll die Dichtheit von Membranen im Lungengewebe wiederherstellen und so dem im Rahmen des akuten Krankheitsgeschehens (ARDS) auftretenden Lungenödem entgegen wirken. Eine große Studie zur Wirksamkeit liegt bisher nicht vor. Die weitere Entwicklung wird auch durch österreichische Forschungsgelder für Covid-19-Projekte unterstützt.

 17:49

Zwei weitere Todesfälle in Oberösterreich

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist in Oberösterreich auf 55 gestiegen. Am Dienstag wurden vom Krisenstab des Landes zwei neue gemeldet: Ein 86-jähriger Mann aus dem Bezirk Freistadt starb im Klinikum Freistadt, eine 73-jährige Frau aus dem Bezirk Gmunden im Salzkammergut Klinikum. Beide litten an Vorerkrankungen.

Die Zahl der aktiv Erkrankten sank von Montag auf Dienstag (Stand 13 Uhr) von 166 auf 156, die der Spitalpatienten auf Normalstationen von 55 auf 46. Jene der Intensivpatienten stieg allerdings von elf auf 14.

 17:49

Weiter keine Neuinfektionen in Vorarlberg

In Vorarlberg sind seit vergangenem Samstag keine neuen Coronavirus-Infektionen mehr registriert worden. Von 881 erkrankten Personen galten am Dienstagabend 786 wieder als genesen, damit sank die Zahl der Infizierten auf 80. Ebenfalls konstant blieb die Zahl der Covid-19-Todesopfer - in Vorarlberg sind bisher 15 Personen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Laut Dashboard des Landes Vorarlberg (Stand: 16.00 Uhr) wurden in Vorarlberg bis dato 10.811 Testungen durchgeführt. Die meisten Infizierten gab es mit 25 im Bezirk Bludenz, gefolgt vom Bezirk Dornbirn mit noch 21 Erkrankten. In den Bezirken Bregenz und Feldkirch waren 19 bzw. 13 Personen infiziert.

 17:48

Grüne sehen Stipendien-Forderung erfüllt

Der Kultursprecher der oö. Grünen, Severin Mayr, sieht in dem Härtefallfonds die Erfüllung seiner Forderung nach Arbeitsstipendien für Künstler, wenn auch unter einem anderen Namen. Das Land, das am Dienstag auf bestehende Stipendien aufmerksam gemacht hat, habe zwar keine weiteren geschaffen, das neue Instrument wende sich aber genau an jene Gruppen, für die es noch keine Arbeitsstipendien gebe.

 15:43

EU-Staaten wollen vorsichtige Lockerung der Kontrollen

Die EU-Staaten wollen die in der Coronakrise eingeführten Grenzkontrollen nur mit aller Vorsicht lockern. Man sei sich darüber einig gewesen, dass man beim Öffnen der europäischen Binnengrenzen ebenso behutsam vorgehen müsse wie bei einer möglichen Öffnung der EU-Außengrenzen, sagte der kroatische Innenminister Davor Bozinovic am Dienstag nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen.

Bozinovic, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, betonte, die 27 Länder wollten alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen in enger Abstimmung miteinander vornehmen, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden. "Die Einschränkungen werden nach und nach gelockert und zuerst in Feldern und Bereichen mit einem vergleichsweise geringen Risiko, was die Verbreitung des Virus angeht", sagte Bozinovic.

 15:42

Lehrervertreter erwarten "gewaltige Probleme" bei Betreuung

Ab 18. Mai soll an den Schulen schrittweise wieder der Betrieb aufgenommen werden. Um die Klassen zu verkleinern, wird im "Schichtbetrieb" unterrichtet. Bei Bedarf müssen aber zusätzlich auch jene Schüler betreut werden, die laut "Schichtbetrieb" nicht an der Schule sein sollten. Thomas Bulant von den Sozialdemokratischen LehrerInnen Österreich (SLÖ) erwartet sich dadurch "gewaltige Probleme".

 14:46

Maske und Mindestabstand in Apotheken

Die rund 1.400 österreichischen Apotheken haben in den vergangenen Wochen rund um das neue Coronavirus durchgehend Dienst versehen. Plexiglas-Verschalungen und Masken sorgten für mehr Sicherheit. Mund- und Nasenschutz sowie Abstandsregelungen bleiben erhalten, erklärte die Österreichische Apothekerkammer am Dienstag in einer Aussendung. Dies gelte auch bei Ende der Ausgangsbeschränkungen.

