Devolos neuer WLAN-Hotspot im Test

Access Point One gecheckt

Devolos neuer WLAN-Hotspot im Test

Wir haben kontrolliert, ob der Newcomer tatsächlich flottes Internet ins Eigenheim bringt.

Mit dem  Access Point One  (APO) hat der  Powerline-Spezialist Devolo  vor kurzem einen neuen WLAN-Hotspot auf den Markt gebracht. Wir haben den Newcomer in den letzten drei Wochen ausgiebig getestet. Wie er sich dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Erster Eindruck

Wir konnten uns ja bereits bei der Präsentation Ende Mai einen ersten Eindruck verschaffen. Dieser hat sich während des Tests bestätigt. An der Verarbeitungsqualität und den verwendeten Materialien gibt es nichts zu kritisieren. Das bereits von Devolos WLAN-Bridge GigaGate bekannte Gehäusedesign fügt sich aufgrund der Kompaktheit und des modernen Looks gut in die eigenen vier Wände ein. Auf der Vorderseite gibt es LED-Leuchten, die den aktuellen WLAN-Status anzeigen. Hinten befinden sich vier normale Ethernet-Ports, über die sich beispielsweise Geräte wie Smart TVs, Spielekonsolen oder externe Festplatten per Kabel ins Heimnetz einbinden lassen. Das Highlight des APO stellt jedoch der zusätzliche Gigabit-Port dar. Über diesen lässt sich der Access Point One direkt mit einer Netzwerkdose verbinden. In neueren Häusern oder Wohnungen sind diese meistens fix in den Wänden installiert. Alternativ kann man Devolos neuen WLAN-Hotspot über diesen fünften Port auch direkt mit dem Router des Internetanbieters (Stichwort: Routerzwang) verbinden.

Installation

Womit wir auch schon bei der Installation wären. Wir haben schon mehrere Devolo-Produkte getestet und waren von der einfachen Einrichtung stets angetan. Hierbei erlaubt sich zum Glück auch der APO keinen negativen Ausreißer. Die bestens bebilderte Anleitung stellt selbst Laien vor keine Rätsel. Zunächst muss der Access Point One mit dem beiliegenden Netzteil an den Strom angeschlossen werden. Im Anschluss daran erfolgt die Verbindung per Gigabit-Port und LAN-Kabel mit der Netzwerkdose oder – wie in unserem Fall - dem Router. Bei der Nutzung gibt es dann zwei Möglichkeiten: Die Endgeräte erhalten entweder das Passwort des WLAN-Hotspots – der Netzwerkschlüssel befindet sich auf der Rückseite des APO -, oder aber man übernimmt einfach das bereits bestehende Netz des Routers. Letzteres funktioniert über den Druck der WPS-Taste. Damit erspart man die Eingabe neuer Zugangsdaten auf Smartphone, Tablet & Co. Per Wifi-Klon kann man sich den Zugriff auf ein separates/zweites Netzwerk ersparen. Die Synchronisation des bestehenden Heimnetzes mit dem APO gelingt über einen längeren Druck auf die Verbindungstaste und der WPS-Taste des Routers. Wer sich mit Netzwerken gut auskennt, kann über Devolos browserbasierter „Cockpit-Software“ zusätzlich individuelle Einstellungen / Anpassungen vornehmen.

Performance

Hauptaufgabe eines WLAN-Hotspots ist es, kabelloses Internet so gut wie möglich im gesamten Eigenheim zu verteilen. Deshalb haben wir vor dem Test alle in der Wohnung vorhandenen WLAN-Repeater und Powerline-Adapter entfernt und die verfügbare WLAN-Performance des Provider-Routers gemessen. In Router-Nähe kamen wir auf eine Downloadgeschwindigkeit von rund  50 Mbit/s. In einem etwas abgelegenen Raum standen nur mehr rund 9,5 Mbit/s zur Verfügung. Das war also die ideale Stelle, um den APO zu platzieren. Bei der neuerlichen Messung kamen wir dann auf 41 Mbit/s, was also mehr als einer Vervierfachung entspricht. Damit war nun auch dort das flüssige Streamen von Filmen oder Videos kein Problem mehr. Und auch in den anderen Räumen hat sich das WLAN-Signal merklich verbessert. Hier macht sich die gute Ausstattung also bezahlt. Dank der sechs integrierten Antennen funkt das Gerät im 5-GHz- und im 2,4-GHz-Band. Theoretisch sind mit dem Access Point One sogar bis zu 1.733 Mbit/s (4x4 MIMO) für Endgeräte mit WLAN ac und mit bis zu 300 Mbit/s per WLAN n (2x2 MIMO) möglich.

© Devolo

Fazit

Mit dem Access Point One hat Devolo einen sehr guten WLAN-Hotspot entwickelt, der sich technisch und optisch sehen lassen kann. Da sich auch die Einrichtung als sehr simpel darstellt und der Preis mit 99,90 Euro ebenfalls nicht übers Ziel hinaus schießt, ist das Gerät eine absolute Kaufempfehlung.

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