Festspiel-Finale mit "La Bartoli"

Salzburger Festspiele

Festspiel-Finale mit "La Bartoli"

Anlässlich der „Cenerentola“-Premiere gab die Sängerin ein Interview.

Als letzte Opernpremiere der Salzburger Festspiele ist heute Rossinis buffoneske Märchenoper La Cenerentola zu erleben. Star der schon bei den Salzburger Pfingstfestspielen bejubelten Produktion ist die römische Primadonna assoluta Cecilia Bartoli in der koloraturgespickten Titelpartie des Aschenbrödels Angelina.
„Rossini war meine erste Liebe, er hat mich immer begleitet“, sagt die göttliche Römerin, die ihre spektakuläre Karriere als 19-Jährige mit Rossini in Rom begonnen hatte, im ÖSTERREICH-Interview.

Schnellgesang. „Er bedient meine Lust am Schnellgesang mit immer neuen Rouladen und musikalischen Überschlägen wie kein anderer. Er ist ein Feuer speiender Vulkan, ein rasender Tornado, der schon vor fast 200 Jahren in Wien ein Rossini-Fieber ausgelöst hatte. Das Publikum ist in Scharen zu ihm übergelaufen, das war der Lebensschock für Beethoven und Schubert.“

Originalklang. Am Pult steht der aus Korsika stammende Originalklang-Spezialist Jean-Christophe Spinosi, dessen Ensemble Matheus Rossinis spritzige Partitur auf historischen Instrumenten musiziert. Regisseur Damiano Michieletto hat die Geschichte vom armen Mädchen mit den bösen Stiefschwestern, das am Ende Prinzessin wird, in der Gegenwart in einer heruntergekommenen Cafeteria angesiedelt.

Festspielball. Am 30. August wird La Bartoli dann Alexander Pereiras finalen Festspielball eröffnen, der unter dem Motto „Cenerentola“ steht. „Ich singe eine Arie von Mozart, und ich werde auch tanzen“, sagt sie. „Um Mitternacht werde ich meine Schuhe verlieren.“ Und: „Es ist schade, dass Pereira Salzburg verlässt, er war so erfolgreich. In Italien gibt es wenig Geld für die Oper, an der Scala braucht man ihn dringend.“

E. Hirschmann-Altzinger

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