Streit um Kunsthalle-Chef Matt eskaliert

Karenzierungsgerüchte

Streit um Kunsthalle-Chef Matt eskaliert

Grüne wollen raschen Neuanfang in der Kunsthalle, Gerald Matt sagt: „Ich bleibe.“

Gestern Abend kursierte die Meldung, dass Kunsthalle-Chef Gerald Matt wegen angeblicher Malversationen für vorerst vier Monate karenziert wird. Kunsthaus-Chef Franz Patay soll die Leitung des Hauses übernehmen.

ÖSTERREICH erreichte Matt noch spätabends: „Es gibt keine Karenz“, betont er. „Um Karenz müsste ich selbst ansuchen, aber ich habe nicht darum angesucht. Ich gedenke, meinen bis 2014 laufenden Vertrag zu erfüllen.“

Er sei „ziemlich in Rage“, bekennt Matt, weil die Karenzierungsgerüchte „auf unbewiesenen Vorwürfen des grünen Abgeordneten Zinggl beruhen“. Anliegen der Wiener Grünen sei es, „ihre Parteifreunde in den Gremien der Kunsthalle zu platzieren. Sie werden mit ihrer provinziellen Kulturpolitik den guten Ruf der Stadt ruinieren“, wettert Matt und verweist auf „das beste Jahr in der Geschichte der Kunsthalle“.

Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Wiener Grünen, hält auf Anfrage dagegen: „Matt war eindeutig zu lange im Amt. Jetzt krempeln wir die Ärmel hoch – ein Neuanfang ist sicher besser für das Haus.“

(hir)