Diashow Robert Redford verfolgt heiße Spur

Thriller der alten Schule

Robert Redford verfolgt heiße Spur

"The Company You Keep": Auch  LaBeouf und Sarandon mit von der Partie.

Einen Politthriller alter Schule bringt Robert Redford mit "The Company You Keep" ab kommenden Freitag (26. Juli) in die Kinos. Die neunte Regiearbeit des 76-jährigen Oscar-Preisträgers, der seit den 1960er Jahren zu den populärsten Hollywoodschauspielern zählt und nicht zuletzt für sein politisches Engagement bekannt ist, konfrontiert einen erfolgreichen Bürgerrechtsanwalt mit seiner Vergangenheit, in der er Teil einer militanten Untergrundbewegung war. In der Hauptrolle agiert Redford selbst, als ehrgeiziger Journalist versucht Shia LaBeouf die Wahrheit herauszufinden.

Hier der Trailer zum Film



Starbesetzer Thriller
Redford spielt Jim Grant, der vor 30 Jahren den "Weathermen" angehörte, einer linksextremen Gruppierung, die aus der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung hervorging. Wie seine Wegbegleiter ist er abgetaucht und hat sich unter falscher Identität ein friedliches Leben aufgebaut. Während er sich nach einem Autounfall seiner Frau als alleinerziehender Vater durchschlägt, wird seine einstige Kollegin Sharon Solarz (Susan Sarandon) verhaftet - und der junge Lokalreporter Ben Shepard wittert seine Chance, einer großen Geschichte auf die Spur zu kommen. Seine Recherchen und das FBI zwingen Grant schließlich zur Flucht.

Redford als Enthüllungsjournalist
Wem seine Sympathien gehören, verheimlicht Redford in dem Film keine Sekunde: dem wachen, engagierten, denkenden und fühlenden Menschen. Dazu gehören aufgeklärte Journalisten für den Star ebenso wie politische Protestbewegungen. Er sei genauso ein Gegner des Vietnamkriegs und ein Freund der Bewegung gewesen, so Redford in einem Interview. "Aber als sie gewalttätig wurde, konnte ich das nicht gutheißen." Genau diesen Fragen geht der Filmemacher in "The Company You Keep" nach: Heiligt der Zweck die Mittel? Wo liegen die Grenzen - sowohl des Protests als auch des Journalismus?

   Filmisch orientiert sich Redford dabei an ähnlicher Genrekost aus den 1970er Jahren, gleichzeitig ist die Geschichte fest in der Gegenwart verankert. Datenschutz und Überwachung werden ebenso thematisiert wie die Korruption im Kleinen, der Kampf für die Freiheit kann dabei manchmal auch direkt ins Gefängnis führen. Was der individuellen Freiheit im Wege steht, dekliniert Redford in klassischer Manier durch: "Es ist so unglaublich wichtig, die Wahrheit zu erzählen. Vor allem dann, wenn politische Kräfte dich daran hindern wollen", so Redford.

Top besetztes Action-Abenteur
Der Film, der bis in die kleinsten Rollen mit Nick Nolte, Anna Kendrick, Stanley Tucci oder Brandon Gleeson top besetzt ist, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gordon und handelt von der realen linksradikalen Untergrundbewegung Weathermen, die in den 1960ern Aktionen gegen US-amerikanische Institutionen verübte. Der Raubüberfall aus dem Film hat so jedoch nicht stattgefunden. "Wer hätte damals gedacht, dass nach dem Vietnamkrieg ein noch viel schlimmerer Krieg kommen würde: der Irak-Krieg", sagte Redford desillusioniert. "Er kostete mehr Menschenleben und beschädigte das Image der USA noch mehr."

Privatsphäre wird hochgeschätzt
In der schönen letzten Szene des Films sieht man Redford, wie er seiner kleinen Tochter die Ereignisse zu erklären versucht. Den Ton dazu hört man nicht. Keiner scheint so genau wie Redford zu wissen, wie wichtig es ist, dass zur individuellen Freiheit auch die Privatsphäre und das Recht auf Geheimnisse gehören.

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