Dysons

Hightech-Luftreiniger

Dysons "Wunder-Ventilator" im Test

Der "Pure Cool Link" ist nicht nur ein Segen für leidgeplagte Allergiker.

Dyson ist für seine innovativen Produkte bekannt. Egal ob Staubsauger, Saugroboter, Ventilatoren oder mittlerweile auch Haarföhns – das Unternehmen will stets Maßstäbe setzen. Damit das auch funktioniert und der gute Ruf erhalten bleibt, buttert Dyson Jahr für Jahr Hunderte Millionen in die Entwicklung und Forschung. Der hohe Aufwand macht sich zwar auch bei den Preisen bemerkbar, dafür kann man aber auch sichergehen, dass man für sein (vieles) Geld einiges geboten bekommt. Ob das auch auf den neuesten Luftreiniger der Firma zutrifft, haben wir uns in den letzten Wochen angesehen.

© Dyson

Erster Eindruck

Konkret haben wir den Dyson Pure Cool Link Luftreiniger getestet. Dieser ist in zwei Varianten erhältlich: als Turm- und als Tischmodell. Wir haben Ersteres getestet, das für den Einsatz in größeren Räumen entwickelt wurde. Das Tischmodell ist für kleinere Räume ausgelegt und kann beispielsweise auf dem Schreibtisch oder der Küchenarbeitsplatte aufgestellt werden. Es besitzt eine Kippfunktion für die Ausrichtung des Luftstroms. Der erste Eindruck des Turmmodells hat unsere Erwartung schon einmal erfüllt. Das Gerät ist im Dyson-typischen Design gehalten, das auf  eine gelungene Mischung aus Hightech-Anspruch und nobler Zurückhaltung setzt. Damit wirkt der Pure Cool Link selbst in teuren Wohnungen alles andere als fehlplatziert. Highlight ist sicherlich das Fehlen der Rotorblätter. Man kann durch den "Ventilator" durchgreifen, ohne sich dabei die Finger zu verletzen. Beim Pure Cool Link wird die Luft nämlich durch einen auf Effizienz getrimmten und äußerst leisen Gleichstrommotor - ohne verschleißanfällige Kohlebürsten - über ein Ventilatorrad im Standfuß angesaugt.

© Dyson

(Smarte) Bedienung

Neben der Optik stellt auch die intelligente Vernetzung ein Highlight dar. Der Dyson-Luftreiniger ist nämlich ein echtes Smart-Home-Gerät und kann ins eigene WLAN-Netz eingebunden werden. Die Einrichtung dauert keine fünf Minuten. Dann kann man den Pure Cool Link auch per übersichtlicher Smartphone-App "Dyson Link" (gratis für iOS und Android) steuern – auch von  der Ferne aus. Neben der Steuerung kann man so auch von unterwegs die aktuelle Qualität der Luft innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände in Echtzeit kontrollieren – und sie bei Bedarf reinigen lassen, noch bevor man selbst zu Hause ist. Im Test erwies sich das gleich mehrmals als äußerst praktisch. Innen ist die Ermittlung der Luftqualität keine allzu große Hexerei. Hier funktioniert das über in den Luftreiniger integrierte Sensoren. Für den Außenbereich hat sich der Hersteller aber etwas Besonderes einfallen lassen. Denn die Informationen über die Außenluftqualität im Wohnumfeld werden durch ein spezialisiertes Unternehmen bereitgestellt, das durch ein dichtes Netz von Messstationen und Algorithmus-Berechnungen klimatischer Daten, wie Windverhältnissen und Niederschlag, individuelle Daten für das Wohnumfeld des Nutzers ermittelt. Auch das hat im Test so gut wie immer zuverlässig funktioniert. Zudem erspart diese Technik einen (umständlichen) Einbau eines Zusatzgeräts außerhalb der Wohnung oder des Hauses. Ohne App funktioniert die Bedienung über eine Fernbedienung, die dank ihrer Form an der abgerundeten Oberseite des Geräts abgelegt werden kann.

