Gott Verhüte Film

Sex und Religion

"Gott Verhüte": Balkankomödie

Ein Pfarrer sorgt auf einer kroatischen Insel für mehr Nachwuchs.

Ein Pfarrer, der Löcher in Kondome sticht, damit in seiner Gemeinde wieder mehr Kinder auf die Welt kommen? Klingt schräg - und kommt am 8. August ins Kino: Die abseitige Balkankomödie "Gott verhüte!" des kroatischen Regisseurs Vinko Bresan nimmt die katholische Kirche aufs Korn. Schwarzer Humor und anzügliche Witze beherrschen den Film dabei zwar, doch auch dramatische Elemente halten Einzug.

Getrübte Idylle
Azurblaues Meer, schnuckelige kleine Steinhäuser: Eigentlich könnte in dieser Postkartenidylle einer kleinen dalmatinischen Insel alles so schön sein. Doch die Alten sterben weg, und die Babys lassen auf sich warten. Priester Fabian (großartig: Kreimir Miki) fürchtet, das Dorf könnte bald aussterben und tut sich mit Kioskbesitzer Petar (stoisch-cool: Nika Butijer) zusammen: Wenn die Leute nicht mehr verhüten, kommen auch mehr Kinder zur Welt, überlegen sie.

(Un)Geplanter Kindersegen
Die beiden stechen also fortan winzige Löcher in die Kondome, die Petar in Scharen verkauft - es ist schließlich nicht so, als hätten die Leute keinen Sex. Nur mit wem, das entspricht nicht gerade den katholischen Sitten des kleinen Dorfes. Als sich bald auch noch der schrullige Apotheker anschließt und den Frauen nur noch Vitamine statt der Pille verkauft, nehmen die Hochzeiten so zu wie der Bauchumfang der Frauen. Nur die Gesichter einiger Männer werden ziemlich lang.

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