 14:45

Klagenfurter Strandbäder öffnen doch auch erst Ende Mai

Nach der Ankündigung des Bundes werden nun auch die Klagenfurter Strandbäder erst am 29. Mai und nicht schon Mitte des Monats öffnen. Das gab die Stadt am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Die Liegefläche des Strandbades soll außerdem um den angrenzenden Hundestrand und die Wiese im Norden erweitert werden, um mehr Platz zu haben und mehr Gäste einlassen zu können.

 13:50

Kaffeehaus-Kette "Aida" öffnet vorerst nur 14 Filialen

Die bekannte Wiener Kaffeehaus-Kette "Aida" wird mit dem 15. Mai den Betrieb schrittweise hochfahren. Plan ist, dass vorerst nur 14 der insgesamt 33 Filialen wieder aufsperren. Dabei handelt es sich um die flächenmäßig größeren Standorte wie am Stephansplatz oder auf der Mariahilfer Straße. Der Rest bleibt vorerst weiter geschlossen.

"Wir haben viele kleine Filialen, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können", begründete ein "Aida"-Sprecher der APA am Dienstag diese Maßnahme. Die Strategie des Unternehmens lautet nun, Schritt für Schritt aufzusperren - auch um zu schauen, wie das Angebot von der Bevölkerung angenommen wird.

Zunächst öffnen nur jene Standorte, die über eine große Lokalfläche bzw. einen Schanigarten verfügen. "Dann ziehen wir mit den anderen Filialen nach. Es kann auch sein, dass nur wenige Tage vergehen und dann alle aufsperren. Das wollen wir uns dann anschauen." Viele Menschen seien arbeitslos oder in Kurzarbeit, "da ist die Kaufkraft jetzt eine andere". Überdies würden vor allem die innerstädtischen Filialen von den Touristen leben - und die gebe es zur Zeit nicht.

 13:00

Bei Gottesdiensten nun doppelte Besucherzahl möglich

Die ab Mitte Mai geltenden Regeln für Gottesdienste werden offenbar etwas gelockert. Die pro Teilnehmer vorgesehene Mindestfläche soll nicht wie ursprünglich bei 20, sondern bei 10 Quadratmetern liegen. Insbesondere die orthodoxen Kirchen hatten mit der Obergrenze Probleme angemeldet, weil beispielsweise die Dreifaltigkeitskathedrale in der Wiener Innenstadt nur 15 Gläubigen Platz geboten hätte.

Die nun in einer Mitteilung des Bundeskanzleramts an die Parlamentsklubs angekündigte niedrigere Obergrenze würde also doppelt so viele Gottesdienstteilnehmer erlauben. In der Basilika Mariazell wären es beispielsweise 160 statt 80 Personen, im Wiener Stephansdom 300 statt 150. Die nun geplante 10-Quadratmeter-Regel gilt künftig auch für Kaufhäuser und für touristische Betriebe sowie Sehenswürdigkeiten.

 12:48

"Neusiedler See-Verordnung" läuft am 30. April aus

Jene Verordnung, die infolge der Coronakrise das Betreten von Seebädern im Burgenland limitiert, läuft am 30. April vorerst ersatzlos aus. Ab 1. Mai sei ein uneingeschränktes Betreten möglich, teilte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Dienstag in einer Aussendung mit. Aufgrund der sinkenden Infektionszahlen werde es vorerst keine neue Verordnung geben, so Doskozil.

Damit folge das Burgenland seiner Strategie der schrittweisen Lockerung von Beschränkungen. Die am 16. April kundgemachte, auch als "Neusiedler See-Verordnung" bezeichnete Vorschrift hatte das Betreten von Seebädern, Stegen, Seehütten und Hafenanlagen im Burgenland bis auf Ausnahmen verboten. Dass Menschen mit Wohnsitz in bis zu höchstens 15 Kilometern Entfernung vom Verbot ausgenommen wurden, hatte für Kritik gesorgt.

Er verlasse sich darauf, "dass die Besucherinnen und Besucher sich an das vom Bund vorgegebene ,Social Distancing' halten und verantwortungsvoll mit der Öffnung umgehen", betonte Doskozil. Das Land habe bisher alle Lockerungsschritte mit Sorgfalt und Bedacht gesetzt. Im Umgang damit sei jetzt das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen gefordert.

