Roland Geyer: "Angst vor Routine"

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Roland Geyer: "Angst vor Routine"

Im Theater an der Wien ist bis 2016 vorgesorgt. Jetzt plant Geyer für Bregenz.

"Nicht nur das Auge, sondern das ganze Gesicht soll weltberühmt sein!" Der neue Bregenzer Festspiel-Intendant Roland Geyer erinnert damit an den James-Bond-Thriller Ein Quantum Trost, in dem 2008 die Seebühne und deren Tosca-Dekoration prominent ins Bild kamen.

Geyer erläutert sein Bregenz-Engagement: Von 2012 bis 2014 ist er zu Vorarbeiten, 2015 als Kurator für das Programm, erst 2016 als geschäftsführender Intendant verpflichtet. Er wird daher im Sommer 2016 für Vertragsdauer (zunächst bis 2021) nach Bregenz übersiedeln und garantiert, dass "meine Tätigkeit im Theater an der Wien bis dahin nicht beeinflusst wird, obwohl in meinem Kopf die Planung für Bregenz allmählich Vorrang haben kann".

40 Produktionen
Denn im Theater an der Wien stehen bis 2016 bereits 40 Neuproduktionen von Opern fest. Es wird 2014 eine neue Cosi fan tutte geben und ein Jahr später eine neue Zauberflöte, Peter Konwitschny wird ab 2013 an der Wien inszenieren, Claus Guth verantwortet einen Monteverdi-Zyklus.

Warum er Wien Richtung Bregenz verlässt? „Es ist wohl auch die Angst vor einer Routine des Erfolges“, gesteht Geyer.