Kammersänger Kmentt verstorben

Mit 85 Jahren

Kammersänger Kmentt verstorben

Der österreichische Tenor Waldemar Kmentt, langjähriges Ensemblemitglied und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, ist am heutigen Mittwoch 85-jährig gestorben. Das teilte das Haus am Ring mit. "Mit ihm ist gewissermaßen der Doyen des Sängerensembles der Wiener Staatsoper, ein Familienmitglied von uns gegangen", so Direktor Dominique Meyer.

Mit seiner unvergesslichen Stimme und großen Persönlichkeit sei er eine tragende Säule des Wiener Mozartensembles der Nachkriegszeit gewesen. Über dreieinhalb Jahrzehnte wirkte er an der Staatsoper.

1.480 Vorstellungen
Waldemar Kmentt wurde am 2. Februar 1929 in Wien geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Wiener Musikakademie bei Adolf Vogel und Hans Duhan sowie bei Elisabeth Rado. 1951 debütierte er an der Volksoper Wien (damals das Ausweichquartier der Wiener Staatsoper) und wurde kurz darauf Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Dort verkörperte er insgesamt 79 Rollen in 1.480 Vorstellungen. Zu seinen meistgesungenen Partien zählen Tamino in "Die Zauberflöte", Hans in "Die verkaufte Braut" und die Titelpartie in "Les Contes d'Hoffmann". 1982 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt, wo er zuletzt am 25. November 2005 als Haushofmeister ("Ariadne auf Naxos") zu erleben war. 18 Jahre lang war Kmentt Leiter der Opernschule des Konservatoriums der Stadt Wien und war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

 

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