Handkes Familie im Widerstand

Salzburger Festspiele

Handkes Familie im Widerstand

Dimiter Gotscheff inszeniert, Jens Harzer spielt in der Handke-Uraufführung.

Immer mehr Autoren thematisieren die Rolle und das Schicksal der Kärntner Slowenen während der Nazi-Zeit. Zuletzt gewann Maja Haderlap mit ihrem einschlägigen Debütroman Engel des Vergessens den heurigen Ingeborg-Bachmann-Preis.

Kommenden Freitag wird Peter Handkes neues Stück Immer noch Sturm bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt – hier erzählt der in Paris lebende Kärntner Schriftsteller-Star vom später weitgehend unbedankten Widerstand seiner slowenischen Vorfahren gegen die Nazis.

Der Ich-Erzähler berichtet vom Partisanenkampf, der die Familie entzweit und beide Onkel das Leben gekostet hat. Ursprünglich hätte Claus Peymann Immer noch Sturm inszenieren sollen; statt ihm kam Dimiter Gotscheff. Erst hätte Gert Voss den Erzähler spielen sollen, jetzt verkörpert ihn Jens Harzer. Voss hat am 17. 8. mit Maß für Maß Salzburg-Premiere.