26. September 2018 08:47
Technik geklaut und verraten?
Mega-Vorwurf gegen Apple wegen iPhone
US-Konzern soll vertrauliche Technik-Infos an Konkurrenten weitergegeben haben.
Mega-Vorwurf gegen Apple wegen iPhone
© oe24

Qualcomm erhebt in seinem weltweiten Dauerstreit mit Apple, der zuletzt vor allem in Deutschland für Aufsehen sorgte, neue Vorwürfe gegen den iPhone-Konzern. In einer jetzt aktualisierten Klage in Kalifornien heißt es, Apple habe vertrauliche Informationen des Chip-Spezialisten wie etwa Software-Code an den Konkurrenten Intel weitergegeben. Kommunikations-Chips von Intel haben in neueren iPhones inmitten des Streits entsprechende Technik von Qualcomm ersetzt.

Qualcomms Chefjurist Don Rosenberg sagte dem US-Sender CNBC, Intel habe dank der Geschäftsgeheimnisse in dem Bereich aufholen können. Der Vorwurf einer Weitergabe von internen Firmengeheimnissen eines Zulieferers an einen direkten Gegner wiegt natürlich immens schwer. Apple kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.

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Lizenzgebühren als Auslöser

Die beiden Unternehmen sind bereits seit über einem Jahr in einen eskalierenden Konflikt verwickelt. Dieser begann mit einem Streit darüber, wie hoch Zahlungen für die Verwendung von Technologien sein sollten. Apple weigerte sich, an Qualcomm einen Prozentsatz vom iPhone-Preis zu bezahlen - mit der Begründung, dass es vor allem hauseigene Technologien seien, durch die die Nutzer bereit seien, viel Geld für die Telefone zu bezahlen. Qualcomm konterte, das sei die gängige Vorgehensweise bei Gebühren für Patentlizenzen.

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Gegenseitig mit Klagen eingedeckt

Inzwischen werfen sich die Unternehmen auch gegenseitig vor, diverse Patente zu verletzen. Mehrere Verfahren laufen aktuell in Mannheim und München. Qualcomm strebt dort Verkaufsverbote für iPhones an. Der Konflikt setzt Qualcomm auch finanziell unter Druck, weil Milliardenzahlungen von Apples Auftragsfertigern ausbleiben.

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