Edi Finger geht in ORF-Pension

Viele neue Pläne

Edi Finger geht in ORF-Pension

Die Reporter-Legende will keineswegs leiser treten: "Habe viele Offerte".

Seit 1967 ist Edi Finger jr. (62) in Amt und Würden des ORF. Er übertrug Tausende Sportberichte in Radio und TV, ist der letzte Kommentator, der über ein 90-minütiges Fußballmatch live im Hörfunk berichtete. Jetzt hört er auf: am 31. März geht er beim ORF in Pension – leiser treten will er aber nicht. Gemeinsam mit Ehefrau Marion veranstaltet er die Notte Sportiva sowie den Orange Filmball, dazu gibt es ein Filmangebot. Das ÖSTERREICH-Interview:

ÖSTERREICH: Am 31. 3. endet Ihre ORF-Laufbahn …
Edi Finger Jr.: Ich wollte schon vor fünf Jahren den ORF verlassen. Allerdings wollte der damalige Kaufmännische Direktor (Anm.: der heutige ORF-GI Alexander Wrabetz) mir meine Abfertigung nicht auszahlen. Also habe ich weitergemacht. Doch am 9. März bin ich 62 geworden und habe nun die entsprechenden Dienstjahre erfüllt. Es wäre sicher gegangen, weiter dabei zu bleiben, aber ich wollte doch nicht zur tragischen ORF-Figur werden.

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Der Wiener Filmball 2011

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    ÖSTERREICH: Ab 1. 4. sind Sie nun also in Pension?
    Finger: Um eines klar zu stellen: Ich gehe definitiv nicht in Pension!

    ÖSTERREICH: Ein Abschied mit Wehmut?
    Finger: Es ist der richtige Zeitpunkt. Ich gehe mit zwei lachenden Augen.

    ÖSTERREICH: Was planen Sie nach dem ORF-Ende?
    Finger: Ich habe zwei Offerte, aber noch nichts unterschrieben. Es gibt Pläne für eine TV-Sitcom, eine Filmrolle in einer Norbert-Blecha-Produktion und dazu werde ich meiner Frau noch mehr beim Filmball 2012 helfen.

    ÖSTERREICH: Schon Ihr Vater war eine ORF-Legende. Kein leichtes Leben …
    Finger: Es gibt den Spruch „Mitleid gibt es geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.“ Bei mir war es genau umgekehrt (lacht).