Das iPhone ist alles andere als tot

Weiterhin ein Kassenschlager

Das iPhone ist alles andere als tot

Boomende Geschäfte und noch einmal 100 Mrd. Dollar (rund 83 Mrd. Euro) für die Aktionäre: Apple hat mit seiner aktuellen Quartalsbilanz abermals für gute Stimmung gesorgt. Obwohl die Nachfrage nach Smartphones weltweit sinkt, verkaufte der US-Konzern von Jänner bis März 52,2 Millionen iPhones - um drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Und das, obwohl einige Analysten im Vorfeld der Bilanzpräsentation das Apple-Smartphone bereits für tot erklärt haben. Der Gewinn kletterte deutlich.

Das alles beruhigte Investoren, die sich seit einiger Zeit Sorgen machen, dass Apple inzwischen zu abhängig vom iPhone sein könnte. Die Anleger können sich nun über ein neues Aktienrückkaufprogramm freuen, wie der wertvollste Technologiekonzern der Welt mitteilte. Die in Frankfurt notierte Apple-Aktie stieg am Mittwoch fast sechs Prozent.

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Rätseln um das iPhone X

Das iPhone stand zuletzt für mehr als zwei Drittel des Umsatzes, der von Jänner bis März um 16 Prozent auf 61,1 Mrd. Dollar zulegte. Erst im November hatte Apple zum zehnjährigen iPhone-Geburtstag ein neues Vorzeigemodell in den Handel gebracht, das offiziell ab 1.149 Euro zu haben ist - bei Onine-Händlern wird das iPhone X aber schon unter 1.000 Euro verkauft. Vorstandschef Tim Cook warnte vor überzogenen Erwartungen: "Wenn ein Team den Super Bowl (Finale im American Football) gewinnt, wünscht man sich vielleicht auch, dass es mehr Punkte bekommen hätte. Aber es ist Super-Bowl-Gewinner und so fühlen wir uns auch." Der Überschuss kletterte im zweiten Geschäftsquartal um rund ein Viertel auf etwa 13,8 Mrd. Dollar. Wie groß der Anteil des iPhone X daran ist, hat der US-Konzern nicht verraten. Zuletzt mehrten sich Gerüchte, dass die Nachfrage nach dem Flaggschiff stark zurückgegangen ist und vor allem das iPhone 8 und das iPhone 7 für die guten Verkaufszahlen verantwortlich ist. In Kürze soll das iPhone SE 2 vorgestellt werden, mit dem Apple wieder preisbewusste Kunden ansprechen will.

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Eigene Filme und Serien

Vor allem in Dienstleistungen rund um den App- und iTunes-Store sowie den Musik-Streaming-Dienst Apple Music und das Cloud-Angebot setzt der Konzern große Hoffnungen. Die Umsätze in dieser Sparte lagen mit 9,1 Mrd. Dollar über den Erwartungen. Künftig will die Firma, die mit Mac-Computern groß geworden ist, ähnlich wie Amazon und Netflix auch eigene Inhalte wie Fernsehserien produzieren, um Kunden anzulocken. Für diese Offensive gegen die Streaming-Platzhirschen wird jetzt viel Geld in die Hand genommen.

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Apple schwimmt im Geld

Die Quartalsdividende steigt um 16 Prozent. Aber damit nicht genug: Von August 2012 bis März 2018 ließ Apple insgesamt 275 Mrd. Dollar - in etwa das Bruttoinlandsprodukt von Chile - an seine Anleger über ein Aktienrückkaufprogramm zurückfließen. Das wird auch als Zeichen gewertet, dass der Konzern einen Großteil seines im Ausland lagernden Vermögens zurückholen will. Nach der US-Steuerreform sind darauf geringere Abgaben als zuvor nötig.

Nun kündigte die Firma aus Cupertino ein neues Rückkaufprogramm im Umfang von 100 Mrd. Dollar an. Das entspricht mehr als der Marktkapitalisierung von Siemens. "Wir geben das Geld wie versprochen den Investoren zurück", sagte Finanzchef Luca Maestri der Nachrichtenagentur Reuters. Nicht allen Analysten ist das recht. Einige fordern, mehr Geld in die Entwicklung neuer Produkte zu stecken, um sich breiter aufzustellen und nicht alles für die Aktienpflege aufzuwenden. Andere schlagen vor, über strategische Zukäufe nachzudenken.

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Positiver Ausblick und Erleichterung bei Zulieferern

Für das laufende Quartal erwartet Apple Erlöse zwischen 51,5 und 53,5 Mrd. Dollar und damit deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, als es zu 45,4 Mrd. Dollar reichte. Wie gut die Geschäfte am Ende laufen, dürfte auch von der Entwicklung des US-Handelsstreits mit China abhängen. Die Volksrepublik wird für Apple als Markt immer wichtiger. Finanzchef Maestri sagte: "Wir glauben, dass Zölle letztlich Steuern für den Verbraucher sind."

Erleichterung über den iPhone-Absatz und den positiven Ausblick auf das laufende Vierteljahr war auch bei Zulieferern zu spüren. Die zuletzt gebeutelten Papiere des Chip-Entwicklers Dialog Semiconductor sprangen um mehr als acht Prozent in die Höhe. Ähnlich stark legte die österreichische Chip- und Sensorfirma ams zu. Im Sog stiegen auch die Anteilsscheine von Infineon und ASML.

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Diashow iPhone X im großen Test

iPhone X im oe24-Test

Nach drei Jahren gibt es wieder ein iPhone mit einem völlig neuen Design. Das Display nimmt fast die gesamte Frontseite ein.

iPhone X im oe24-Test

Die Rückseite besteht aus Glas. Materialqualität und Verarbeitung sind über jeden Zweifel erhaben.

iPhone X im oe24-Test

Seit dem iPhone 7 gibt es bei Apple-Smartphones keinen Klinkenstecker mehr. Hier macht auch das iPhone X keine Ausnahme.

iPhone X im oe24-Test

Obwohl das 5,8 Zoll Display größer als jenes des iPhone 8 Plus ist, liegt das iPhone X hervorragend an der Hand. Kein Wunder, schließlich ist das Gerät kaum größer als das iPhone 8 mit 4,7 Zoll Display.

iPhone X im oe24-Test

Das Dual-Kamerasystem ist vertikal angeordnet. Beim iPhone 8 Plus verbaut es Apple horizontal.

iPhone X im oe24-Test

An der Darstellungsqualität des Displays gibt es rein gar nichts auszusetzen. Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbanzeige sind perfekt. Die Kamera-Aussparung am oberen Rand wirkt jedoch etwas störend.

iPhone X im oe24-Test

Dank der Glasrückseite ist das iPhone X auch kabellos aufladbar. Für das benötigte Zubehör muss man aber extra bezahlen.

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