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Breite Front gegen Pandemie des nicht erlaubten Glücksspiels

Breite Front gegen Pandemie des nicht erlaubten Glücksspiels

Droht Mr Green, bwin und Co. in Österreich das Aus?

Als wäre die Corona-Krise nicht schlimm genug, wird die steigende Zahl an nicht konzessionierten Glücksspielanbietern zur gefährlichen Bedrohung. Fehlender Spielerschutz und wertvolles Kapital, das ins Ausland abfließt, verschärfen die Pandemie. Doch ein Salzburger könnte bereits die Basis für einen erfolgreichen Impfstoff gegen das nicht erlaubte Glücksspiel gelegt haben. Er und ein Richterspruch im Mai des Vorjahres brachten die rechtliche Roulettekugel ins Rollen: Glücksspielanbieter Mr Green musste am Ende Spielverluste in Höhe von 130.000 Euro zurückzahlen. Begründung: Der in Malta beheimatete Konzern hat keine österreichische Glücksspiellizenz. Zur Freude gebeutelter Glücksspieler besagt das Urteil, dass Glücksspielverluste bei in Österreich nicht zugelassenen Online Casinos unwirksam sind.

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Wenige Monate später hat allein der Wiener Prozessfinanzierer Advofin über 1.500 Spielerklagen gegen online Casino-Betreiber in die Wege geleitet. Bei allen abgeschlossenen Verfahren mit Erfolg: Rund 1,5 Millionen Euro wurden bereits zurückgezahlt.

Rechtliche Hütchenspiele

Durch diese Klagen schaffen die Spieler womöglich das, was die Rechtslage ohnehin vorsieht: Das Ende dutzender Online-Casinos, die mit Lizenzen aus Glücksspiel-Eldorados wie Malta und Gibraltar in Österreich gar nicht betrieben werden dürften.

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Das betrifft auch das Casino-Angebot von Sportwetten-Anbietern wie bwin, Interwetten und Bet-At-Home. Auch weiteren Pseudo-Lotto-Anbietern droht Ungemach. Sie könnten ihr Casino-Angebot bald aus Österreich abziehen, wenn es durch eine Flut an Klagen zum Verlustgeschäft wird. Dazu Brancheninsider Wolfgang E.: „Für diese sogenannten Offshore-Anbieter geht es um viel Geld. Dies verdeutlicht die Tatsache, dass man auf all diesen Seiten aufgrund fehlender Limits in wenigen Minuten Tausende Euros verlieren kann. Doch Sammelklagen in Millionenhöhe zeigen Wirkung bzw. könnten sogar in einigen Fällen zum Bankrott dieser Anbieter führen. Dies wiederum könnte für viele Spieler den sicheren Verlust ihres Geldes bedeuten.“

Nur win2day darf Online-Casino anbieten

Die einzige heimische Online Glücksspiellizenz ist in Händen der Österreichischen Lotterien, die mit der Spieleseite win2day ein Online Casino betreiben dürfen – dies jedoch unter Einhaltung strenger Spielerschutzbestimmungen.

Mit Tipico hat bereits der erste Branchenriese die Reißleine gezogen: Seit 1. Februar ist das Casino-Angebot des Wettanbieters in Österreich nicht mehr verfügbar. Gründe dafür wollte Tipico offiziell jedoch nicht nennen.

Aber auch jeder Spieler selbst kann dazu beitragen, die Risken zu minimieren: Nur wer legales Glücksspiel unterstützt und auf legalen Spieleseiten wie win2day spielt, hilft mit, nicht gesetzeskonformes Glücksspiel aus Österreich fernzuhalten.

Weiter zu win2day.at