"Anchorman"

Will Ferrell kehrt als Legende zurück

Ferrell sorgt zum zweiten Mal als News-Legende Burgundy für Wirbel in der TV-Welt.

 Ron Burgundy - ein Großkotz, wie er im Buche steht. Mit Föhnfrisur, Schnauzer und selbstsicherem Dauergrinsen hat er es als Nachrichtensprecher weit nach oben geschafft. Doch diese Zeiten sind vorbei. Nach dem ersten Teil der überdrehten Kinokomödie von 2004 kommt Will Ferrell mit "Anchorman - Die Legende kehrt zurück" am Freitag ein zweites Mal ins Kino - mit derbem Humor und fiesen Sprüchen. Ab 31. Jänner im Kino.

Hier der Trailer zum Film



Burgundy und seine große Chance  
Seit er über sein dickes Ego gestolpert ist, fristet Burgundy sein Leben als Animateur bei einer Delfin-Show. Als ein neuer Nachrichtensender in New York an den Start geht, wittert Burgundy eine neue Chance. Mit seinen Freunden aus besseren Tagen will er an alte Erfolge anknüpfen - kein leichtes Unterfangen, vor allem weil Burgundy sich nach wie vor für den Größten hält. Vergnügliches Fremdschämen ist angesagt.


Alte Hollywood-Garde vereint
Regisseur Adam McKay hat dafür wieder die alte Garde um sich geschart: Ferrell als selbstverliebter Macho, Steve Carell in der Rolle des dämlich-verschrobenen Wetteransagers Brick Tamland, Paul Rudd als charmanter Außenreporter Brian Fantana und David Koechner, der wieder als hemdsärmeliger, robuster Sportreporter Champ Kind an den Start geht. Auch Christina Applegate ist erneut mit von der Party als Burgundys hübsche Ex-Frau Veronica. Sie ist schuld an allem, weil sie ihm den Job des leitenden Nachrichtensprechers weggeschnappt hat. Das ist mehr, als das Ego Burgundys verkraften kann. Am Tiefpunkt seines Lebens angekommen, versucht er mit allen Mitteln, sein Selbstwertgefühl und seinen alten Ruhm wieder auf Hochglanz zu polieren.

Welt hat sich verändert
Verglichen mit dem ersten Teil, der in den 1970er Jahren spielt, hat sich die Nachrichtenwelt ein paar Jahre später grundlegend verändert. Unzählige neue Fernsehsender ringen um die Gunst der Zuschauer. Nachrichten kommen nicht mehr nur nüchtern-langweilig daher, der Boulevard hat immer mehr Gewicht. Eine Chance, die auch Ron Burgundy erkennt und mit seinen alten Kollegen Brick, Brian und Champ ergreifen will. Doch bald muss er einsehen, dass das für die einstigen Helden des Provinzsenders aus San Diego gar nicht so leicht ist. Nicht nur, dass die vier ein bisschen wirken wie aus einer anderen Welt, vor allem verglichen mit dem smarten, gelackten jungen Nachrichtenhelden Jack Lime (James Marsden). Auch Burgundys Ex hat sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut.

Film arbeitet mit Klischees
Der Film wartet mit herrlich komischen Dialogen auf, auch wenn diese bisweilen an der Grenze des guten Geschmacks balancieren - mit Absicht natürlich. Vergnüglich sind auch die selbstverliebte Wehleidigkeit und erst recht die Überheblichkeit, mit der Burgundy trotz aller Tiefschläge immer noch ausgestattet ist. Das offenbart sich unter anderem, als er seiner neuen Chefin zum ersten Mal begegnet. Die ist nicht nur eine Frau und obendrein hübsch - sie ist schwarz, wie Burgundy schockiert feststellt. Jenseits aller politischen Korrektheit ist er ebenso entsetzt wie fasziniert und merkt gar nicht, dass er sich damit gewaltig ins Aus schießt.

Showdown inklusive
Wie schon im ersten Teil kommt es auch dieses Mal wieder zum furiosen Showdown - dem Streit der Nachrichtenteams, die sich mit allen Finessen erbittert bekämpfen. Schließlich geht es dabei um nichts weniger als die Gunst des Publikums, um Quoten und Werbeeinnahmen. Mit dabei natürlich wieder viele Gaststars: Sacha Baron Cohen, Jim Carrey, Kirsten Dunst, Liam Neeson oder Will Smith. Ein äußerst vergnüglicher, bissiger und gelungener Kinospaß, der die Eitelkeiten der Fernsehwelt aufs Schönste auf die Spitze treibt.

(Von Cordula Dieckmann/dpa)

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