Frau bucht ihre Fahrt mit dem Carsharing Wagen

Alternative zum eigenen Auto

Carsharing: Wie nachhaltig ist es?

Die Umweltbelastung durch PKWs ist vor allem in Städten enorm. Das neue Konzept „Carsharing“ soll dem entgegenwirken.  

Laut dem Bundesamt für Umwelt verursacht der Verkehr über 40% der Emissionen. Das durch das Auto freigesetzte Treibhausgas CO2 begünstigt den Klimawandel und schadet unserer Luft. Wir sollten also den Autoverkehr auf unseren Straßen verringern, um unsere Umwelt zu schützen.

Das Carsharing- Konzept versucht genau dies: Autos werden von privaten Unternehmen zur Verfügung gestellt und jeder kann sie gegen Bezahlung nutzen. Anders als bei klassischen Autovermietungen, können die Wagen des Carsharing spontan und für kurze Strecken gebucht werden. Die Bezahlung erfolgt nach Minuten oder Kilometern. Das Modell soll ein eigenes Auto „unnötig“ erscheinen lassen und die Menge an ungenutzt herumstehenden Fahrzeugen verringern. 

Die Idee zeigt Potenzial: laut Umfragen können sich 50% der Autofahrer vorstellen, Carsharing zu nutzen. Bei den unter 30- Jährigen sogar zwei Drittel.

 

Vorteile von Carsharing vor allem für junge Erwachsene

Die Vorteile von Carsharing sind vor allem für junge Leute von Bedeutung. Man kann spontan ein Fahrzeug buchen und ein Auto nutzen, ohne die Kosten der eigenen Anschaffung oder eines Stellplatzes. Auch bürokratische Formulare für TÜV oder Versicherung werden übernommen – das Auto kann unkompliziert und flexible verwendet werden. Ein attraktives Modell vor allem für Personen, die sich zum jetzigen Zeitpunkt kein eigenes Auto leisten können.


Vorteile für die Umwelt 

Carsharing soll den Verkehr in der Stadt entlasten. Viele Personen nutzen keinen eigenen PKW mehr, sondern steigen auf Carsharing- Angebote, kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um. Außerdem sind die Wägen des Carsharing im Schnitt neuer und mit einer besseren, umweltschonenderen Technologie ausgestattet, als Privatfahrzeuge.


Datenschutzprobleme beim Carsharing 

Carsharing Wägen bieten meist wenig Zubehör an. Wer einen Kindersitz benötigt, muss diesen oft selbst mitbringen. Auch sind die Preise bei langen Strecken häufig teurer als Alternativen der Bahn oder klassischen Autovermietungen. Außerdem gibt es einige Datenschutzprobleme beim Carsharing: Die Wägen erstellen individuelle Nutzungsprofile und speichern Bewegungsdaten.

Es stellt sich nun die Frage, wie nachhaltig Carsharing wirklich ist. Bedeutet mehr Carsharing weniger Privatfahrzeuge, oder weniger Fußgänger? Wie nachhaltig ist Carsharing wirklich?

© Getty Images
Mann beim Autofahren
× Mann beim Autofahren

Keinen positiven Einfluss auf die Umwelt 

Eine Studie des Öko- Instituts Freiburg und der IDOE zeigt, dass Carsharing keinen positiven Einfluss auf die Umwelt hat. Das Konzept werde hauptsächlich als Übergangslösungen von jungen Erwachsenen genutzt, die sich nach gestiegenem Einkommen ein eigenes Auto kaufen. Somit verringert Carsharing nicht den Autobestand.
Carsharing macht als für die Umwelt nur Sinn, wenn es als Alternative zum eigenen Auto genutzt wird. Sobald Personen zu einem Carsharing- Auto greifen, wenn sie eigentlich gelaufen, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren wären, sind mehr Autos auf den Straßen und die Umwelt, sowie der Verkehr leiden.