Die Geschichte des (Online-) Glücksspiels

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Die Geschichte des (Online-) Glücksspiels

Allen Schwierigkeiten zum Trotz erfreuen sich Online Spielbanken, Casinos aber natürlich auch Automatenhallen einer wachsenden Begeisterung. Das Online-Gambling ist dabei nur das Ende einer reichen und aufregenden Geschichte, die ihren Anfang schon im Mittelalter nahm.

Natürlich war das Glücksspiel beim niederen Volk und auch bei manchen Adligen schon immer beliebt – man vertrieb sich die Zeit beim Würfeln und Kartenspiel und versuchte sicherlich auch, den einen oder anderen Gewinn einzustreichen. Selbst berühmte Leute waren nicht abgeneigt – so war Mozart  für seine Begeisterung für Wetten bekannt und Maria Theresia kannte man für ihr Glücksspiel-Faible.

Heute sitzt man in seiner bequemen Kleidung auf dem Sofa und zockt am Rechner oder sogar Smartphone um den großen Jackpot. Wer auf Nummer sicher gehen will, stets bei einem seriösen Anbieter zu landen, der etwa die Gewinne auch auszahlt, kann sich online informieren und zum Beispiel aktuelle Testberichte lesen.

Doch wie nahm die Sache mit der Chance auf den großen Gewinn und den Spaß rund ums Spielen ihren Anfang?

Maria-Theresien-Denkmal © pixabay
Foto: Das Maria-Theresien-Denkmal am Burgring

Das Volk liebte das Glücksspiel – der Kaiser nicht

Schon im 17. Jahrhundert wurde fleißig mit Würfeln und Kugeln gespielt, was vor allem bei den niedrigen Gesellschaftsschichten wie Bauern und Handwerkern beliebt war. Auf den Jahrmärkten und auf den Marktplätzen sammelten sich die Bürger, wenn sie frei hatten, und machten ihre Einsätze, um bei Wetten gewinnen zu können. Das war jedoch dem Adel ein Dorn im Auge, er wollte das unkontrollierte Zocken einschränken - und so war es schon 1696 so, wie es heute nach dem Willen mancher immer noch sein sollte: Leopold I., der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, verbot per Gesetzeserlass das Glücksspiel und drohte bei Missachtung mit strafrechtlicher Verfolgung.

Ohne seine Spiele war das Volk unzufrieden

Schon damals war es ähnlich wie heute: die Regierenden mussten einsehen, dass sie dem Volk seine Spiele nicht auf Dauer entziehen konnten. Das gab nicht nur Aufruhr, es wurde auch einfach heimlich weitergespielt. Und so kam man auf eine Lösung, die auch 2018 noch eingesetzt wird: Man erteilte für bestimmte Spiele Lizenzen, die direkt vom Wiener Hof aus vergeben wurden. Manche Karten- und Glücksspiele durften also ganz offiziell gezockt werden; eine Angewohnheit, von der sich der Adel jedoch meist fernhielt. Das sollte jedoch nicht immer so bleiben.

Der Adel entdeckt seine Begeisterung für den Zeitvertreib des Pöbels

Mit Beginn des 18. Jahrhunderts begannen sich auch Adlige für den Freizeitspaß – und nicht zuletzt die Gewinnchancen – zu interessieren. Manche der beliebten Kartenspiele wurden einfach als zivilisiert und elegant deklariert, wodurch sie nicht mehr für den „Pöbel“ geeignet waren. Damit brach der Damm und dem Glücksspiel wurde in der gesamten Gesellschaft gefrönt. Es entstanden regionale Varianten verschiedener Spiele, die ersten Brettspiele wurden erfunden und am Wiener Hof wurden Turniere mit unglaublich hohen Einsätzen zum Normalfall. Alle waren infiziert, und der Staat verdiente mit.

Stadtherren wollten mitverdienen

Natürlich überlegte sich der Hof gut, wie er an der zunehmenden Popularität der Glücksspiele partizipieren konnte, und begann damit, Eintrittsgebühren und zunächst überschaubare Gewinnsteuern zu verhängen. Auch bisher als illegal geltende Spiele wurden erlaubt – so sie unter staatlicher Aufsicht gespielt wurden. So schlimm waren sie dann doch nicht, als dass man nicht etwas daran verdienen konnte. Solche Turniere waren bei den Reichen und Schönen besonders beliebt. Ihre Einnahmen retteten zum Beispiel das Hofburgtheater in Wien vor dem endgültigen Bankrott. Die Infrastruktur und die Sicherheit der Bürger wurden mit staatlichen Einnahmen aus Glücksspielen gefördert. Schließlich wurde die erste Staatslotterie eingeführt, eine Institution, die sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut.

Das Glücksspiel in der Neuzeit – stattliche Verdienste und bequemes Zocken

Im Jahr 2015 setzten die Lotterien in Österreich 656 Millionen Euro um, eine stattliche Summe, mit der man 1913 wohl noch nicht rechnete, als man die erste Klassenlotterie einführte. Doch das Glücksspiel war immer von einem Auf und Ab geprägt: 1934 wurden die ersten Casinos eröffnet, 1938 wieder geschlossen. Nach dem Krieg ging es erst in den 50er Jahren weiter, in den 90ern erlebten die Casinos eine echte Blütezeit.
Heute sind Online-Casinos der letzte Schrei. Wie immer, wenn es um die schöne neue Onlinewelt geht, muss man etwas vorsichtig sein und sich gut informieren, doch die Gewinnchancen sind bei seriösen Seiten ebenso gut, als wenn man vor Ort eine Spielhalle besucht.

Fazit
Wenn man vorsichtig prognostizieren will, wird sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen. Online Casinos werden, wie in ganz Europa, weiter an Bedeutung gewinnen.
 

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