Bregenzer Festspiele: David Pountney

Bregenzer Festspiele

Pountney setzt zum Schluss auf Familienoper

Intendant verabschiedet sich mit "Zauberflöte" &  Kinderopern aus dem Ländle.

 Neu im Programm der Bregenzer Festspiele ist die Familienoper. Gezeigt werden das von Igor Strawinsky vertonte Volksmärchen "Die Nachtigall" (Premiere 17. August) in einer Puppentheaterversion und "Die unerwartete Schwalbe" (18. August) von dem polnisch-französischen Komponisten und Auschwitz-Überlebenden Simon Laks. Gespielt wird im Bühnenbild der Schlechtwetterversion der "Zauberflöte". Die Werke seien für Kinder ab acht Jahren gedacht, "aber auch reizvoll für Ältere", so der scheidende Festspiel-Intendant David Pountney. Laut Diem ist die Begleitkarte für Erwachsene günstiger.

"War Requiem" zum Gedenken  
Die Orchesterkonzerte werden am 28. Juli mit einem besonderen Abend eröffnet. Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs spielen die Wiener Symphoniker unter Philippe Jordan in Bregenz Benjamin Brittens "War Requiem", in dem abendfüllenden Werk wird etwa Michael Volle zu hören sein. Am 4. August steht das Orchester gemeinsam mit dem Schlagwerker Martin Grubinger auf der Bühne, gespielt werden Werke von Johann Strauss und HK Gruber. Für das dritte Konzert kehrt Ulf Schirmer mit Musik von Franz Lehar und Alexander von Zemlinsky ans Dirigentenpult zurück.

Viel Neues auf der Seebühne
Im Rahmen der zeitgenössischen Schiene "Kunst aus der Zeit (KAZ)" sind für 2014 zwei Uraufführungen programmiert. So inszeniert Nicola Raab in Kooperation mit dem Festival "Wien Modern" die Oper "Das Leben am Rande der Milchstraße" (Premiere 1. August) mit Musik von Bernhard Gander. Thematisiert wird unter anderem die moderne Arbeitswelt. "Wien Modern"-Leiter Matthias Losek erklärte über sein "Herzensprojekt", man habe drei Jahre an der "Sitcom-Oper" gearbeitet. Als begehbare Operninszenierung gestaltet ist "Trans-Maghreb" (Premiere 21. August), ein Stück über ein Eisenbahnprojekt in der libyschen Wüste, das in den arabischen Frühling gerät, mit Musik von Peter Herbert nach einer Novelle von Hans Platzgumer.

Letzte Saison für Intendant und Zauberflöte
Abschied von Bregenz nehmen wird 2014 nicht nur die "Zauberflöte", sondern nach elf Jahren auch Intendant David Pountney. Am letzten Festspieltag, 24. August, steht daher das Mozart-Singspiel "Der Schauspieldirektor" als öffentliches Abschiedskonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg unter Gerard Korsten auf dem Programm. Als Rückblick auf die Bregenzer Pountney-Jahre wird im Juni 2014 auch ein Buch erscheinen.

 Info

69. Bregenzer Festspiele von 23. Juli bis 24. August 2014. Weitere Informationen im Internet unter www.bregenzerfestspiele.com.