Festival Retz  mit Orpheus Schwerpunkt

Barockoper

Festival Retz mit Orpheus Schwerpunkt

Eine Georg Philipp Telemann Barockoper eröffnet das Hochkultur-Festival.

Ganz im Zeichen von Orpheus steht die niederösterreichische Weinstadt Retz in diesem Sommer. Das Festival Retz "Offene Grenzen" 2012 spürt dem Schriftsteller und Komponisten durch die Jahrhunderte hindurch inspirierenden Orpheus-Mythos nach. Den Auftakt am 5. Juli bildet die Premiere von Georg Philipp Telemanns Barockoper "Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe" in der Kirche St. Stephan, bis 15. Juli folgen Konzerte und Lesungen. Das Programm wurde am Donnerstag in Wien vorgestellt.

Verschollene Patiur wieder gefunden
Die laut Aussendung des Festivals lange verschollene Partitur des Meisterwerks wurde vor 30 Jahren in den Archiven der Grafen von Schönborn wieder aufgefunden und kommt nun in Retz zur szenischen Aufführung. Andreas Schüller wird das kammermusikalische Orchester ensemble continuo dirigieren, Regie führt Monika Steiner. Mit Mathias Hausmann (Orpheus) und Katharina Stummer (Eurydike) wurden erfolgreiche Protagonisten der vorangegangenen Jahre verpflichtet. Neu im Ensemble sind die Sopranistinnen Bernada Bobro (Orasia), Mara Mastalir (Ismene) und der Bass-Bariton Yasushi Hirano (Pluto), es singt der Chor Labyrinthe Vocalensemble.

"Götter und Helden" mit dabei

Als weitere Höhepunkte wurden der Liederabend "Götter und Helden" mit Hausmann und das Konzert "Die Odyssee des Orpheus" des Merlin Ensemble Wien mit Kompositionen von Franz Liszt, Volker David Kirchner, Anestis Logothetis, Henry Purcell und Olivier Messiaen angekündigt. Das Merlin Ensemble Wien spielt auch ein Nachtkonzert mit Kompositionen von Johannes Brahms, Till Alexander Körber und Richard Strauss. In das Festivalgeschehen wird auch der Retzer Gesangverein eingebunden, der einen Festgottesdienst mit liturgischen Gesängen aus Telemanns "Missa Brevis" und "Matthäus-Passion" gestalten wird.

Epen und Sagen im Zentrum
Das Literaturprogramm - mit unter anderen Ivan Klima und Barbara Neuwirth - steht ebenfalls im Zeichen antiker Epen und Sagen sowie deren Spuren in der Dichtung der Gegenwart. Den Auftakt des Lesereigens bildet Raul Schrotts neue deutschsprachige Übersetzung der "Ilias" von Homer. Marie-Theres Kerschbaumer reflektiert in ihren Sprach- und Textgeweben "Orfeo" und "Neun Elegien" über Heimatlosigkeit und Zerrissenheit, Michael Köhlmeier erzählt Sagen des klassischen Altertums.

Info
Alle Informationen rund um das Festival finde Sie unter www.festivalretz.at.

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