Streit um Burgtheater wird nun international

Attacken aus CH und Ungarn

Streit um Burgtheater wird nun international

Der Druck auf Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann wird immer größer: Am Freitag sprach ihm das Ensemble öffentlich das Misstrauen aus – ÖSTERREICH berichtete. Am Wochenende wurde der Kulturmanager dann auch aus dem Ausland heftig unter Beschuss genommen.

Vorwürfe aus Zürich
So sagte der ehemalige Direktor der Züricher Kulturabteilung im profil, es sei eine „mutwillige Beleidigung“ wenn Hartmann behaupte, das Schauspielhaus Zürich als Sanierungsfall übernommen und saniert zu haben. Tatsache sei vielmehr, dass Hartmanns Vorgänger Andreas Spillmann seine letzte Saison 2004/05 mit Gewinn abgeschlossen und Hartmann sein Engagement mit einem Verlust von umgerechnet knapp 190.000 Euro in der ersten Spielzeit begonnen habe.

Absage aus Ungarn
Am Sonntag wurde zudem ein Brief des Intendanten des Ungarischen Nationaltheaters, Attila Vidnyanszky, bekannt. Darin sagt dieser die Teilnahme seines Theaters an dem für März geplanten Ungarn-Festvial ab. Grund: die „um das Burgtheater entstandene unsichere Lage“. Man höre in Budapest von „Veruntreuung, Datenfälschung, kreativer Buchhaltung“. Sein Ensemble solle nicht Spielball von „Ereignissen mit Skandalgeruch werden“, so Vidnyanszky.

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