"Wir sind uns dessen bewusst, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist und es - abhängig von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Krise - durchaus möglich ist, dass wir den Zugang bei Bedarf wieder reglementieren müssen", so der Landeshauptmann. Die weiteren Maßnahmen im Burgenland würden je nach Entwicklung und unter Beobachtung der Schritte auf Bundesebene festgelegt.

 11:35

Kurz sprach mit Südkoreas Präsidenten Moon über Corona-Maßnahmen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstag in einem Telefonat mit Südkoreas Präsident Moon Jae-in über Maßnahmen gegen das Coronavirus gesprochen. Beide Staaten stehen seit Beginn der Pandemie im Austausch, zumal Südkorea bereits früh vom Coronavirus betroffen war und oft als Musterbeispiel bei der Reaktion auf den Ausbruch der Infektionskrankheit Covid-19 angeführt wird.

"Südkorea und Österreich haben jeweils bereits früh harte Maßnahmen gesetzt, um das Coronavirus einzudämmen und sind somit besser durch die Krise gekommen als andere. Wir haben daher heute darüber gesprochen, wie man die Wirtschaft wieder ankurbeln kann und gleichzeitig das Virus unter Kontrolle behalten kann", sagte Kurz laut einer Mitteilung des Bundeskanzleramts. Dies müsse "natürlich behutsam und mit der gebotenen Vorsicht erfolgen, um eine mögliche zweite Welle zu verhindern", betonte der Kanzler. Vor allem Gruppenbildungen gelte es zu vermeiden.

Zudem sei die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus entscheidend, vor allem im wissenschaftlichen Bereich bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen. "Wir werden weiterhin in einem intensiven Austausch bleiben zur Bekämpfung des Coronavirus", kündigte Kurz an.

 10:55

Mehr Kunden im Handel erlaubt - Eine Person pro 10m2 statt 20m2

Die Vorschriften im Handel werden etwas gelockert. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) kündigte am Dienstag an, dass in Geschäften die Regelung von 20 Quadratmetern pro Kunde auf 10 Quadratmeter gesenkt wird. Bisher galt für die Einhaltung des Sicherheitsabstandes in den Geschäften mit maximal 400 Quadratmetern Geschäftsfläche die Regel, pro Kunde 20m2 zu berechnen.

Vertreter des Handels appellierten zuletzt an die Regierung, diese Regelung zu lockern, da die Betriebe sonst nicht überlebensfähig seien. "Die 20-m2-Regelung pro Kunde wird kein Händler, Dienstleister oder Gastronom auf Dauer durchhalten; sie würde das Aus für viele Unternehmen und deren Arbeitsplätze bedeuten. Es zählt jeder Tag, mit dem dieser Kennwert deutlich reduziert wird", sagte etwa Christoph Andexlinger, Centermanager der SES Spar European Shopping Centers.

 10:55

Nationalrat: Neue Vorschriften für Demos

Die Corona-App wird ebenso wie die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nicht Bedingung für die Teilnahme an Veranstaltungen oder Demonstrationen sein. Das hat die Koalition am Dienstag mit einem Abänderungsantrag zur Epidemiengesetz-Novelle klar gestellt.

Veranstaltungen, die ein Zusammenströmen größerer Menschenmengen mit sich bringen, können gemäß dem Gesetz untersagt, an die Einhaltung bestimmter Voraussetzungen oder Auflagen gebunden oder auf bestimmte Personen- und Berufsgruppen eingeschränkt werden. Beispielhaft in den Erläuterungen zum neuen - der APA vorliegenden - Gesetzestext angeführt wird eine Beschränkung auf Mitglieder einer veranstaltenden Einrichtung, bestimmte Berufsgruppen wie etwa Spitzensportler.

Angeführt als mögliche Voraussetzungen werden Vorgaben zu Abstandsregeln, Verpflichtungen zum Tragen einer mechanischen Mund-Nasen-Schutzvorrichtung, eine Beschränkung der Teilnehmerzahl sowie Anforderungen an das Vorhandensein und die Nutzung von Sanitäreinrichtungen sowie Desinfektionsmitteln.

Ausgeschlossen als Kriterien werden neben der Verwendung von Contact-Tracing-Technologien ein Abstellen auf Corona-Risikogruppen, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Alter, Religion, Weltanschauung und sexuelle Orientierung.

 10:55

Laborchef in Wuhan: Coronavirus stammt nicht von uns

Das wiederholt als möglicher Ursprungsort für das Coronavirus verdächtigte Labor in der chinesischen Provinzhauptstadt Wuhan hat derartige Vorwürfe am Dienstag neuerlich zurückgewiesen. Solche "böswilligen" Behauptungen seien "aus der Luft gegriffen" und widersprächen allen verfügbaren Beweisen, erklärte Yuan Zhiming, der Leiter des Wuhan Institute of Virology (WIV).

