Serafin: »Eigentlich sind wir 
Zigeuner«

Interview

Serafin: »Eigentlich sind wir 
Zigeuner«

Starsopranistin Martina Serafin singt die Tosca in St. Margarethen.

Besonders schön ist sie: groß, schlank, mit langen roten Haaren und strahlenden hellen Augen. Und sie verfügt über eine tolle, dramatische Stimme mit leuchtenden Spitzen­tönen. Die Starsopranistin Martina Serafin, Tochter des Operetten-Traumpaares Mirjana Irosch und Ex-Mörbisch-Intendant Harald Serafin, singt heute die Tosca in St. Margarethen.

ÖSTERREICH: Gehört die Tosca zu Ihren Lieblingsrollen?
MARTINA SERAFIN: Ich mag die Rolle sehr und ich habe sie auf der ganzen Welt gesungen. Das erste Mal 2007 in Rom in Zeffirellis Regie; das war mein Durchbruch im italienischen Fach.

ÖSTERREICH: Ihr Bühnendebüt war 1994 in Mörbisch in „Wiener Blut“ …
SERAFIN: Das war toll, mein Vater hat mich eingeladen, in Mörbisch Operette zu singen. Danach war ich mit Mozart in Graz, von dort bin ich nach Deutschland, Italien und in die Welt gegangen. Seit 15 Jahren singe ich keine Operetten mehr, sondern vor allem Wagner und Puccini.

ÖSTERREICH: Wo leben Sie?
SERAFIN: Ich bin seit elf Jahren mit dem italienischen Bass Alessandro Guerzoni verheiratet. Er ist meine große Liebe, mein Berater, mein Ohr, wir studieren neue Rollen zusammen. Und wir haben eine süße, kleine Tochter, Elisabetta, sie ist viereinhalb, reist mit uns, liebt Flugzeuge und spricht Italienisch und Deutsch, Englisch und Französisch. Wir leben in Pescara direkt am Meer und wir haben Wohnungen in Wien und Klosterneuburg. Eigentlich sind wir Zigeuner, ständig unterwegs.

(eha)

VIDEO: Martina Serafin im Interview