Intel setzt jetzt voll auf Smartphones

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Intel setzt jetzt voll auf Smartphones

Chiphersteller greift mit der neuen Prozessorfamilie "Medfield" an.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel zeigt sich überzeugt, mit der neuen Chip-Generation "Medfield" auch den Smartphone-Markt knacken zu können. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Smartphones mit 'Intel inside' in den Handel kommen. Vor kurzem kündigte der Konzern mit der neuen Prozessorreihe " Oak Trail " den Einstieg in den Tablet-Markt an.

Kunden haben bereits Muster der Chips
Bei dem Vorstoß ins Revier des britischen Konkurrenten ARM setzt der weltgrößte Chip-Hersteller auf die neue Prozessorfamilie "Medfield". Derzeit liefere Intel bereits Muster des Chips an Kunden für die Entwicklung der Telefone aus, sagte Schwaderer. "Medfield ist die erste Generation, die von der Leistung, vom Stromverbrauch, von der Größe genau in Smartphones reinpasst." Wenn Intel Ende des Jahres die Chip-Produktion auf Strukturbreiten von 22 Nanometer umstellt, soll das auch noch sparsamere und leistungsfähigere Medfield-Prozessoren ermöglichen. "Damit schrumpfen wir den Prozessor auf die halbe Größe."

Konzernchef Paul Otellini sagte am Vortag nach Vorlage der Quartalszahlen, er wäre "sehr enttäuscht", wenn es in einem Jahr keine Smartphones mit Intel-Chips gäbe. Der boomende Markt für Computertelefone ist seit Jahren eine Domäne von ARM, weil bisherige mobile Prozessoren von Intel als zu stromhungrig gelten.

"Atom-Reihe" war zu groß
Die Prozessoren der "Atom"-Familie , mit denen Intel einst in Smartphones und Tablets vorstoßen wollte, bescheren dem Konzern aber ein gutes Geschäft mit der Industrie. Das mache sich besonders in Deutschland mit den vielen Autoherstellern und dem Maschinenbau bemerkbar, sagte Schwaderer. Während die Erlöse mit integrierten Chips weltweit um ein Drittel wuchsen, legten sie in Deutschland noch stärker zu. So kommen Intel-Prozessoren jetzt zum Beispiel auch in Getrieben von Bussen und Lastwagen zum Einsatz. Auch das Geschäft mit der Unterhaltungsbranche komme in Gang: "Wir liefern weltweit pro Tag 10.000 Chips für TV-Geräte und Settop-Boxen aus."

Das PC-Geschäft laufe in Deutschland besser als insgesamt in Europa. Die Verbraucher-Nachfrage sei zwar auch hier etwas "zurückhaltender" als in der Vergangenheit, es gebe aber weiterhin Wachstum. Die Zahlen für Westeuropa würden von Ländern gedrückt, die wirtschaftlich im Moment nicht so gut dastehen, etwa Spanien, Portugal, Irland.

Geschäfte laufen hervorragend
Intel hatte in der Nacht zum Mittwoch kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal gemeldet. Triebfeder war vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden und die Ausrüstung großer Rechenzentren. Das sei auch in Deutschland so gewesen, sagte Schwaderer. Auch der Übergang von Windows XP zum neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 7 spiele eine Rolle. So statte derzeit BMW 80.000 Arbeitsplätze neu aus.



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