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Geschlechterkampf

Männerherzen - So ticken Kerle

Til Schweiger, Christian Ulmen und Nadja Uhl in der Komödie „Männerherzen“

Da können Männer noch echte Männer sein: Im Fitness-Studio, wo man(n) schwitzt, prahlt und baggert. Wo man sein Dasein auf das scheinbar Wesentliche reduziert: Auf den Muskelberg (gleichzusetzen mit Potenz und sexueller Anziehung).

Fünf Berliner Männer
Genau hier kreuzen sich die Wege von fünf Berliner Männern, die nicht wissen, wohin mit ihrer Männlichkeit. Und mit ihrer Verzweiflung. Philip (Maxim Mehmet, heimlicher Star des Films) verliert nicht nur den Job, sondern erfährt auch noch von seiner On-off-Beziehung Nina (Jana Pallaske), dass er Vater wird. Sein Freund Niklas (Florian David Fitz), ein erfolgreicher Werber, hat scheinbar in allen Lebenslagen Glück. Allein: Es fällt ihm schwer, sich festzulegen.

Til Schweiger
Bei Womanizer Jerome (Til Schweiger) hingegen klappt alles. Jedoch muss sich der Musikproduzent mit einem bisexuellen Schlagersänger (Justus von Dohnányi) abquälen. Roland (Wotan Wilke Möhring) wiederum weint verzweifelt seiner Ex nach, während Günther (Christian Ulmen) null Kontakt zu Frauen hat.

Oberflächliche Stereotypen
Männerherzen von Simon Verhoeven ist vom Prinzip her durchaus gelungen, viele Gags treffen genau ins Schwarze. Jedoch bleiben die Figuren trotz eines All-Star-Casts nur oberflächliche Stereotypen, sodass (weibliche) Zuschauer am Ende alles andere als aufgeklärt sind über das Mysterium Mann.

Männerherzen. D 2009. 107 Min. Von Simon Verhoeven. Mit Til Schweiger, Nadja Uhl, Christian Ulmen, Jana Pallaske