"Exposed" in der Galerie Ostlicht: Bryan Adams imponiert als Fotograf

Ausstellungs-Tipps

Bryan Adams verschafft kühlen Kopf in Wien

Adams Fotos, Sommerbilder & Co. verschaffen Abkühlung im Museum.

Die Hitzewelle erreicht im Moment ihren Höhepunkt. Bis zu 38 Grad heiß ist es mittlerweile schon im Lande. Da fällt sogar der Besuch im Gastgarten in die Kategorie schweißtreibende Angelegenheit. Genau aus diesem Grund sollte vielleicht einmal wieder ein Besuch im Museum oder in einer Galerie am Programm stehen. Hier nun ein kleiner Überblick der gerade laufenden Ausstellungen.

Bryan Adams in der Galerie Ostlich
Dass der kanadische Rocksänger Bryan Adams sich auch gut hinter der Kamera macht ins bereits bekannt. Die fertigen Produkte seiner Fotographie-Kunst sind zurzeit in der Galerie Ostlicht in Wien zu begutachten. Seine Ausstellung "Exposed" läuft noch bis 22. September.

Das blutige Thronfolger-Hemd
Ein wenig Geschichtsverständnis will das Heeresgeschichtliche Museum Wien (HGM) in Wien vermitteln. Am 28. Juni jährt sich das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo, das in der Folge zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte, zum 99. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das HGM ab 21. Juni für zwölf Tage bis zum 2. Juli im Sarajevo-Raum das Hemd des Anschlagsopfers. Die Dauerleihgabe der Jesuiten darf aus konservatorischen Gründen nur begrenzt Licht ausgesetzt werden.

Kulinarische Sommerbilder im Essl Museum
Rechtzeitig zum Sommerstart ist am 18. Juni im Essl Museum in Klosterneuburg die Ausstellung "Sommerbilder" eröffnet worden: eine in mehrfacher Hinsicht kulinarische Angelegenheit, ließen sich doch Wiener und Klosterneuburger Gastronomen von den zur Schau gestellten Werken zu kreativen Gerichten und coolen Drinks inspirieren. So geriet auch die Vernissage zum relaxten Chill-out, ganz im Sinne von Kurator Andreas Hoffer und Sammler Karlheinz Essl.

"Bessere Hälften" im Kunsthistorischen
Adam und Eva, Heraklit und Demokrit, Rom und Konstantinopel: Im Kunsthistorischen Museum (KHM) geht es ab morgen, Dienstag, um Pärchen aller Art. "Bessere Hälften" nennt sich die fünfte Auflage der "Intermezzo"-Reihe, die im Jahrestakt "breitenwirksame" Themen aus dem Blickwinkel aller Sammlungen des Hauses beleuchtet. Gut Bekanntes und Bestände aus den Depots treffen sich dabei in neuem Kontext - und laden ein, "Sehgewohnheiten zu verändern", wie Generaldirektorin Sabine Haag  erklärte. Die Päärchen kann man noch bis 8 September im KHM Wien besuchen.

Alexander Rodtschenko im Westlicht
Alexander Rodtschenko gehört zu den wesentlichen Proponenten der russischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Dabei ist der 1891 in St. Petersburg geborene Künstler den meisten vornehmlich als Maler und Grafiker ein Begriff. In der Wiener Galerie Westlicht ist nun das fotografische Werk Rodtschenkos zu besichtigen. Mit 200 Arbeiten wird bis 25. August der Weg des Fotografen von frühen Porträtaufnahmen, über klassische Sowjetmontagen bis hin zu konstruktivistischen Stadtansichten nachgezeichnet.

Linda McCartney Fotos in Wien
Auf den Fotos, die ihr Mann Paul und andere von ihr gemacht haben, sieht Linda McCartney schüchtern aus. Erst durch das Objektiv, selbstvergessen, konnte sie selbstbewusst auftreten, gab sie einmal zu - und mit ihrer Kamera einzigartige Dokumente ihrer Zeit und ihres Umfeldes erschaffen. Bis zum 6. Oktober ist eine Retrospektive von McCartneys fotografischem Werk - als Chronistin der Sixties und ihres Familienlebens, aber auch als Naturliebhaberin und fotografische Landschaftsmalerin - im Kunsthaus Wien zu sehen.

"Eastern Promises" im MAK
Wer an Architektur in Ostasien denkt, dem kommen zunächst Megabauten und spektakuläre Projekte in den Sinn. Dass das nicht alles sein kann, ist eigentlich logisch. Das Wiener MAK gibt nun Gelegenheit, die "Eastern Promises" genauer - sogar sehr genau - unter die Lupe zu nehmen. Die umfangreiche Ausstellung lädt zum Studieren ein, stellt "Raumproduktion" als soziales, ästhetisches, historisches Phänomen sowohl anhand großer Zusammenhänge, als auch anhand von ausgewählten Projekten dar und macht deutlich, dass Ostasiens "Denken von Raum", so Kurator Christian Teckert, nicht nur zutiefst anders, sondern in vielen gesellschaftlichen Bereichen auch absolut pionierhaft ist. Die Schau läuft noch bis 6. Oktober.