Ars Electronica: Preise

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Ars Electronica: Zukunft abgesichert

Ars Electronica ist trotz Neubaus und Budgetkürzung finanziell wieder am Damm.

Die Linzer Ars Electronica ist trotz Neubaus und Budgetkürzung finanziell wieder am Damm. 2013 wurden 12,9 Mio. Euro erwirtschaftet, der Selbstfinanzierungsgrad beträgt - auch dank der Ideenschmiede Futurelab und der Umsetzungseinheit AE Solutions - rund 60 Prozent. In einer Pressekonferenz am 4. Februar waren alle Beteiligten überzeugt, dass die vom Land zurückgehaltenen Mittel bald fließen werden.

Bestbesuchtes Museum Oberösterreichs  

Das Ars Electronica Center ist mit mehr als 175.000 Besuchern 2013 (plus 2,4 Prozent) das bestbesuchte Museum Oberösterreichs. Zum Unternehmen zählen aber neben dem Ausstellungsbetrieb und dem Prix Ars Electronica samt Festival auch der Thinktank Futurelab sowie die seit zwei Jahren im operativen Betrieb befindliche Ars Electronica Solutions, die Ideen reif für den Markt macht. "Die Reduktion auf das Museum verstellt den Blick auf das Ganze", so der kaufmännische Geschäftsführer Diethard Schwarzmair. Sein künstlerisches Gegenüber Stocker: Allein, dass man für das Festival im Vorjahr über Sachsponsoring und Kooperationen eine Million Euro lukriert habe, zeige die "Attraktivität der Marke Ars Electronica", etwa bei Firmen, Universitäten oder Kultureinrichtungen weltweit.

Die harten Jahre sind überstanden
Die Ars Electronica hatte zuletzt finanziell durchaus steinige Jahre zu bewältigen. Neben dem Neubau, dessen letzte Rate nun abbezahlt ist, war auch die 2012 erfolgte Mittelkürzung in der Höhe einer knappen Mio. Euro zu verdauen. Das nagte an den Rücklagen, im abgelaufenen Jahr lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit rund 500.000 Euro im Minus. Heuer soll es aber wieder eine schwarze Null werden.

Es geht bergauf
Insgesamt nahm die Ars Electronica Linz GmbH 2013 rund 12,9 Mio. Euro ein. Das ist - um Einmaleffekte bereinigt - ein Plus von 285.000 Euro gegenüber 2012. Das Center trug 4,4 Mio. Euro bei, der Bereich Festival, Prix und internationale Ausstellungen 2,8 Mio., ebenso die AE Solutions. Das Futurelab brachte 3,2 Mio. Euro. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt mittlerweile bei rund 60 Prozent, 2010 waren es noch 45 Prozent. "Die Ars Electronica hat ihre Hausaufgaben gemacht", lobte der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP).

Förderungen erwünscht
Von den knapp 5,2 Mio. Euro der öffentlichen Hand gingen 57 Prozent an das Center, mehr als ein Drittel erhielten das Festival und der Prix. Das Futurelab bekam mit knapp fünf Prozent nur ein kleines Stück vom Kuchen, die AE Solutions gar keines. Sie erwirtschaftete im zweiten Jahr ihres Bestehens aber bereits knapp 2,8 Mio. Euro. Hier sieht Schwarzmair durchaus noch Luft nach oben. Für 2014 hat er sich 3,1 Mio. vorgenommen, auf längere Sicht seien vier bis fünf Mio. Euro ein realistisches Ziel.

Geld soll bald fließen

Einen Löwenanteil (75,9 Prozent) der Basisentgelte trägt die Stadt. Da sich Linz und das Land derzeit wegen ihrer Kulturzahlungen uneins sind, hielt Oberösterreich zuletzt Mittel für das AEC und die Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) zurück. Vor einem für 12. Februar geplanten klärenden Gespräch zwischen Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und LH Josef Pühringer (ÖVP) gaben sich alle optimistisch: Der Stadtchef geht davon aus, dass "rasch wieder Normalität einkehrt und gezahlt wird, was vereinbart ist". Aber natürlich fehle die Million, die nicht zur Auszahlung gelangt sei, räumte Schwarzmair ein. Wenn sie nicht käme, hätte man ein "seriöses Problem". Vom Bund wäre aber eine Aufstockung der derzeit gezahlten 130.000 Euro angesichts der über die Landesgrenzen hinausgehenden Wirkung des Hauses willkommen, so der Geschäftsführer.

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