Bosch Smart-Home-Innenkamera im Test

Zuhause per App stets im Blick

Bosch Smart-Home-Innenkamera im Test

Wie berichtet, hat Bosch vor kurzem seine beiden Smart-Home-Kameras aufgerüstet. Wir haben das zum Anlass genommen, um die 360° Innenkamera zu testen. Bei dem Gerät handelt es sich um eine WLAN-Kamera, mit der man sein Zuhause immer und von überall überwachen können soll. Ob dieses Versprechen eingehalten wird, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Eindruck

Bosch ist im boomenden Smart-Home-Bereich ein eher teurer Anbieter. Deshalb wünschen sich die Kunden auch eine ordentliche Qualität. Beim Design, der Verarbeitung und den verwendeten Materialien wird dieser Anspruch auf ganzer Linie erfüllt. Die 360° Innenkamera wirkt selbst in einer Designerwohnung nicht deplatziert, ist hervorragend verarbeitet und fühlt sich gut an. Dank dem stabilen Standfuß kann sie auf jeder ebenen Fläche sicher aufgestellt werden. Dabei muss man lediglich beachten, dass sich eine Steckdose für das Netzgerät in der Nähe befindet.

bosch-innenkamera-test-me2.jpg © oe24.at/digital Ist die Kamera ausgeschaltet, zieht sich die Linse ins Gehäuse zurück.

Einrichtung

Das Einrichten der WLAN-Kamera funktioniert sehr einfach. Dazu muss man sich zunächst die „Bosch Smart Cameras“ App (für iOS und Android) auf das Smartphone oder Tablet laden. Wenn man diese öffnet, erhält man eine Schritt für Schritt Anleitung. Diese ist so gestaltet, dass sich selbst Laien problemlos zurechtfinden. In unserem Test gab es am Anfang aber trotzdem Probleme. Das WLAN-Modul der Kamera scheint nämlich nicht allzu stark zu sein. Deshalb muss man die 360° Innenkamera ziemlich nahe an den Router stellen. Denn nur wenn sie ein WLAN-Signal empfängt, kann sie installiert und danach verwendet werden. Wir haben mehrere Installationsvorgänge an verschiedenen Standorten (alle im Raum des WLAN-Routers) probiert, doch kamen immer zum selben Ergebnis. Viel weiter entfernt als fünf Meter vom Router darf sich die Kamera nicht befinden. Dann findet sie das WLAN-Signal leider nicht mehr.

bosch-innenkamera-test-me.jpg © oe24.at/digital Die Aufnahmen werden auf der (beigelegten) Speicherkarte gespeichert.

Praxis

Die Kamera setzt auf ein drehbares Weitwinkelobjektv, das einen horizontalen Betrachtungswinkel von 120° und einen vertikalen Betrachtungswinkel von 79° abdeckt. Die Linse kommt nur zum Vorschein, wenn das Gerät (über die App) eingeschaltet wird. Ansonsten zieht sie sich vornehm ins Gehäuse zurück. Das vermittelt auch ein gutes Privatsphäregefühl, da man sich so nicht ständig beobachtet fühlt. Obwohl der horizontale Betrachtungswinkel „nur“ 120° beträgt, kann die Kamera 360° des zu überwachenden Raumes abdecken. Sie verfügt nämlich über drei Bewegungssensoren und eine drehbare Kameralinse. Über die „Bosch Smart Cameras“ App hat man vom Smartphone oder Tablet aus jederzeit Zugriff auf Live-Übertragungen (Bild und Ton). Dafür muss man lediglich mit dem Internet (WLAN oder LTE) verbunden sein. So kann man zum Beispiel vom Büro oder vom Urlaubsstrand aus immer einen Blick in die eigenen vier Wände werfen. Neben den Live-Bildern werden in der App auch sogenannte „Ereignisse“ aufgelistet. Dabei handelt es sich um Bewegungen, die eine automatische Aufnahme auslösen. Ob und wann Ereignisse aufgezeichnet werden sollen, wird mithilfe der Bewegungsempfindlichkeit der Bewegungssensoren eingestellt. Über Ereignisse wird man auch per E-Mail informiert. Gleiches passiert übrigens auch dann, wenn die Kamera die Verbindung zum WLAN-Netz verliert. Dann weiß man sofort, dass das Gerät offline ist und keine Bilder mehr senden kann.

bosch-innenkamera-app-inlay.jpg © oe24.at/digital In der App sind neben dem Live-Bild auch die Ereignisse zu sehen.

Qualität der Aufnahmen

An der Qualität der Aufnahmen gibt es nichts auszusetzen. Die Bosch-Kamera nimmt Videos in FullHD-Qualität (1080p) mit 30 fps auf. Dank Infrarot LED sind selbst die Aufnahmen bei Dunkelheit von ordentlicher Qualität. Die Nachtsicht-Reichweite beträgt bis zu acht Meter. Den Kamerakopf kann man per einfachen Fingertipp am Touchscreen des Tablets oder Smartphones in die gewünschte Richtung drehen. Auch eine Zoomfunktion ist verfügbar. Mit dem passenden Alexa-Skill lässt sich die Kamera sogar per Sprachbefehl über Amazons-Echo-Lautsprecher einschalten. Die Inhalte werden auf einer wechselbaren 8 GB Speicherkarte in verschlüsselter Form gespeichert. Auf Wunsch lassen sich die Aufnahmen auch in die Bosch Cloud übertragen. Dann sind sie sogar noch dann abrufbar, wenn die Kamera zerstört oder gestohlen wird.

Fazit

Mit der 360° Innenkamera hat Bosch ein hervorragendes Smart-Home-Sicherheitsprodukt im Angebot. Qualität, Handhabung, Bedienung und Funktionsumfang können auf ganzer Linie überzeugen. Kritik gibt es für den – zumindest in unserem Test – etwas schwachen WLAN-Empfang. Einen Pluspunkt sammelt das Gerät aufgrund der versenkbaren Kamera-Linse, die dafür sorgt, dass man sich nicht ständig beobachtet fühlt. Mit einem Preis von 250 Euro zählt die 360° Innenkamera leider zu den teureren Geräten dieser Art. Dafür kann sie seit dem Update nicht mehr nur als Standalone-Lösung verwendet, sondern auch direkt in die restliche Bosch Smart-Home-Produktwelt eingebunden werden.

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