Tauschbörsen

eDonkey muss 30 Mio. zahlen

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eDonkey ist tot! Die Betreiberfirma MetaMachine muss der US-Musikindustrie (RIAA) 30 Millionen Dollar zahlen und ihren Dienst einstellen.

Im vergangenen Jahr hatte der Oberste U.S.-Gerichtshof gegen den Tauschbörsenbetreiber Grokster entschieden - und auch dieses Jahr war kein gutes für Tauschbörsenbetreiber. Unternehmen wie iMesh versuchten (mit eher magerem Erfolg) auf legale Angebote zu setzen, um Klagen von Seiten der RIAA vorzubeugen. KaZaA machte seinerseits 100 Millionen Dollar locker (und versprach Besserung), um sich mit der RIAA aussergerichtlich zu einigen.

Nun stand eDonkey als nächstes auf der Liste der RIAA - genauer gesagt war es MetaMachine, ein kleines Start-Up-Unternehmen hinter eDonkey.

Tauschbörse Nummer 1
Aus Sicht der RIAA war ein Vorgehen gegen eDonkey längst überfällig. Im vergangenen Jahr machte der Traffic im eDonkey-Netz beinahe ein Drittel des gesamten Internet-Datenverkehrs aus! Das brachte MetaMachine rund 2 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen und durch Softwareverkäufe. Die rechliche Basis von eDonkey begann aber nach der Grokster-Entscheindung dahinzuschmelzen - da ja unbestrittenermaßen die überwiegende Anzahl der User das eDonkey-Netz zum Tauschen Copiergeschützen Materials nutzen.

30 Millionen Dollar
Um einem Desaster vor Gericht aus dem Weg zu gehen, hat auch MetaMachine entschieden zu zahlen: 30 Millionen Dollar gehen an die RIAA. Die eDonkey-Homepage wurde abgeschaltet, anstelle der bekannten Internetseite prangt nur eine Warnung: "If you steal music or movies, you are breaking the law." (Wenn du Musik oder Filme stiehlst, brichst du das Gesetz). Die Seite zeigt auch die eigene IP-Adresse an und meldet, dass diese gespeichert wurde. Dabei handelt es sich freilich nur um Angsmacherei - es ist schließlich nichts Illegales dabei, die eDonkey-Seite zu besuchen.

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