Google-Autos messen Luftverschmutzung

Bei Kamera-Fahrten

Google-Autos messen Luftverschmutzung

Seit dem Vorjahr sind Googles Kamera-Autos auch in Österreich (Bild oben) wieder unterwegs, um Aufnahmen für den beliebten Kartendienst Street View zu erstellen. In Amsterdam erfüllen die Fahrzeuge künftig noch eine weitere Aufgabe. Konkret messen die Kamera-Wagen von Google ein Jahr lang die Luftverschmutzung in der niederländischen Hauptstadt. In dem Zeitraum sollen alle Straßen mehrfach abgefahren werden, um einen Durchschnittswert der Luftverschmutzung ermitteln zu können, teilte die für das Projekt zuständige Universität Utrecht mit.

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Spezielle Technik ermögliche detaillierte Analyse

"Bisher wird die Luftqualität nur an einer Reihe stationärer Messstellen erfasst, also wird dies einen Haufen neuer Daten liefern", sagte Umweltepidemiologe Prof. Roel Vermeulen. Die beiden Kamerafahrzeuge des Internet-Konzerns, die ohnehin für neue Aufnahmen für Street View unterwegs sind, sollen mit spezieller Messtechnik ausgestattet die Belastung mit Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ruß messen. Die bis auf einzelne Straßenzüge heruntergebrochenen Informationen zur Schadstoffbelastung könnten Stadtplanern helfen, Bereiche mit einer schlechten Luftqualität zu lokalisieren und dort Verbesserungen anzustoßen, teilte die Universität mit. Die lokalen Daten sollen auch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

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Gesundheitlicher Aspekt

Wie Vermeulen der Zeitung "Het Parool" sagte, könnten Menschen dank der Daten bei ihren täglichen Wegen mit dem Fahrrad Bereiche mit hoher Luftverschmutzung meiden oder Ort und Zeitpunkt einer Joggingrunde darauf abstellen. Anders als die rund um die Uhr laufenden stationären Messstellen liefere das Google-Auto zwar nur Momentaufnahmen. Diese könnten aber möglicherweise Hinweise auf bisher unberücksichtigte lokale Quellen der Luftverschmutzung geben, sagte der Forscher der Zeitung. Umweltmessungen mit den Kamera-Autos gab es demnach schon in Kopenhagen und im kanadischen Oakland.
 
 
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