Rabl-Stadler und Pereira teilen Verantwortung.

Salzburg

Neue Doppeldirektion für die Festspiele

Helga Rabl-Stadler und Alexander Pereira teilen Verantwortung.

Eine vernünftige Strukturveränderung steht den Salzburger Festspielen bevor: Mit Beginn der neuen Intendanz im Oktober 2011 soll das Direktorium auf zwei Personen reduziert werden. Alexander Pereira, der künstlerische Geschäftsführer, und Helga Rabl-Stadler werden eine Doppeldirektion bilden. Rabl-Stadler, zuletzt Präsidentin, soll die Position des kaufmännischen Geschäftsführers übernehmen.

Das entspricht der Struktur eines modernen Theaterbetriebs und ist vom Festspielgesetz gedeckt. Damit sind auch die Fragen einer Neubesetzung des Direktoriums (etwa durch den Vorstand der Wiener Philharmoniker oder den Konzertdirektor) gegenstandslos.

Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf akzeptiert die neue Struktur der Festspiel-Leitung. Markus Hinterhäuser, der jetzige Konzertchef, wird die Festspiele mit Herbst 2011 verlassen. Pereira wird neben dem Opern- auch das Konzertprogramm selbst verantworten.

Der amtierende Intendant Jürgen Flimm wird wahrscheinlich per 1. Oktober 2010 vorzeitig aus seinem bis 2011 laufenden Vertrag bei Streichung seiner Bezüge entlassen, damit er die Intendanz an der Berliner Staatsoper rechtzeitig antreten kann. Das Salzburger Kuratorium wird diesen Beschluss in den nächsten Tagen fassen; das jetzige Leitungsteam müsste ohne Flimm die vorgeplanten Festspiele 2011 realisieren.