Apple macht ältere iPhones langsamer

Per iOS-Update / Auch iPhone 7

Apple macht ältere iPhones langsamer

Schon seit Jahren halten sich Gerüchte, laut denen Apple ältere iPhones per Software-Update bewusst langsamer mache. Bisher wurde vermutet, dass der Konzern damit die Kunden zum Kauf neuer iPhones bewegen möchte. Nun scheinen sich die Gerüchte über eine absichtliche Drosselung zu bestätigen. Als Grund wird jedoch ein anderer genannt.

Leistung auf 40 Prozent gedrosselt

Tester von Geekbench haben nun verschiedene iPhone 6s und iPhone 7 getestet, auf denen unterschiedliche iOS-Versionen installiert waren. Dabei fanden sie heraus, dass keines der Smartphones eine Performance ablieferte, die für das neue iPhone 6s und iPhone 7 eigentlich üblich ist. Einige Geräte kamen im Benchmarktest sogar nur auf 40 Prozent der ursprünglichen Punktezahl. Das sorgte wiederum dafür, dass die Tester auf Ursachenforschung gingen.

>>>Nachlesen: Schwerer iPhone-X-Fehler schockt Apple

iOS-Update als Auslöser

Dabei entdeckten sie, dass die schwache Leistung mit iOS zusammenhängt. Wie berichtet, startete Apple beim iPhone 6s ein Akku-Austauschprogramm. Zuvor hatten sich viele Besitzer über die schlechte Laufzeit beklagt. Darüber hinaus veröffentliche Apple damals das iOS-Update 10.2.1, das die Akku-Probleme beim iPhone 6/6s beheben soll. Laut Geekbench ist das aber nicht der Fall. Das aktualisierte Betriebssystem verbessere die schlechte Akkuleistung keinesfalls, es reduziere lediglich die Geräte-Performance. So laufen die iPhones zwar länger, bieten aber nur mehr 40 % ihrer ursprünglichen Leistung. Beim iPhone 7 kommt es laut den Testern seit iOS 11.2 zur bewussten Drosselung (um den Akku zu schonen).

"Angeschlagene" Akkus

Kein Wunder, dass viele Besitzer älterer iPhones über die nachlassende Performance klagen. Apple hat sich zu den Vorwürfen und Testergebnissen von Geekbench noch nicht geäußert. Nutzer werden auf die Antwort aber sicher gespannt sein.

Betroffen sind demnach alle Geräte, bei denen die Akkuleistung schwächer wird. Wer sich jetzt ein neues iPhone 7 kauft, bekommt also die Performance, die das Smartphone maximal bietet. Erst wenn der Akku nachlässt, wendet Apple den "Drossel-Trick" an.

>>>Nachlesen: Apple tauscht Akku beim iPhone 6s aus

Update (21.12; 12:30h): Apple hat auf Vorwürfe reagiert

Nun hat Apple auf den Geekbench-Test reagiert. Die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf "geglättet", erklärte der Konzern in einer Aussendung. Apple bestritt nicht die Messwerte. Der Konzern machte in seiner Erklärung zugleich keine Angaben dazu, was genau die Maßnahmen zur Verwaltung des Stromverbrauchs sind. "Bei Kälte, niedriger Batterieladung oder im Laufe der Zeit sind Lithium-Ionen-Batterien immer weniger in der Lage, Spitzenstrombelastungen zu liefern, was dazu führen kann, dass das Gerät unerwartet heruntergefahren wird, um seine elektronischen Komponenten zu schützen", erklärte Apple.


 

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