US-Präsident Donald Trump hatte am 15. April betont, seine Regierung untersuche, ob das Coronavirus aus dem Labor in Wuhan stamme. "Das WIV hat weder die Absicht noch die Fähigkeit, ein neues Coronavirus zu entwerfen und zu konstruieren", betonte Yuan, der auch Direktor des nationalen Labors für biologische Sicherheit ist. "Darüber hinaus gibt es keine Informationen innerhalb des SARS-CoV-2-Genoms, die darauf hinweisen, dass es von Menschenhand hergestellt wurde", ergänzte der Professor in seiner Beantwortung von schriftlich eingereichten Fragen der Nachrichtenagentur Reuters.

 10:29

Schwimmbäder und Freizeitanlagen öffnen am 29. Mai

Analog zu Hotels dürfen auch Schwimmbäder und Freizeitanlagen ab 29. Mai wieder öffnen. Diesebezüglich werden derzeit Konzepte mit Betroffenen erarbeitet, "was bestimmte Regelungen und Auflagen betrifft", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Pressekonferenz am Dienstag. Risiken sollen im Voraus abgeklärt werden.

Dazu gehören auch Untersuchungen, ob über und durch das Wasser eine Übertragung des SARS-Cov-2-Virus möglich ist. Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen laufen am Donnerstag um Mitternacht aus. Am Freitag, 1. Mai, soll eine neue Verordnung in Kraft treten. Diese wird bis Ende Juni befristet. In dieser soll auch geregelt werden, dass künftig Versammlungen bis zu zehn Personen erlaubt sind.

Davon ausgenommen sind laut Anschober "Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz" (Demonstrationen). Diesbezüglich soll im Nationalrat eine eigene Regelung beschlossen werden, "wo Demonstrationen unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch möglich sein werden", sagte der Gesundheitsminister. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betonte, dass es Aufgabe der Polizei sei, Grundrechte zu schützen. Bei künftigen Demonstrationen sei der Ein-Meter-Sicherheitsabstand erforderlich. Veranstalter müssen garantieren, "dass Auflagen umgesetzt werden". Dazu zähle auch das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Denn bei Versammlungen sei das Infektionsrisiko enorm.

 10:17

Italiens Premier besuchte die Lombardei

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat am Montagabend erstmals seit Beginn der Coronavirus-Epidemie die Lombardei besucht, die am stärksten betroffene italienische Region. So führte er Gespräche in der Mailänder Präfektur, danach reiste er nach Bergamo und Brescia, wo besonders viele infizierte Menschen starben.

Conte hatte seit dem Ausbruch der Epidemie in Italien am 20. Februar noch nie die Lombardei besucht. "Meine Anwesenheit hier wäre nur ein Hindernis in der akutesten Phase des sanitären Notstands gewesen", erklärte der parteilose Regierungschef. Er rief die Italiener auf, sich auch in der am 4. Mai beginnenden "Phase 2" mit einer leichten Lockerung der Ausgangssperre an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten. "Wir dürfen nicht die Opfer dieser Monate zunichtemachen", mahnte der Premier.

 10:13

Hofburg Innsbruck öffnet wieder

Die Innsbrucker Hofburg soll ab 15. Mai wieder für Besucher geöffnet werden. Dies teilte die Burghauptmannschaft Österreich am Dienstag in einer Aussendung mit. Damit öffne eines der größten baukulturellen Denkmäler der Innsbrucker Innenstadt zum frühestmöglichen Zeitpunkt wieder seine Pforten, hieß es.

Aufgrund des Coronavirus werde es aber für den Besucherbetrieb in den barocken Prunkräumen, den kaiserlichen Appartements der Hofburg und der Dauerausstellung Maximilian I. zu Einschränkungen kommen. Seitens der Tiroler Landesmuseen hieß es, dass auch die Öffnung des benachbarten Volkskunstmuseums mit der Hofkirche schrittweise vorbereitet werde.

 09:16

27 weitere Covid-19-Erkrankungen in Niederösterreich

In Niederösterreich sind Dienstagfrüh 27 neue Covid-19-Erkankungen registriert worden. Die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten erhöhte sich damit nach Angaben des Sanitätsstabs auf 2.589. Insgesamt 2.101 Personen galten als genesen, das waren um 59 mehr als am Vortag. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben im Bundesland 92 Menschen. Durchgeführt wurden in Summe 28.534 Testungen.

