Theater a.d. Wien - So witzig ist Haydn

Kritik

Theater a.d. Wien - So witzig ist Haydn

Was für skurrile Gestalten man im Vergnügungspark doch antrifft! Ritter Orlando etwa (großartig: Kurt Streit).

Premiere
Der reitet wallenden Haars und nichts ahnend auf seinem Ringelspiel-Ross, findet einen Brief seiner Angebeteten Angelica (stimmlich agil: Eva Mei), in dem sie Medoro ihre Liebe gesteht, zückt sein Schwert und läuft Amok. Dazwischen poltert der mit seiner Lanze kurios fuchtelnde Barbarenkönig Rodomonte (kernig: Jonathan Lemalu) neben der süßen Ringelspiel-Schäferin Eurilla (samtweich: Juliane Banse). Regisseur Keith Warner verlegt die Handlung von Orlando paladino auf einen Rummelplatz, inszeniert mit viel Humor und stets im Einklang mit Haydns tatsächlich originell-witziger Musik.

Plädoyer
Doch des Komponisten Dank gälte vor allem Nikolaus Harnoncourt und seinem bestens disponierten, spielfreudigen Concentus Musicus, denn: Ein besseres Plädoyer dafür, Haydn-Opern zu spielen, als jenes, das aus dem Orchestergraben kommt, gibt es nicht.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 11

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum