Opernball-Dreh

Gagenstreit: Aufstand gegen Cruise

Die heftige Kritik von Komparsen an „Mission: Impossible 5“!

Sie wollten einmal in ihrem Leben bei einem Hollywood-Blockbuster mitspielen und wurden dabei aufs Mieseste abgezockt. In ÖSTERREICH übt jetzt der erste von 2.500 Komparsen heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen von Mission: Impossible 5 und Mega-Star Tom Cruise. Die Details:

5.000 Euro Strafe, wenn Statisten über Film plaudern

  • Der 31-jährige Wiener Max Z. (Name von der Redaktion geändert) war mehrere Tage als Statist in der Wiener Staatsoper engagiert. Sein Geheimvertrag verbietet ihm, auch nur das geringste Detail über den Film auszuplaudern. Selbst wann er selbst vor der Kamera stand, darf er nicht sagen. Mindestens 5.000 Euro drohen, wenn er sich nicht daran hält.
  • Besonders arg allerdings: die Gage! Für 12 Stunden am Set soll T. jetzt nur 40 Euro bekommen! Das ist ein Stundenlohn von 3,33 Euro! Zum Vergleich: Der letzte Mission Impossible-Film spielte weltweit rund 535 Millionen Euro ein! Und: Offenbar cashte die österreichische Casting-Agentur selbst noch einmal kräftig mit.

Wiener Casting-Agentur will jetzt weniger zahlen

  • Denn laut Cruises Produktionsfirma Paramount hätte Max Z. für seinen 12-Stunden-Einsatz zumindest 81 Euro bekommen (siehe auch Faksimile oben) müssen. Mehr als die Hälfte allerdings bleibt der Wiener Agentur Austrocast.
  • Deren Buchhalterin Edith Fux erklärt gegenüber ÖSTERREICH. „Wir zahlen 30 Euro wie immer und die Überstunden extra.“ Blöd allerdings: Die Statisten wurden darüber im Vorfeld nicht informiert …

Max Z.: "Statisten
 werden verarscht"

Max Z. (Name geändert), Statist, prangert die Methoden seiner Casting-Firma an.

ÖSTERREICH: Wer hat Sie Ihrer Meinung nach verarscht?
Max Z.: Paramount zahlt 55 Euro Tagespauschale plus 13 Euro pro Überstunde. Plötzlich kommt Austrocast und sagt, uns würden nur 30 Euro zustehen.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie reagiert?
Max Z.: Nach 12 Stunden Kälte und Regen waren wir Statisten dann doch angefressen. Ich gehe jetzt deswegen an die Öffentlichkeit.

ÖSTERREICH: Aber es ist doch normal, dass sich Casting-Agenturen eine Provision einbehalten.
Max Z.: Klar. Wenn das vorher kommuniziert wird. Aber dann doch auch nicht 60 Prozent!

ÖSTERREICH traf Tom Cruise

ÖSTERREICH traf Tom Cruise beim „Mission: Impossible“-Dreh am Wiener Schottenring.

© TZ ÖSTERREICH / Artner

Foto: TZ ÖSTERREICH / Artner

U-Bahn-Station Schottenring, Mittwoch kurz nach 20 Uhr. Dutzende Öffi-Fahrer trauen ihren Augen nicht, als plötzlich Tom Cruise mitten unter ihnen steht. Der Megastar verfolgt den Dreh seines Filmkollegen Simon Pegg. Als er das Set wieder verlassen will, gibt es für die Fans kein Halten mehr. Hunderte drängen sich um ihn, doch Cruise bleibt völlig cool, weist die Polizei sogar an, Fans und Fotografen zu ihm durchzulassen. „Ich liebe Wien. Die Arbeit macht Spaß und alle sind so nett“, schwärmt er beim ÖSTERREICH-Treff. Eine gute Viertelstunde lang scherzt er inmitten der Massen, schreibt Autogramme, posiert für Selfies. Um Mitternacht gibt er vor der Oper gleich noch eine Signierstunde. Ein Star völlig ohne Allüren, dafür mit viel Herz für seine Fans.

(hoa)

Diashow: Tom Cruise: Cooler Nachtdreh

Tom Cruise: Cooler Nachtdreh

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