Andrea Eckert

Volkstheater

Ovationen für Eckerts 1A-Show

Andrea Eckert spielt in „Bon Voyage“ gleich drei Rollen & erntet Ovationen.

Theater. Andrea Eckert verzaubert am Volkstheater in Bon Voyage, einem von André Heller inspirierten, von Rupert Henning geschriebenen und inszenierten ein wenig sentimentalen, höchst bühnenwirksamen musikalisch-dramatischen Soloabend über die Wiener Chansonnière Greta Keller. Als Flüster-Diseuse mit der tiefen Stimme machte Keller Weltkarriere. 1938 emigrierte sie aus Abscheu vor den Nazis in die USA; in ihrem New Yorker Club Chez Greta verkehrten Zelebritäten wie Igor Strawinsky, Cole Porter und Marlene Dietrich.

Briefe
Die spektakuläre Biografie Kellers verknüpft Henning mit der fiktiven Lebensgeschichte von Josefine, einer einfachen Frau aus Wien, die Keller verehrt und ihr Briefe schreibt. Josefines Mann Franzl fällt vor Stalingrad, sie bringt ihre Kinder alleine durch. Josefines Enkelin, eine Schauspielerin, findet auf dem Dachboden im Haus der Großmutter einen Koffer mit den Erinnerungsstücken an Keller.

Tauben
Andrea Eckert brilliert in allen drei Frauenrollen: als mondäne Greta Keller mit Sonnenbrille und Koffer in der Hand, als im Wiener Dialekt sprechende Josefine und als Schauspielerin, die in der Gesellschaft gurrender Tauben die Briefe liest. Dazu singt sie, begleitet von einer fünfköpfigen Jazzband, Lieder, mit denen Greta Keller berühmt geworden ist: Chansons, US-Songs und Wienerlieder. Standing Ovations.

E. Hirschmann

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