Vienna Art Week

Neunte Auflage

Kick off zur Vienna Art Week

Mehr als 70 Partner aus Museums-, Sammlungs-, Galerien- & Off-Szene  dabei.

In dieser Woche wollen mehr als 70 Partner aus der heimischen Museums-, Sammlung-, Galerien- und Off-Szene wieder "der Welt zeigen, dass Wien eine unheimlich vitale Kunststadt ist": Am 18. November beginnt die neunte "Vienna Art Week". Auch dieses Jahr bietet sie "eine Verdichtung des hochkarätigen Kunstgeschehens in dieser Stadt", so der Leiter Robert Punkenhofer beim heutigen Pressegespräch.

Gute Entwickung
Einst mit 20 Teilnehmern gestartet, hat die stetig gewachsene "und langsam an unsere Grenzen stoßende" Kunstwoche immer noch dasselbe Ziel: "Wir haben eine enorme Kunstlandschaft, das gilt es zu kommunizieren", so Dorotheum-Hausherr und Präsident des Art Cluster Vienna, Martin Böhm (Bild rechts). Mehr als 150 Veranstaltungen finden in dieser Woche unter dem heurigen Motto "Projecting Worlds" statt, darunter mehr als ein Dutzend Vernissagen, mehr als hundert Studio-Visits, für die Künstler beim "Open Studio Day"am Samstag ihre Ateliers öffnen, zahlreiche Gespräche mit Experten, Sammlern und Künstlern.

Auch Ausstellungen mit dabei
Neben einem intensiven Galerienprogramm eröffnen neue institutionelle Ausstellungen bei TBA21, im 21er Haus, in der Akademie der Bildenden Künste oder in der Secession. Touren führen die geneigten Kunst-Entdecker aber auch zu den angesagtesten Off-Spaces der Stadt, "die mittlerweile viel von der Energie ausmachen, die uns durch die Woche trägt", betonte Punkenhofer. Dass diese Fülle an Terminen von den doch sehr unterschiedlichen "enthusiastischen Partnern" bei fast 100 Prozent privater Finanzierung gemeinsam bewältigt wird, ringt auch ihnen selbst Respekt ab.

Miteinander statt Nebeneinander in Wien
  "Es hat mich immer fasziniert, wie die Initiative wächst", so Secessions-Präsident Andras Palffy, "dieses Miteinander statt Nebeneinander ist in Wien einzigartig". Auch der erst relativ kurz in Wien tätige Kunsthallen-Chef Nicolaus Schafhausen zeigte sich "von der Heterogenität fasziniert": "Es ist doch sehr ungewöhnlich, wie wir hier gemeinsam am Podium sitzen und gemeinsam versuchen, Gegenwartskunst und zeitgenössisches Denken zu vermittlen. Das sind produktive und schöne Differenzen, die sich da auftun."

Dichtes Programm

Dass sich Museen, Ausstellungshäuser, Künstlervereinigungen, Galerien, private Kunstsammlungen und Firmensammlungen durchaus gegenseitig helfen - auch, indem sie sich gegenseitig korrigieren, darüber war man sich auch mit Sabine Folie, der Leiterin der Generali Foundation, einig. Kuratierte Sammlungen wie die ihre seien ein "wichtiger Kontrapunkt", erklärte sie, etwa indem sie durch ihre spezifischen Schwerpunkte "einem überhitzten Markt entgegensteuern". Die Gefahr der Überhitzung besteht für Kunstfreunde allerdings auch in einer kühlen Novemberwoche: Das ganze, sieben volle Tage mehr als dicht füllende Programm, ist unter www.viennaartweek.at abrufbar.

Info
"Vienna Art Week: Projecting Worlds", von 18. bis 24. November. www.viennaartweek.at