Diashow Stewart: Twilight-Star als Märchenheldin

Snow White & The Huntsman

Stewart: Twilight-Star als Märchenheldin

Der Twilight-Star traf ÖSTERREICH und sprach über ihre Rolle im Kino-Blockbuster.

Die ganze Welt kennt sie aus der Twilight-Saga. Ab 16. November gibt Kristen Stewart zum allerletzten Mal Bella. Doch die Kalifornierin hat für die Zeit danach schon vorgesorgt. Am 31. Mai läuft ihr erster Blockbuster ohne Vampir-Romantik an: In Snow White & The Huntsman kämpft sie als Schneewittchen gegen die böse Königin (Charlize Theron). ÖSTERREICH traf Kristen Stewart vor dem Kinostart zum Interview.

Hier der Trailer zum Film

Das große Interview
Kristen Stewart (22) erobert ab 1. Juni mit ihrem ersten großen Blockbuster nach „Twilight“ die Leinwand: Das Interview zum Filmstart.

ÖSTERREICH: Jeder kennt Sie als Vampir-Mädchen. Fluch oder Segen für die weitere Karriere?

Kristen Stewart::Twilight hat viele Türen geöffnet, jetzt beginnt etwas Neues. Klar werden viele sagen, mit Snow White versucht sie sich nun zu beweisen, will zeigen, dass sie auch etwas anderes kann. Aber ich denke nicht so. Ich wähle meine Rollen instinktiv aus dem Bauch heraus aus.

ÖSTERREICH: Hätten Sie gedacht, dass Sie einmal  im Kino das Schneewittchen spielen werden?

Kristen Stewart: Nein. Ich habe zwar früher die Disney-Filme geliebt, aber die Prinzessinnen-Geschichten waren nie mein Ding. Die böse Königin fand ich übrigens zum fürchten (Lacht.) Ich hatte auch nie ein Lieblingsmärchen. Ich möchte „Das Dschungelbuch“ und „Robin Hood“. Aber ich hatte jetzt keine besondere Beziehung zu „Schneewittchen“.

ÖSTERREICH: Was hat Sie dann an Snow White gereizt?

Kristen Stewart:Dass sie so intuitiv agiert. Sie ist jemand, der sich zu 100 Prozent für andere einsetzt, immer gibt und nichts zurückfordert. Gleichzeitig ist sie selbst sehr isoliert, weil sie nie wirklich zu den anderen dazugehört. Klar ist Snowy aber auch ein kleiner Freak. Und sie hat keine Angst davor, sich dreckig zu machen.

ÖSTERREICH: Sehen Sie Parallelen zwischen Ihnen und Ihrer Figur?

Kristen Stewart:Snowy ist jung und weiß noch nicht genau, wo sie hin will. Diese Phase im Leben kennt doch jeder, in der du deine Gefühle selbst noch nicht genau einschätzen kannst. Trotzdem ist es wichtig, sie wahrzunehmen. Denn ein bisschen später wirst du plötzlich erkennen, warum du das und das gefühlt hast. Und dann ist das wirklich befriedigend. Diesen Satz „Ich hab es dir doch gesagt“ – das ist der beste Satz der Welt.

ÖSTERREICH: Reiten oder kämpfen – was war die größere Herausforderung?

Kristen Stewart: Das Reiten, denn ich habe Angst vor Pferden. Es war furchtbar. Ich habe es gehasst. Wenn mir jemand gesagt hat, das ist das letzte Mal, dass du auf dem Pferd reiten musst, hätte er es bitter bereut, wenn er mich angelogen hätte. Erst habe ich sogar gezögert, zu unterschreiben, weil ich solche Angst hatte. Und ich wusste, dass mich Rupert (Regisseur Sanders, Anm.) durch die Hölle schicken wird. Trotzdem bin ich froh, dass ich es getan habe. Der Film hat mich gezwungen, meine Angst zu überwinden. Und es ist doch viel cooler, echte Gefühle zu zeigen, als sie zu spielen. Was den Kampf mit den Schwertern angeht, da hatte ich gar kein Training. Sie haben mir einfach eines in die Hand gedrückt und gesagt: „Stirb nicht!“

ÖSTERREICH: Was war Ihre Lieblingsszene im Film?

Kristen Stewart: Die Flucht. Der Jäger ist gut, oder? Ich bin so stolz auf ihn. Auch das Ende gefällt mir wahnsinnig gut, wo wir den Strand entlang reiten. Es ist alles genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Rupert hat in dem Film eine Fantasiewelt erschaffen, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe.

ÖSTERREICH: Ähnlich wie bei „Twilight“gibt es wieder ein Liebesdreieck. Absicht?

Kristen Stewart: Das war kein taktischer Schachzug, um die Leute ins Kino zu locken. Die Liebesgeschichte ist im Film ja auch noch nicht wirklich da, darum kümmern wir uns in der Snow White-Fortsetzung – wenn es eine gibt. Ich hoffe es!

ÖSTERREICH: Als „Snow White“ sind Sie „die Schönste im ganzen Land“. Welche Rolle spielt Schönheit für Sie – auch abseits des Jobs?

Kristen Stewart: Es ist doch so: Egal ob äußere oder innere Schönheit, man kann beides als Waffe einsetzen. Und die Leute machen das auch, selbst wenn es nicht richtig ist. Das Ganze ist verrückt. Gerade in Hollywood, im Filmgeschäft, passiert es mir oft, dass jemand kommt und zu mir sagt: „Ich habe gedacht, du bist wunderschön – bis ich dich getroffen habe“ (lacht).

ÖSTERREICH: Wie lebt es sich als Teenie-Idol, das auf Schritt und Tritt beobachtet wird?

Kristen Stewart: Ich überlege mir natürlich schon zwei Mal, wo ich hingehe. Aber ich bin mir immer selbst treu geblieben und schäme mich für nichts, was ich getan habe. Ich glaube, es ist wichtig, den Leuten nichts vorzuspielen. Ich bin einfach ich selbst und keine, die irgendwo auf einem Berg sitzt und den Mädchen das Leben erklärt. Das wirklich tolle an meinem Beruf ist ohnehin etwas anderes: Die kreative Energie, die entsteht, wenn du mit einem Regisseur oder einem Schauspieler zusammensitzt, und die du dann mit Millionen teilen kannst. Das ist es, was zählt.

ÖSTERREICH: Was ist aus Ihrem Plan geworden, neben der Schauspielerei auch mit dem schreiben zu beginnen?

Kristen Stewart: Ich würde das immer noch gerne machen. Ich liebe es, zu schrieben. Aber ich bin keine Geschichtenerzählerin. Ich interessiere mich mehr für die Wörter. Wenn Sie mich fragen, worüber ich mein erstes Buch schreiben würde, ich habe keine Ahnung.

ÖSTERREICH: Nach „Snow White“ und „Twilight“ drehen Sie den Actionstreifen „Cali“, in dem sie Ihren eigenen Tod vortäuschen.

Kristen Stewart: Ja, auf diesen Film freue ich mich wirklich schon. Ich werde auch zum ersten Mal Co-Produzentin sein. Natürlich denke ich mir manchmal, die haben dich nur wegen deines Namens genommen, weil sie dann bessere Leute bekommen. Aber das ist auch der Job eines Produzenten, die Leute zusammenzubringen. „Cali“ wird ein extremer Film, der nicht immer einfach anzusehen ist. Das reizt mich. Wenn es brutal ist, soll es richtig brutal sein. Und wenn es lustig ist, dann wirklich komisch.

Interview: Astrid Hofer

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