Premieren-Hype

Die ganze Welt im Harry Potter-Fieber

Finale: Potter-Abschied als größte Show aller Zeiten. Auch für die Royals.

20 Millionen Euro Einnahmen nur durch den Vorverkauf in den USA, 768 Premieren-Kinos in Australien, und ein trauriger Prince Charles („Grausam dass es vorbei ist“) und – auch ein Superlativ: 60 Mitternachts-Vorstellungen in Österreich. Auf der ganzen Welt grassiert das Harry Potter-Fieber!

Tränen
Bevor gestern um 14 Uhr bei uns über 300 Kinosäle den größten Filmstart des Jahres offiziell einläuteten, hatten weltweit schon Hunderttausende den Film gesehen. In ganz Europa – von Berlin bis London – gab es Mitternachts-Vorstellungen und die Hardcore-Fans ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen: verkleidete Potter-Doubles in Italien, Fußball-Match-Stimmung in Barcelona und Tränen in Stockholm.

Auch Prince Charles war infiziert: Beim Besuch in Cornwall erklärte er: "Es ist grausam, dass es vorbei ist, dass keine weiteren Potter-Filme mehr kommen."

Diashow: Diashow: Harry Potter zaubert ein letztes Mal - letzte Folger - BILDER

Star-Auflauf auf dem roten Teppich am Trafalgar Square.

Die Potter-Autorin J.K. Rowling-

Harry-Potter-Star Daniel Radcluffe durfte nicht fehlen bei der Weltpremiere in London.

Gizzi Erskine kommt zur Weltpremiere der letzten Potter-Folge.

Schauspieler Alan Rickman.

Auch Amanda Byram lässt sich das Event nicht entgehen.

Der Schauspieler und Sänger Darren Criss erfreute Publikum und Fotografen mit kleinen Show-Einlagen.

Der Schauspieler und Sänger Darren Criss erfreute Publikum und Fotografen mit kleinen Show-Einlagen. So...

...oder so.

Anna Wintour mit einem unbekannten Gast.

Der Mime Ralph Fiennes durfte nicht fehlen.

Emma Watson war live bei der Potter-Premiere dabei.

Chloe Green bei ihrem Auftritt auf dem roten Teppich vor der Potter-Abschiedspremiere.

Stars unter sich: J.K. Rowling, Emma Watson, Jason Isaacs, Daniel Radcliffe, Rupert Grint

Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour

Gewichtig: Schauspieler Robbie Coltrane

Peaches Geldof

Daniel Radcliffe, Autorin J.K. Rowling, Emma Watson und Rupert Grint

Auch Fußballer Theo Walcott und Melanie Slade ließen sich das Spektakel nicht entgehen

Kann zufrieden sein: Autorin J.K. Rowling


Helena Bonham Carter am Roten Teppich


Amanda Byram in gewagtem Outfit

Emma Watson gibt fleißig Autogramme


Vor der großen Bühne

Kino in Stadthalle
Das größte Happening stieg aber in Frankreich. In der Pariser Stadthalle Omnisports Bercy, wo sonst Superstars wie Tina Turner oder Queen (ver-)zaubern, zitterten gleich 8.000 Besucher dem finalen Endkampf zwischen Gut und Böse entgegen.

Neue Rekorde. Mit Spannung werden nun die ersten Zahlen erwartet. In den USA wackeln der Mitternachts-Rekord von Twilight (30 Millionen Dollar), der beste Starttag (Twilight, 2, 73 Mio. $) und das erfolgreichste Start-Wochenende (The Dark Knight, 158 Mio. $)

Geisterstunde mit 8.000 Fans

Wien ist anders! Das galt auch für die Harry Potter-Mitternachts-Premiere. Denn während sich weltweit Tausende Fans als Harry, Hermine oder gar Lord Voldemort maskierten, waren in der Nacht auf Mittwoch in den Cineplexx-Kinos die Doubles Mangelware: nur wenige Zauberstäbe und kaum Hüte und Mäntel unter den Kino-Besuchern. Lag es am Tropen-Wetter oder doch am Maskierungs-Muffel der Wiener? Auch die Kinobetreiber zeigten sich verwundert: "Wir hätten uns schon ein wenig mehr Fantasie erwartet."

Bunter war das Bild in Graz: Wohl auch durch die Aussicht auf ganz spezielle Potter-3D-Souvenir-Brillen erschien im Annenkino das Gros der Kinobesucher im Potter-Outfit.

Hit
Verkleidung oder nicht – das Zauber-Duell zur Geister-Stunde war ein voller Hit: Rund 8.000 Potter-Maniacs zitterten österreichweit in 60 Kinos bis 2.11 Uhr früh (!) mit.
Auch Star-Kabarettist Andreas Vitasek ("Potter ist längst ein Teil der Familie geworden") und viele Kinder, die im Tross der Eltern das "Ab 12 Jahre"-Jugendverbot umgehen konnten, wollten den neuen Potter sofort sehen.

Tränen
Zum Filmfinale – Harry Potter (Daniel Radcliffe), der 19 Jahre später mit Ginny Weasley (Bonnie Wright) verheiratet ist, und seinen eigenen Sohn am Bahnsteig 9 ¾ zum Schulzug bringt – flossen die Tränen. Auch weil das Zaubermärchen nun endgültig vorbei ist: JK Rowling will zwar ab Oktober auf ihrer neuen Website pottermore.com unveröffentlichte Mini-Storys bieten, aber eben keine weiteren Potter-Romane mehr schreiben.