Note-7-Debakel: Erste Sammelklage

Schock für Samsung

Note-7-Debakel: Erste Sammelklage

Hunderte Kunden fordern Entschädigung für Querelen rund um Rückruf.

Im Debakel um das explosionsgefährdete Smartphone Galaxy Note 7 sieht sich der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung in seiner Heimat einer Sammelklage von Verbrauchern gegenüber. Jeden Tag meldeten sich rund hundert Käufer des Geräts in seiner Kanzlei, sagte der Anwalt Peter Koh von Harvest Law am Dienstag. Im Namen von 527 Samsung-Kunden sei bereits Klage eingereicht worden. Für den Smartphone-Weltmarktführer dürfte die Klage ein echter Schock sein, hat das Unternehmen doch erst am Tag davor ein großzügiges Austauschprogramm angekündigt.

Koh rechnete damit, letztlich noch 3.000 weitere Kunden zu vertreten. In der Sammelklage fordert Harvest Law für jeden Kunden 500.000 Won (405 Euro) Entschädigung plus Zinsen. Die Forderung erscheint zusammengenommen relativ gering. Allerdings schadet die Klage dem Ruf von Samsung weiter.

Erhöhter Aufwand für die Kunden

Die Käufer des Geräts seien durch den Rückruf des Smartphones "klar" betroffen gewesen, argumentiert Koh. Sie seien gezwungen gewesen, sich mehrmals an die Läden zu wenden, in denen sie das Galaxy Note 7 gekauft hatten. Zudem hätten sie sich andere Smartphones leihen oder kaufen müssen, als das Samsung-Gerät im internationalen Flugverkehr verboten wurde. In den USA ist bereits eine ähnliche Klage anhängig.

Samsung hat inzwischen die Produktion des Galaxy Note 7 komplett eingestellt, da auch die Austauschmodelle explosionsgefährdet waren. Das Fiasko belastet das Unternehmen stark und hat auch Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Südkorea.

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