Uraufführung: Bondy inszenierte Handke

Wiener Festwochen

Uraufführung: Bondy inszenierte Handke

Handkes "Die schönen Tage von Aranjuez" feiert in Wien Uraufführung.

"Die schönen Tage von Aranjuez" sind nun vorbei - jedenfalls die Uraufführung des gleichnamigen Stücks von Peter Handke. Im Akademietheater gab es am 15. Mai für die vom Intendanten Luc Bondy inszenierte Koproduktion der Wiener Festwochen mit dem Burgtheater nach einer Stunde und 50 Minuten höflichen Applaus und einige wenige Bravos.

Sommerdialog über Liebe und Leben
Dörte Lyssewski und Jens Harzer hatten als "die Frau" und "der Mann" Handkes "Sommerdialog" über Liebe und Leben, Natur und Menschheit zu bestreiten. Dafür wurde auf einer von Dichter-Tochter Amina Handke mit wenigen Versatzstücken gestalteten Hinterbühne eine eindeutige Rollen-Verteilung vorgenommen: Harzer übernahm den ironisch distanzierten, spielerischen Part und bot mit Ritterharnisch, dem Federschmuck eines Indianerhäuptlings oder falschem Schnurrbart immer wieder heitere, kurze Theater-Einlagen, während Lyssewski die Fragen nach dem Liebes-Vorleben ihrer Figur mit großer Ernsthaftigkeit zu beantworten suchte.

Zusammenleben zwischen Frau und Mann
Wirklich eigenständiges Bühnenleben erhielten Handkes Variationen über eines der ältesten Menschheitsthemen, das Zusammenleben von Mann und Frau, trotz aller hochkarätigen Bemühungen indes nur sehr begrenzt - und auch die Begeisterung des Premierenpublikums hielt sich in Grenzen.

(APA)

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