Vom Kapitalisten-Macho zum Superheld

Kinostart

Vom Kapitalisten-Macho zum Superheld

Ein arroganter Kapitalisten-Macho in der Midlife-Crisis als Superheld. – Dass Regisseur John Favreau seine Adaption des US-Comics Iron Man als One-Man-Show für Robert Downey Jr. anlegte, war die beste Entscheidung, seit es Marvel-Comic-Verfilmungen gibt.

Wie in der Vorlage von 1963 bezieht auch der moderne „Iron Man“ seinen Superheldenstatus aus keinem Spinnenbiss oder sonstigen Fantasie-Mutationen. Sondern aus dem ur-amerikanischen Kulturprinzip „Erfindergeist“:

Auf einer Auslands-Mission gekidnappt, entwickelt der milliardenschwere Waffenhändler Tony Stark (Downey) das Iron-Man-Exo-Skelett, das ihm unbändige Kraft verleiht und ihn fliehen lässt. Zurück in L. A. wird er zum Friedensstifter und Gegner der Waffen-Lobby.

Vor allem durch einen genial schizophren menschelnden Downey, zwischen Kapitalismus-Held und US-Moral-Apostel, gelingt Iron Man ein ironischer Twist der zweifelhaften US-„Tugenden“ Waffengewalt, Technik-Fortschritt – und eben Erfindergeist. Ebenfalls sehenswert: Gwyneth Paltrow als Assistentin und Jeff Bridges als Widersacher.

USA 2008. 118 Min. Von John Favreau. Mit Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Jeff Bridges.

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