 09:12

Köstinger: Hotel-Öffnung ab 29. Mai

Restaurants dürfen wie bereits angekündigt ab 15. Mai wieder aufsperren, Hotels sollen laut Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ab 29. Mai wieder öffnen. Für die Gastronomie gilt künftig, dass pro Tisch maximal vier Erwachsene plus die zugehörigen Kinder Platz nehmen dürfen. Die "Abstandsregel" gilt für die Gäste am Tisch nicht, das Personal muss aber Masken tragen.

Es gebe eine "große Sehnsucht" bei Bevölkerung und Unternehmen, "dass wir wieder zurückkommen zu einem durchwegs auch normalen Leben", sagte Köstinger. Die nun angekündigten Lockerungsschritte werde man im Abstand von zwei Wochen evaluieren. Der Fahrplan gebe den Unternehmen aber Planungssicherheit: "Die Betriebe können sich jetzt auf die Öffnung vorbereiten."

Die Öffnungszeiten für die Gastronomie bleiben wie zuletzt angekündigt bei 6:00 bis 23:00 Uhr.

 09:12

Anschober: "Abstandsregel" bleibt auch ab Mai 1

Die Regierung hat am Dienstag das Auslaufen der "Ausgangsbeschränkungen" ab 1. Mai angekündigt. Die zentrale Einschränkung, wonach in der Öffentlichkeit ein Meter Abstand zu anderen Personen gehalten werden muss, bleibt allerdings, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Pressekonferenz ankündigte. Außerdem sollen sich nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum versammeln.

Sachlicher Hintergrund der Lockerung ist laut Anschober ein Rückgang der Infektionszahlen. So sei die Reproduktionszahl zuletzt erstmals unter 0,6 gelegen (nämlich bei 0,59). "Der ganz große Blumenstrauß an die Bevölkerung, die das ermöglicht hat", so Anschober. Aber es komme weiterhin auf jeden einzelnen an: "Es ist leider noch nicht vorbei." Die Maßnahmen werden demnach evaluiert: "Wir können jederzeit Stopp sagen."

Wie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ergänzte, werden Veranstaltungen künftig bis zehn Personen möglich sein, bei Begräbnissen können bis zu 30 Personen anwesend sein. Dies soll vorerst bis Ende Juni befristet gelten.

Die Zehn-Personen-Grenze gilt übrigens nicht für Demonstrationen. Hier ist eine eigene Rechtsgrundlage geplant.

 06:31

Australien lockert Beschränkungen

In Australien lockern einige Bundesstaaten langsam die Coronavirus-Beschränkungen. Im Bundesstaat New South Wales (NSW), der fast die Hälfte der rund 6.700 Fälle von Covid-19 in Australien verzeichnet, dürfen ab Freitag bis zu zwei Erwachsene eine andere Person zu Hause besuchen. Auch Bondi Beach und zwei benachbarte Strände in Sydney sind wieder für die Anrainer geöffnet.

Die Regierung werde am 12. Mai einen Überblick über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus geben, zunächst seien auch keine weiteren Konjunkturpakete geplant, erklärte das Finanzministerium. Die Rate der lokalen Neuinfektionen hatte sich auf knapp ein Prozent pro Tag verlangsamt, vor einem Monat lag diese noch bei 25 Prozent. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 84 Todesfälle landesweit bestätigt.

 06:24

Menschen vermissen ihr Lokal aber nicht das Shopping

Die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie haben für unterschiedliche Branchen der Wirtschaft ganz unterschiedliche Auswirkungen. Die Österreicher vermissen die Gastronomie und freuen sich schon auf das Essen gehen, weniger wichtig ist ihnen das Shopping. Und die Lust auf den Sommerurlaub ist den meisten auch vergangen, zeigt eine aktuelle Befragung von 1.000 Österreichern.

Ein Viertel der Befragten gab in der Umfrage an, sie würden als Erstes nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ein Restaurant oder Lokal aufsuchen. Das liegt nach "Freunde treffen" und "Familie sehen" an dritter Stelle im Ranking der Quarantäne-Sehnsüchte und habe wohl auch damit zu tun, dass Lokale "Orte des sozialen Zusammentreffens" sind, sagt Dieter Scharitzer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts TQS Research & Consulting, das die Umfrage gemacht hat. "Man kann halt digital kein Bier trinken", merkt der Experte an.

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