Multimedia

Microsoft startet Zune

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Nun ist er da: Microsoft präsentiert seinen mit Toshiba entwickelten MP3- und Video-Player Zune.

Am Donnerstag stellte Microsoft seinen "iPod-Killer" Zune der Öffentlichkeit vor. Schon optisch ist der MP3-Player stark an das Vorbild von Apple angelehnt. In Sachen Funktionalität will man der Konkurrenz allerdings einen Schritt voraus sein.

Zumindest beim Farbangebot hat der Zune die Nase vorn: Während es den iPod lediglich in Weiss (und vereinzelt auch Schwarz) gibt, hat man bei Microsoft drei Farben zur Auswahl: Weiss, Schwarz und der bisher für stylische Entertainment-Gadgets eher ungebräuchlichen Farbe Braun.

Die Technik hinter Zune
Wie schon im Vorfeld bekannt geworden war, ist der Zune mit einer 30 GB großen Festplatte ausgestattet und verfügt über ein 3-Zoll Display. Der Bildschirm ist damit etwas größer als der eines iPods.
Das technische Highlight ist jedoch der integrierte Wireless LAN Adapter des Zune. Per Funk lassen sich so nicht nur Songs und Videos vom PC auf den Player übertragen - sind andere Zune-User in der Nähe, können sie auch auf die Musik der übrigen Zunes zugreifen.

Stark reglementiert
Was hier nach paradisischen Unterhaltungsmöglichkeiten klingt, ist in der Realität allerdings deutlich komplizierter. Grund dafür ist nicht zuletzt das äußerst rigorose digitale Rechtemanagement, mit dem Microsoft Zune-Usern genau vorschreiben kann, wie oft Songs übetragen, abgespielt oder kopiert werden dürfen.
Beim Streamen eines Songs per Wireless LAN auf einen anderen Zune sieht Microsoft beispielsweise folgende Nutzungsbeschränkungen vor: Über einen Zeitraum von 3 Tagen darf ein Stück nicht öfter als drei mal an einen anderen Zune-User "ausliehen" werden - vorrausgesetzt es handelt sich überhaupt um einen Song, bei dem diese Funktion vom Rechteinhaber freigeschaltet wurde. Kopieren eines Musikstückes von einem Zune auf einen anderen funktioniert gar nicht.
In Sachen digitales Rechtemanagement (DRM) steht Apple Microsoft allerdings in nichts nach. Wirklich "frei" ist die Musik bei keinem der beiden Konkurrenzprodukte.

So Funktioniert das Übertragen eines Musikstückes von einem Zune zu einem anderen per Wireless LAN: Video

Microsofs "iTunes"
Wie Apple hat auch Microsoft seinen eigenen Online-Musikladen. Im Direktvergleich mit iTuneshat der MSN Music Store aber noch einiges aufzuholen. Bis zum Start des Zune zu Weihnachten wird es Microsoft beispielsweise kaum schaffen, das Angebot um Videos und DVD-Filme zu erweitern. Apple hatte das ja schon vor wenigen Tagen mit seiner neuen Version 7 von iTunes eingeführt.

Preise und Verfügbarkeit
Zu Weihnachten will Microsoft die ersten Zunes in den Handel bringen. Vor einigen Wochen war aus Insiderkreisen noch zu höhren, dass er (in den USA) 299 Dollar kosten sollte - exakt der Preis eines 30 GB iPod Video.
Mit dem Launch einer komplett neuen Linie an iPods vor wenigen Tagen hat Apple den Preisvorstellungen aus Redmond allerdings einen Dämpfer verpasst: Der neue Preispunkt des neuen iPod Video liegt nun nämlich bei nur mehr 249 Dollar.
Bei der Präsentation am Donnerstag hat sich Microsoft daher auch mit neuen Preisangaben erstmal zurückgehalten.

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