Offizielles Produkt-Video

Hightech-Technik

Das absolute Highlight und eigentliche Herzstück des Pure Cool Link ist jedoch seine Technik. Denn wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei nicht um einen schnöden (rotorblattlosen) Ventilator oder Lüfter, sondern um einen ausgeklügelten Luftreiniger. Dyson setzt dabei auf eine patentierte Kombination aus HEPA- und Aktivkohlefilter, die 99,95 Prozent aller Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron, also einem Tausendstel Millimeter, aus der Luft entfernen sollen. Das konnten wir natürlich nicht überprüfen, da man dafür spezielle Messgeräte brauchen würde. Doch dass die Luftreinigung funktioniert und zudem äußerst effektiv ist, konnten wir sehr wohl feststellen. Denn das Gerät filtert nicht nur Pollen, Schimmelpilzsporen und Feinstaub, sondern auch Gerüche, gasförmige Schadstoffe, Tabakrauch und sogar Allergene und Bakterien aus der Luft. Während des Tests war mehrmals eine allergiegeplagte Person im Wohnzimmer, in dem wir den Luftreiniger getestet haben. Alle Pollenallergiesymptome, die kurz davor noch deutlich erkennbar waren, waren im Wohnzimmer wie weggeblasen - oder besser gesagt, wie weggefiltert. Der Pure Cool Link ist für Pollen- oder Stauballergiker also ein echter Segen. Die anfängliche Skepsis war jedenfalls schnell verflogen. Die aufwendige Technik, bei der die Luft den patentierten 360-Grad-HEPA-Filter - der aus hauchdünnen Borosilikat-Glasfasern besteht und für eine Filtration von Schwebstoffen mehr als 200 Mal gefaltet ist - durchströmt, macht sich beim Ergebnis bezahlt. Kein Wunder, schließlich werden so selbst winzige Partikel bis zur Größe von 0,1 Mikrometer abgefangen. Gerüche und gasförmige Schadstoffe werden hingegen von einer zweiten Filterschicht aus Aktivkohlegranulat gefiltert und eingeschlossen. Der Luftreiniger hat also quasi zwei Systeme integriert.

© Dyson

Weitere Eindrücke

Einige praktische Features sind uns während des Tests noch aufgefallen. Dazu zählt u. a., dass sich der Luftreiniger im Auto-Modus selbstständig aktiviert, um einen Wert aufrecht zu erhalten, den  man als Nutzer zuvor bestimmen kann. Darüber hinaus verfügt er über einen automatischen Nachtmodus. Nachts überwacht das Gerät die Luftqualität und reagiert ebenfalls entsprechend der eingestellten Zielwerte – allerdings besonders leise und mit abgedunkelter LED-Anzeige. Aufgeweckt wurden wir vom Lüftergeräusch jedenfalls nie. Per App-Steuerung kann der Luftreiniger nicht nur manuell gesteuert, sondern auch ein regelmäßiger Reinigungsplan vorprogrammiert werden. Durch die sogenannte Air-Multiplier-Technologie verteilt das Dyson-Gerät die gefilterte Luft gleichmäßig und auch sehr leise im Raum. Bei warmen Temperaturen sorgt die zusätzliche Ventilatorfunktion mit einem starken Luftstrom, der (leider) auch stärker hörbar ist, für eine spürbare Abkühlung. An eine Klimaanlage kommt er dabei aber freilich nicht heran.

Um die versprochenen Qualitäten auch schwarz auf weiß bestätigt zu bekommen, hat Dyson seine Luftreinigung auch von diversen unabhängigen Institutionen überprüfen lassen. So wurde der Dyson Pure Cool Link beispielsweise von der Gesellschaft zur Lärmbekämpfung (Noise Abatement Society) mit der "Quiet Mark" (Zeichen für besonders geräuscharme Geräte) akkreditiert. Darüber hinaus wird er von Service Allergy Suisse für Allergiker empfohlen und ist durch die Allergy Standards Limited als asthma- und allergiefreundliches Produkt zertifiziert. Um die Leistungsfähigkeit der Sensoren im Gerät zu testen, wurden Ethanolgase eingesetzt.

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Fazit

Abschließend kann man also festhalten, dass Dyson seinen selbst gestellten, äußerst hohen Ansprüchen mit dem Luftreiniger voll und ganz gerecht wird. Das Gerät überzeugt in den Disziplinen Technik, Hochwertigkeit, Funktionsumfang, Performance, Handhabung und Design auf ganzer Linie. Letzteres ist zwar Geschmackssache, während des Tests wurde die Optik aber von unterschiedlichen Personen gelobt. Das Unternehmen lässt sich seine teuren Entwicklungen aber auch gut bezahlen. Denn der in den Farben weiß/silber oder anthrazit/blau erhältliche Pure Cool Link kostet in der Turmluftversion satte 579 Euro. Für den kompakteren Tischluftreiniger werden 499 Euro fällig. Im Internet und bei Fachhändlern sind die Geräte aber schon günstiger zu bekommen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann sich dennoch sehen lassen. Denn schließlich bekommt man für sein (vieles) Geld ordentlich etwas geboten. Womit auch die eingangs gestellte Frage beantwortet wäre.

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