Staatsopern-Gala für Jahrhundertsängerin

Edita Gruberova

Staatsopern-Gala für Jahrhundertsängerin

Edita Gruberova gehört, wie seinerzeit Maria Callas, zur seltenen Gattung der Jahrhundertsängerin. Am 18. Februar 1968 stand die 21-Jährige in Bratislava als Rosina im Barbier von ­Sevilla erstmals auf einer Opernbühne. Am 7. Februar 1970 debütierte sie als Königin der Nacht in der Zauberflöte an der Wiener Staatsoper. Seither ist die Königin des Belcanto, die mit ihren perlenden Koloraturen noch immer im Opernolymp thront, dem Haus am Ring eng verbunden; sie hat hier 50 Partien in 700 Vorstellungen gesungen.

Liebe. Exakt 45 Jahre nach ihrem Staatsoperndebüt gibt die Primadonna heute ein seit Monaten ausverkauftes Galakonzert, in dem sie Arien von Donizetti und Bellini zum Besten gibt. „Ich liebe Bellini und Donizetti, weil sie für meine Stimme geschrieben haben“, sagt sie. „Für diese Musik braucht man Höhe und Koloraturen, Dramatik und Gefühle. Und man braucht eine sehr gute Technik und viel Verstand. Ich singe mit der Seele, der Ausdruck ist entscheidend, jede Koloratur bedeutet etwas. Wenn ich die Opern gesungen hätte, die große Dirigenten mir seit Jahrzehnten anbieten – Aida oder Salome –, hätte ich schon lang keine Stimme mehr.“

E. Hirschmann-Altzinger

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