Ali

Oscars 2017

Mahershala Ali: Bester Nebendarsteller

Für seine Rolle in "Moonlight" erhielt er die begehrte Trophäe.

Der erste verliehene Oscar bei der 89. Verleihung am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles ist zugleich der erste überhaupt für Mahershala Ali: Der kalifornische Schauspieler wurde für seine Darstellung eines kubanischen Drogenhändlers, der in "Moonlight" einen jungen Außenseiter unter seine Fittiche nimmt, als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Der 43-Jährige nahm den Preis aus den Händen der Vorjahresgewinnerin Alicia Vikander entgegen und dankte seiner Ehefrau, die vor vier Tagen das erste gemeinsame Kind zur Welt brachte. "Ich will ihr dafür danken, dass sie während dieser ganzen Zeit (der Preissaison, Anm.) eine Kämpferin war, die mir geholfen und mich durch den ganzen Prozess hindurch getragen hat."

Das Coming-of-Age-Drama "Moonlight" von Barry Jenkins ist für insgesamt acht Academy Awards nominiert. Ali, der auch im dreifach nominierten Film "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" eine Nebenrolle spielt, setzte sich in seiner Kategorie gegen die wiederholt nominierten Schauspieler Jeff Bridges ("Hell or High Water") und Michael Shannon ("Nocturnal Animals") sowie die Jungstars Lucas Hedges ("Manchester by the Sea") und Dev Patel ("Lion") durch.

Die Gala hatte mit einem musikalischen Einzug ins Dolby Theatre von Musiker und Schauspieler Justin Timberlake begonnen. Der 36-Jährige gab zum Auftakt mit Unterstützung zahlreicher Tänzer seinen Oscar-nominierten Ohrwurm "Can't Stop The Feeling" aus dem Animationsfilm "Trolls" sowie Bill Withers' Gute-Laune-Lied "Lovely Day" zum Besten und brachte die anwesenden Gäste im Saal damit zum Tanzen.

Im darauffolgenden Eröffnungsmonolog thematisierte der erstmalige Oscar-Moderator Jimmy Kimmel sogleich die "polarisierte Gesellschaft" ob der politischen Lage in den USA. Würde jeder Zuseher aus den USA und all jenen Ländern, "die uns jetzt hassen", mit einer andersdenkenden Person ein konstruktives Gespräch führen, "können wir Amerika wieder großartig machen", sagte Kimmel in Anspielung an Donald Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again". Überraschend dankte er Trump dann auch - freilich nur im Scherz: "Im Vorjahr schienen die Oscars rassistisch. Das ist jetzt dank ihm vergessen." In diesem Jahr "retten Schwarze die NASA und Weiße den Jazz", lästerte Kimmel in Bezug auf "Hidden Figures" und den nicht unumstrittenen Favoriten "La La Land".