Nate Hills 'Trophy Scarves"-Aktion

Aktionismus

Künstler schmückt sich mit halbnackten Models

Der 36-jährige Nate Hill posiert vor der Kamera mit seinen "Trophy Scarves".

Nate Hill, seines Zeichen Aktionskünstler aus den USA, erregt zurzeit die Gemüter. Denn mit seiner neuersten Aktion, seinen so genannten "Trophy Scarves" regt er innerhalb der Kunstwelt einen regen Diskurs zum Thema Frauen als Status-Symbol oder auch Objekt an. Den bei seinen Trophäen-Schals, mit denen er Selbstporträts via Smartphone schießt, handelt es sich um zierliche, weiße Models, die sich der Künstler halbnackt um den Hals hängt.

Diashow: Nate Hill trägt Models als 'Trophy Scarves"

Frauen als Statussymbol
Damit möcht Hill der Damenwelt kein bisschen Schaden. Er will nur einen Wandel in der Gesellschaft damit aufzeigen, wie er der "Daily Mail" erklärte. Es geht bei dieser Aktion einfach darum, zu zeigen, wie schwarze Männer darüber denken, wenn sie sich in der Öffentlichkeit mit weißen Damen zeigen und sie quasi als Staus-Symbol präsentieren. "Ich will Leuten aber auf keinen Fall sagen, was sie mit ihrem Leben anstellen sollen", meinte er. Er möchte das Thema einfach nur aufgreifen und ihm eine breite Öffentlichkeit bieten. "Ich will einfach nur, dass die Leute ihre Motive überprüfen", analysiert er seine "Trophy Scarves"-Bilder weiter.

Gesellschaft soll Nachdenken
"Ich bin nicht wirklich schwarz. Ich bin halbschwarz, aber ich identifiziere mich nicht als schwarz", fügt er weiter an. Genau aus diesem Grund, meinte er, dass es sich angefühlt hätte, als würde er in ein Rolle schlüpfen, als er für das Projekt gearbeitet hat. "Für mich ist es ein Rollenspiel. Ich spiele dabei die Rolle eines schwarzen Mannes", bringt er seinen Aktionismus auf den Punkt. Und auch den Models wurde eine Rolle dabei auferlegt. "Dabei spielt es eigentlich keine Rolle was es mit mir macht, oder was ich für die Models empfinde. Das wichtige an der Sache ist es, das Thema in der Öffentlichkeit zu bringen und nachzudenken, wie schwarze Männer über weiße Models als Statussymbol denken könnten", fasst er sein Anliegen zusammen. Auf der Hand liegt dabei, dass Feministinnen gegen diese Darstellungswart der Frau protestieren und auf die Barrikaden steigen. Damit kann der New Yorker aber recht gut leben. Seine Frau hat allen Anschein nach auch nichts gegen den Halsschmuck ihres Ehegatten einzuwenden.