Sturm auf Premiere von „Anna Bolena“

Netrebko für 800 Euro

Sturm auf Premiere von „Anna Bolena“

„Um diesen Kuss werden mich viele Männer beneiden“, sagt Elisabeth Kulman. Sie singt ab 2. April in der Donizetti-Oper Anna Bolena die Hosenrolle des verliebten Pagen Smeton. Und dieser bekommt, nachdem er im Folterkeller Heinrichs VIII. hat darben müssen, von Anna Bolena – alias Anna Netrebko – besagten tröstlichen Kuss.

Karten im Internet für 800 Euro
An die Tatsache, dass Karten für diese heillos ausverkaufte Staatsopernproduktion im Internet bereits um 800 Euro gehandelt werden, will Kulman gar nicht denken: „Das macht einen am Ende noch nervös …“ Im Übrigen findet die Mezzo-Könnerin, die von Monteverdi bis Aribert Reimann „500 Jahre Operngeschichte abdeckt“, die Probenzeit extrem angenehm: „Ich bin überrascht, was für ein entspannter, cooler Typ Anna ist. Aber wen wundert’s: Sie hat alles erreicht, alles geschafft, kann tun und lassen, was sie will … Sie ist ein sympathischer, großzügiger Mensch.“

Dream-Team
Dass sie Teil eines Traumensembles ist – neben ihr und Netrebko singen auch Elīna Garanča und Ildebrando D’Arcangelo –, beflügelt sie: „Da fühl’ ich mich in guter Gesellschaft“, lächelt Kulman. Übrigens: Wer keine 800 Euro für Anna Bolena hinblättern möchte, kann die Oper auch live auf der Videowall vor der Oper und am 5. April im ORF erleben.

Autor: Christoph Hirschmann
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