Neue Bücher von Austro-Autoren

Neuerscheinungen

Neue Bücher von Austro-Autoren

Neues. Flucht und Schiffbruch spiegeln sich als große Themen unserer Gegenwart auch in den österreichischen Buchneuerscheinungen des Frühjahrs wider. Aber auch das Glück wird untersucht, manches zum Lachen geboten, ein Trend zu Erzählungen und zum Ausflug von Erzählern in die Lyrik. Eine Auswahl aus dem Bücherfrühling, der schneller kommt als das warme Wetter.

 

  • Ilija Trojanow: „Nach der Flucht“. „Die Flucht wirkt fort, ein Leben lang“, sagt Ilija Trojanow über seine Prägung als Geflüchteter in der Kindheit, in Nach der Flucht (S. Fischer) hat er diese Reflexion in ein autobiografisches Essay gegossen.

  • Radek Knapp: „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“. Auch Radek Knapp erzählt in seinem neuen, bei Deuticke erscheinenden Roman von Migration in der Kindheit. Sein Held Walerian in Der Mann, der Luft zum Frühstück aß übersiedelt, wie Knapp selbst, mit zwölf ­Jahren von Warschau nach Wien.

  • André Heller: „Uhren gibt es nicht mehr“. Und auch über die Kindheit von André Heller dürfte sich einiges erfahren lassen: Nach seinem Buch vom Süden mit autobiografischen Zügen aus dem Vorjahr legt er nun den Band Uhren gibt es nicht mehr vor, eine Sammlung von Gesprächen mit seiner 102 Jahre alten Mutter.

Franzobel schildert brandaktuelle Historie

  • Franzobel: „Das Floß der Medusa“. Franzobel schildert in Das Floß der Medusa eine historische Geschichte, die aktueller kaum sein könnte: von einem Schiffsunglück vor der afrikanischen Küste, bei dem knapp 150 Leute auf einem nicht manövrierbaren Floß zurückgelassen wurden. Angekündigt ist ein „epochaler Roman“, basierend auf dem berühmten Gemälde von Théodore Géricault.

  • Karl-Markus Gauß: „Zwanzig Lewa oder tot“. Andere Reisen unternimmt Karl-Markus Gauß und nimmt in Zwanzig Lewa oder tot ­unter anderem mit nach Moldawien, in das ärmste Land Europas.

  • Kurt Palm: „Strandbadrevolution“. Unterdessen weilt Kurt Palm in Strandbadrevolution im Sommer 1972 in der österreichischen Provinz und lässt seinen Helden Mick jugendliche Erweckungserlebnisse durchmachen.

  • Michael Köhlmeier, Monika Helfer: „Ein Vorbild für Tiere“, „Der Mensch ist verschieden“, „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“. Tierisch geht es bei Michael Köhlmeier zu, der in Ein Vorbild für Tiere unter die Lyriker geht und sich laut Hanser Verlag „als Dichter des Alltäglichen und des großen Ganzen“ erweist. Gemeinsam mit seiner Frau Monika Helfer veröffentlicht Köhlmeier außerdem die Erkundung Der Mensch ist verschieden, Porträts von 33 Charakteren, die auf der Typenlehre des griechischen Philosophen Theophrast basieren – zwischen „Zaunzieher“ und „Gewohnheitsmensch“. Aber auch Monika Helfer hat neben der gemeinsamen eine Solopublikation in petto: Bei Jung und Jung erscheint Schau mich an, wenn ich mit dir rede, ein Roman über „skandalös alltägliche Verhältnisse“ in einer Patchworkfamilie.

  • Daniel Wisser: „Löwen in der Einöde“. Ebenfalls bei Jung und Jung erzählt Daniel Wisser in Löwen in der Einöde von der Liebe eines Heranwachsenden zu seiner spurlos verschwundenen Lateinnachhilfelehrerin.

  • Elfriede Kern: „Das Nesselhemd“. Elfriede Kern meldet sich bei Jung und Jung – fast 15 Jahre nach ihrem Roman Tabula rasa – erstmals zurück mit Nesselhemd, einem „bösen Märchen“ über ein von Unterdrückung und Unterwerfung zusammengeschweißtes Paar.

  • Jochen Jung: „Das alte Spiel“. Der Verleger Jochen Jung wiederum veröffentlicht bei Haymon, und zwar Gedichte. Das alte Spiel verspricht „lakonische Lyrik in modern-munteren Tönen“.

  • Eva Menasse: „Tiere für Fortgeschrittene“. Neues kommt auch von Eva Menasse: diesmal nicht in Romanform, hat die in Berlin lebende Wienerin unter dem Titel Tiere für Fortgeschrittene (Kiepenheuer & Witsch) Erzählungen oder „umgekehrte Fabeln“ geschrieben, die mit „liebevollem Forscherinnenblick“ jeweils von einer kuriosen Eigenschaft aus dem Tierreich ausgehen und sie spielend auf den Menschen übertragen.

  • Bernd Fischerauer: „Burli“. Peter Simonischek (Toni Erdmann) wird bei der Präsentation des Debütromans von Regisseur Bernd Fischer­auer lesen: Burli berichtet vom Aufwachsen zwischen Geheimnissen im Graz der Nachkriegszeit.

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