Kunst des Wandels im Museumsquartier

"Places of Transition"

Kunst des Wandels im Museumsquartier

Schau versammelt Veränderungs-Reflexionen von europäischen Künstlern.

"Dein Land existiert nicht" prangt in Neonlettern auf der Außenmauer des Museumsquartiers. Die Arbeit des Künstlerpaares Libia Castro und Olafur Olafsson wurde schon in verschiedenen Ländern und Sprachen gezeigt, will zu Fragen über Migration, Invasion und zivilen Rechten anregen und gehört zur aktuellen Ausstellung im quartier21: "Places of Transition" versammelt bis 13. März Kunst des Wandels.

Künstler aus allen Herrenländer
Vertreten sind Künstler aus der Türkei und aus Belgien, aus der Schweiz und aus Serbien, aus Spanien und aus Island. Der "Wandel", den sie umkreisen, ist meist geopolitisch oder ökonomisch, "er kann aber auch psychisch sein", erklärte Kurator Walter Seidl bei der Presseführung am heutigen Mittwoch.

Viele Perspektiven
So dokumentiert der Schweizer Marco Poloni in seiner Installation "Monika Ertl's Pistol" den mutmaßlichen Tathergang der Ermordung des bolivianischen Konsuls Roberto Quintanilla Pereira (der wiederum die Ermordung Che Guevaras in Auftrag gegeben haben soll) durch die Untergrundkämpferin Monika Ertl. Der türkische Künstler Köken Ergun reagiert in einem Video, in dem er verschiedene Kopftucharten ausprobiert, auf die Einladungspolitik zum türkischen Präsidentschaftsball 2004, die dafür sorgte, dass keine Frauen mit Kopftuch zum Ball geladen wurden.


Aus dem Leben gegriffen
Der Österreicher Oliver Ressler zeigt unter dem Titel "Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What Comes Next?" Doku-Interviews mit Marktverkäufern in Armenien, die von der Krise schwer gezeichnet sind. Eine Bodengrafik macht deutlich, dass 80 Prozent der armenischen Gesamtökonomie in den Händen weniger Oligarchen oder transnationaler Konzerne liegt. Milica Tomic zeigt ein "Portrait of My Mother", das in den Tagen nach den NATO-Bombardements auf Belgrad entstanden ist.

Jahresauftakt im Museumsquatier
"Places of Transition" ist die erste Ausstellung des Jahres im freiraum quartier21 International und macht den Auftakt zu insgesamt drei Ausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium.

Info
"Places of Transition", von 24.1. bis 13.3., Di bis So 13 bis 19 Uhr, Eintritt frei.

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