Der Kampf gegen den

Datenschutz

Der Kampf gegen den "Gefällt mir"-Button

Datenschützer wollen den "Facebook-Knopf" auf externen Seiten stoppen.

Es gibt kaum eine Internet-Seite die ihn nicht eingebaut hat - den berühmten "Gefällt mir"- oder "Like"-Button von Facebook. Über 200 Millionen Homepages ermöglichen damit, ihren Lesern, dass sie ihren Facebook-Freunden auf einfache Weise mitteilen können, was ihnen gefällt.

Kampf gegen den Like-Button
Doch dem deutschen ULD (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz) ist der Knopf ein Dorn im Auge. Laut einer aktuellen Mitteilung sollten alle deutschen Internet-Seiten den Button entfernen. Darüber hinaus sollten sie auch ihre Fanpages schließen. Aufgrund der gemeinsamen Rechtslage treffen diese Forderungen auch auf heimische Anbieter zu. Denn der Knopf sorge dafür, dass sich das amerikanische Social Network durch die Datenweitergabe mit den zahlreichen Klicks auf den Button genaue User-Profile erstellen könne. Diese Vorgehensweise sei mit der aktuellen Rechtslage jedoch nicht zu vereinbaren. Facebook könne diese wertvollen Daten problemlos an Dritte (hauptsächlich Werbekunden) weiterverkaufen.

Nicht rechtskonforme Weitergabe
Diese Datenweitergabe entspricht aber nicht dem europäischen Datenschutzrecht. Bei uns muss jeder, über den Daten an amerikanische Unternehmen weitergegeben werden, über dieses Vorgehen informiert werden. Eine geheime Weitergabe ist laut Gesetz also nicht erlaubt. Die Betroffenen müssen zuerst zustimmen, erst dann ist eine Weiterleitung rechtens.

Laut eigenen Angaben wird das ULD an der Sache dran bleiben und ab September alle Homepage-Betreiber aus Deutschland, die den Button nicht deaktivieren, verklagen. Ähnliches gilt übrigens auch für den "+1"-Button von Google

Eigene Entscheidung
Abschließend ist aber klar festzuhalten, dass es keine Verpflichtung gibt, auf den "Gefällt mir"-Button zu klicken. Den Facebook-Nutzern ist es also ohnehin selbst überlassen, ob sie ihre Sympathie für ein Video, einen Bericht, etc. mit einem Klick auf den Knopf zum Ausdruck bringen wollen, oder nicht. Wer es nicht macht, gibt auch keine Daten weiter.

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